macOS High Sierra: Apple „bestraft“ Beta-Tester mit Fusion Drive

Florian Matthey
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Eine wichtige Neuerung in macOS High Sierra ist das Dateisystem APFS, das Apple speziell für SSDs optimiert hat. In frühen Betas ließen sich aber auch Fusion Drives auf APFS umstellen. Mit der finalen Version von High Sierra ist das nicht mehr möglich.

macOS High Sierra: Apple „bestraft“ Beta-Tester mit Fusion Drive

APFS: Das neue Dateisystem für Flash-Speicher

Apple hatte APFS als Nachfolger für das Apple-eigene Dateisystem HFS+ bereits im Sommer 2016 angekündigt. Mit macOS High Sierra ist das System für alle Benutzer erhältlich; bei der Installation fragt das Betriebssystem den Benutzer, ob er die Festplatte auf APFS umstellen will.

Apple hat APFS speziell für Flash-Speicher – beziehungsweise SSDs – entwickelt. Allerdings lässt es sich technisch auch mit herkömmlichen Festplatten verwenden. Dennoch hat sich Apple mit der finalen Version von macOS High Sierra entschieden, bei Startvolumes die Migration nur dann zu erlauben, wenn es sich um SSDs handelt: Während es mit früheren Beta-Versionen noch möglich war, ein Fusion Drive auf APFS umzustellen, wird Apple das mit der fertigen Version von High Sierra nicht mehr erlauben.

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Fusion Drives: Umständlicher Umstieg zurück auf HFS+ nötig

Ein Fusion Drive ist bekanntlich eine Kombination aus SSD und herkömmlicher Festplatte: Sie bieten genug Flash-Speicherplatz für das Betriebssystem und einige weitere häufig verwendete Daten, damit der Zugriff auf diese besonders schnell erfolgt. Andere, weniger häufig verwendete Daten – beispielsweise Filme – lassen sich auf der wesentlich größeren Festplatte abspeichern. Fusion Drives sind vor allem in iMacs beliebt – die jüngsten iMac-Modelle seht ihr bei uns im Video:

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27 Zoll iMac (2017) mit 5K-Display im Test

Auch wenn die Umstellung auf APFS bei vielen Benutzern offenbar problemlos geklappt hat, verlangt Apple von diesen nun, wieder auf HFS+ umzusteigen. Hierfür hat Apple eine Anleitung veröffentlicht. Der Umstieg zurück auf HFS+ ist alles andere als komfortabel: Der Benutzer muss dafür ein Time-Machine-Backup vornehmen und außerdem ein freies externes Laufwerk zur Verfügung haben. Fehlt Letzteres, sind einige vergleichsweise komplizierte Arbeitsschritte in der Terminal-App nötig.

Fusion-Drive-Unterstützung könnte zurückkommen

Warum Apple einen Umstieg zurück zu HFS+ erzwingt, ist unklar. In dem Dokument erklärt Apple, dass „die erste offizielle Version von macOS High Sierra“ das neue Dateisystem „zum Starten für Mac-Systeme“ unterstützten werde, „die ausschließlich integrierten Flash-Speicher verwenden“. Das spricht dafür, dass die Unterstützung von Fusion Drives als Startvolume in zukünftigen Versionen wieder zurückkommen wird.

Quelle: Apple via Mac Rumors

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