Drobo Arigato, Mr. Storage Roboto

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(Holger) Auf den ersten Blick mag der kleine schwarze Kasten aussehen wie ein herkömmliches, externes Laufwerksgehäuse für vier Festplatten. Erst beim zweiten Hinsehen sieht man die Unterschiede zu eben diesen normalen Gehäusen. Die Rede ist vom Drobo.

Drobo Arigato, Mr. Storage Roboto

Der Anschluss des Geräts ist denkbar einfach. Einfach Strom anschließen, das USB-Kabel mit dem Rechner verbinden. Das war’s. Natürlich müssen vorher noch handelsübliche Serial-ATA-Festplatten in den Einschub gesteckt werden, und davon am besten mindestens zwei gleich große. Unterstützt werden auch verschieden große Laufwerk. Aber nur mit mehr als einer Platte kann die eingebaute Datensicherheit logischerweise ihre Funktion erfüllen.

Womit wir bei der eigentlichen Besonderheit wären. Beim Drobo handelt es sich nicht um ein herkömmliches RAID-System mit entsprechender Logik, sondern um eine Eigenentwicklung von Data Robotics. Hierbei hat man die Datensicherheit eines RAIDs muss aber nicht auf die Erweiterbarkeit verzichten.

Man kann also beispielsweise mit drei 250 GByte Platten beginnen, womit dann insgesamt 500 GByte zur Verfügung stehen. Mit der Zeit werden Platten aber immer günstiger, und so will man seinen verfügbaren Speicherplatz gegebenenfalls erweitern. Normalerweise würde man jetzt eine weitere externe Platte kaufen. Beim Drobo zieht man einfach eine alte Platte heraus und steckt eine größere ein. Sobald die Daten vom Drobo wieder als sicher markiert wurden zieht man die nächste Platte heraus. Der verfügbare Speicherplatz wächst also immer mit, und dafür genügen ganz normale 3,5-Zoll-Festplatten, die immer günstiger werden.

Ähnlich funktioniert es auch, wenn eine Festplatte ausfallen sollte. Neben jedem Laufwerk ist eine LED angebracht, die den Status des entsprechenden Slots darstellt. Ist alles grün, bedeutet dies, dass alles in Ordnung ist. Eine gelb leuchtende LED heißt, dass man die Festplatte gegen eine größere austauschen sollte, da man bereits bei 85 Prozent der Kapazität ist. Die Mischung aus gelb und grün leuchtender LED heißt, dass der Drobo gerade die Daten auf den Platten verteilt und man kein Laufwerk entfernen soll. Die dauerhaft rote Leuchte bedeutet, dass die Kapazität bei mehr als 95 Prozent liegt und man dringend upgraden sollte.

Im Falle des Totalausfalls einer Platte blinkt die LED rot. In allen Situationen sind die Daten aber noch abrufbar und können beliebig verändert werden. Sollte der Drobo an sich ausfallen, genügt es die Platten in einen neuen einzustecken. Diese werden automatisch erkannt und es gehen auch dann keine Daten verloren.

Wenn natürlich gleich zwei Laufwerke gleichzeitig komplett ausfallen sind, wie bei anderen Systemen, die Daten weg; ein Backup ist also weiterhin notwendig.

Neben den vier Status-Lampen und der Power-LED gibt es noch eine LED für die USB-Aktivität und eine Füllstandsanzeige bestehend aus 10 blauen Leuchten.

Kompatibel ist das Laufwerk mit allen aktuellen Windows-, Mac OS X- und Linux-Systemen. Je nach Betriebssystem werden die Platten formatiert; zur Verfügung stehen FAT32, NTFS, HFS+ und EXT3. All dies geschieht über die mitgelieferte Software namens “Drobo Dashboard”. Dort kann auch der Zustand der Platten überprüft werden oder der E-Mail-Benachrichtigungsdienst eingestellt werden.

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