macOS High Sierra: Wer mit dem Update noch warten sollte

Florian Matthey
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Seit gestern Abend ist macOS High Sierra erhältlich. Es gibt aber gute Gründe, mit dem Update noch zu warten: Bei einigen Apps und Geräten gibt es noch Kompatibilitätsprobleme.

macOS High Sierra: Wer mit dem Update noch warten sollte

macOS High Sierra: Diese Unternehmen raten vom Update ab

Jedes Jahr ist es dasselbe: Apple lässt Entwickler und normale Benutzer das kommende große macOS-Update monatelang testen. Und dennoch bestehen bei der Veröffentlichung im Herbst noch Kompatibilitätsprobleme. Bei macOS High Sierra ist es nicht anders: Einige große Entwickler und Zubehör-Hersteller haben ihre Apps und Treiber noch nicht an das Update angepasst.

Beispielsweise rät der Grafiktablett-Hersteller Wacom seinen Kunden, mit dem Upgrade auf macOS High Sierra noch zu warten: Der Treiber für die Grafiktabletts sei noch nicht mit der neuen macOS-Version kompatibel, sodass die Geräte nach der Installation nicht funktionieren. Ein neuer Treiber sei in Arbeit – er werde aber erst im Oktober, „spätestens Ende Oktober“ erscheinen.

Auch Benutzer von Adobe Illustrator CC sollen mit einem Update warten. Die Software kommt vor allem mit Apples neuem Dateisystem AFPS nicht zurecht. Inkompatibilität besteht außerdem mit Musiksoftware von Serato und Steinberg.

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Microsoft Office 2011 funktioniert nicht mit High Sierra

Schließlich ist da auch noch Microsoft Office 2011: Viele Kunden verwenden weiterhin die schon etwas in die Jahre gekommene Version der Office-Suite. Diese funktioniert mit macOS High Sierra aber überhaupt nicht mehr. Anwender sollten also auf umsteigen – oder solange gar keine macOS-Updates mehr installieren. Allerdings bietet macOS High Sierra einige wichtige Verbesserungen „unter der Haube“, die den Mac vor allem auf zukünftige Updates vorbereiten.

Apple hat weitere High-Sierra-Verbesserungen in Arbeit

Hinzu kommt, dass Apple selbst macOS High Sierra noch verbessern möchte. Ein wichtiger Bereich, in dem eine Verbesserung noch aussteht, betrifft ebenfalls das Dateisystem AFPS: Anders als in frühen Beta-Versionen des Betriebssystems lässt sich dieses mit macOS High Sierra in der Version 10.13.0 nicht einrichten. Die Unterstützung von Fusion-Drive-Laufwerken soll erst mit zukünftigen Updates zurückkehren – wer die Beta installiert hat, muss mit recht viel Aufwand wieder auf HFS+ umsteigen.

Quelle: via Heise