Rangliste der fehlerhaftesten Programme: Safari vor Office und Acrobat

Tizian Nemeth
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Manchmal ist es gut, nicht in jeder Rangliste auf Platz eins zu sein: Bei der Auflistung der meisten schweren Fehler in einem Programm beispielsweise. Aber auch wenn Apple in dieser Kategorie nicht den ersten Platz inne hat, mit drei Anwendungen vertreten zu sein ist auch kein Ruhmesblatt. Und es nagt am Nimbus von Apple, den sich der Hersteller durch vermeintlich sichere Software geschaffen hat.

Im Reigen des dreckigen Dutzend nimmt Googles Browser Chrome mit 76 Fehlern und Sicherheitslücken den ersten Platz ein. Dabei berücksichtigt die Statistik von Bit9 sowohl Fehler, die Google bereits beseitigt hat als auch solche, die nach wie vor bestehen.

“Allerdings muss man bei Chrome berücksichtigen, dass er der jüngste der Browser ist und derzeit in kurzen Abständen immer weiter entwickelt wird”, sagt Harry Sverdlove, CTO bei Bit9.

Anders sieht es da bei Apples Safari aus. Der Browser landet mit 60 Sicherheitslücken und Programmfehlern auf Platz zwei. Und damit noch vor Microsofts Office mit 57 Fehlern. Beim Office Paket kann man indes sicher sein, dass die Statistik die Vorgängerversionen von Office 2011* berücksichtigt. Immerhin gibt es die neue Suite erst seit Oktober. Bei Safari jedoch ist nicht klar, ob die Untersuchungen sich nur auf die fünfte Version oder auch auf die, zum Teil noch im Einsatz befindlichen, Vorgänger bezieht.

Wer sich nun wundert, wo Adobe in der Aufzählung bleibt: Der Software-Entwickler landet mit dem Reader und Acrobat mit insgesamt 54 Sicherheitslücken auf Platz vier. Der vielgescholtenen Flash Player landet auf Platz 11 noch vor Apples QuickTime mit 6 Fehlern und einen Platz hinter Apples WebKit mit 9 Fehlern.

Möchte man aus dieser Auflistung eine Lehre ziehen, so müsste sie lauten: Apples Sicherheit ist ein Mythos, wie Harry Sverdlove feststellt, und wer einen sicheren Browser sucht, der könnte sich Opera zu wenden. Der Browser hat mit 6 entdeckten Fehlern die scheinbar wenigsten Sicherheitslücken.

Die Liste zur Fehlerhäufigkeit hat Bit9 vor allem für IT-Profis zusammengestellt. Das Unternehmen beschäftigt sich mit dem Schutz von Softwarelösungen. Die Programme stammen von einer Liste des National Institute of Standards and Technology's in den USA und sie müssen in einem Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis zum 21. Oktober 2010 mindestens eine kritische Sicherheitslücke aufgewiesen haben.

Weitere Themen: Safari, Adobe Acrobat

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