Pages: Textverarbeitung und Layoutprogramm

Katia Giese
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Bei Software aus Apples iWork-Reihe kann man sich einer Sache sicher sein: Die leichte Bedienbarkeit steht bei einer Anwendung wie Pages an erster Stelle. In der Kategorie Produktivität bietet das Programm die gesamte Bandbreite einer professionellen Textverarbeitung und überzeugt dort durch Leichtigkeit, wo Word schon so manchen Nutzer auf die Palme gebracht hat. Auch wenn MS Office 2011* derzeit versionsmäßig zwei Jahre voraus ist, ist Pages ’09* eine empfehlenswerte Alternative für Umsteiger und Profis.

(Update: Wir bieten mittlerweile aktuellere Artikel zu Pages für Mac beziehungsweise Pages für iPad und iPhone.)

Kompatibilität: Geschwisterliebe zwischen .doc und .pages

Was in iWork ’06 bei komplexen Textverarbeitungen noch ein schwieriges Thema war, ist in Pages ’09* kein Problem mehr. Das Programm versteht sich mit Word-Dokumenten fast so gut wie mit seinen eigenen, die auf die Endung .pages hören. Beim Abspeichern lässt sich das Dateiformat aus dem altbekannten Dropdown-Menü wählen und so ohne Konflikte auch mit Office-Nutzern teilen. Andersherum importiert Pages* ohne Murren jedes .doc-Dokument und überträgt dabei auch Tabellen und Grafiken weit überwiegend fehlerfrei. Fehlende Kompatibilität mit der derzeit gängigsten Schreibsoftware Word ist damit kein Argument mehr gegen Apples Alternative. Nicht mehr unterstützt wird allerdings das OpenOffice-Format.

Funktionen


Wie es sich für ein tüchtiges Schreibprogramm gehört, ist in Pages alles auf Produktivität ausgerichtet. Über die bewegliche Tool-Palette lassen sich alle wichtigen Funktionen ansteuern und Formatierungen erledigen. Wer schon etwas mit Word gearbeitet hat, wird sich auch in Pages schnell zurecht finden, da vieles sogar begriffsidentisch ist. Für konzentrationsschwache Nutzer bietet die Vollbild-Funktion zudem einen ablenkungsfreien Arbeitshintergrund – schaltet man auch noch den Ton aus, wird man nicht einmal mehr von eingehenden E-Mails abgelenkt.

 

Pages als Layout-Wunder

Mit seinen über 180 hauseigenen Vorlagen und verschiedenen Design-Funktionen ist Pages weit mehr als nur ein Schreibprogramm. Ohne aufdringlich zu sein, bietet sich Pages ausgezeichnet zum Layouten und Erstellen aller erdenklichen hausgebräuchlichen Publikationen an. Hierbei hilft in erster Linie die Medienübersicht, die fortgeschrittene Anwender schon aus anderen iLife- und iWork-Programmen kennen und die es erlaubt, auf Audio-, Video, oder Foto-Dateien zuzugreifen ohne das Programm zu verlassen. Pages greift zudem nahtlos auf Einträge im Adressbuch zu, beispielsweise um Seriendrucke oder Briefköpfe zu erstellen.

Fazit

Mac-Nutzer, die sich für Pages als Standard-Textverarbeitung entscheiden, müssen gegenüber MS-Office-Nutzern keine Nachteile befürchtet. Im Gegenteil beobachteten wir in den Tests, dass Pages insgesamt schneller und stabiler auf Mac OS X läuft als MS Word, sowie dank einiger Kurzbefehle und der besseren Medien-Integration häufig ein schnelleres und frustfreieres Arbeiten möglich ist.

Vorteile

- Text- und Layoutprogramm in einem
- einfache und konfliktfreie Bedienung
- stabile Integration von Grafiken, Tabellen, Bildern

Nachteile

- Pages ’11 als Teil von iWork ’11 ist überfällig
- keine Unterstützung von OpenOffice

Hersteller: Apple

User-Bewertung

Pages wurde im Mac AppStore von 81 Benutzern mit durchschnittlich 4,5 Sternen bewertet.

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