Von störenden Pop-Ups und verlorenen Daten

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(Holger) Nachdem wir uns beim letzten Mal mit Anti-Viren-Software beschäftigt haben, gehen wir heute darauf ein, wie man sich gegen neugierige Spyware zur Wehr setzt und womit man sein System im Fall der Fälle möglichst schnell, dank Backups, wiederherstellen kann.

Von störenden Pop-Ups und verlorenen Daten

Wer mal im Freundeskreis eine Umfrage macht und fragt, wer regelmäßig Backups macht, wird vermutlich feststellen, dass nur wenige wichtige persönliche Daten neben der Version auf der heimischen Festplatte eine Kopie an einem weiteren Ort sicher aufbewahren. Neben schädlicher Software kann dann auch eine defekte Festplatte für unnötigen Frust sorgen, der unter Umständen teuer werden kann, wenn es sich um wichtige Daten handelt, die verloren gegangen sind.

Abhilfe kann hier Software wie SpinRite schaffen, die die defekt geglaubte Festplatte nach noch funktionierenden Daten durchsucht, aber warum soll man es erst so weit kommen lassen, wenn man bereits im Voraus dafür sorgen kann, dass es nicht so weit kommen muss. Ein regelmäßiges Backup des Systems macht also Sinn.

Neben klassischer Backup-Software, wie sie jedem gängigen Betriebssystem in verschiedenen Formen beiliegt, hat sich in letzter Zeit das Backup in Form von “Imaging”- oder “Ghosting”-Software weit verbreitet. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann, ohne vorher ein neues System mit Hilfe der Installations-CD aufzuspielen, das Image auf den Rechner zurückspielen.

Diese Software funktioniert im Allgemeinen wie folgt: Man installiert das Betriebssystem nebst Software, Updates, et cetera wie gehabt. Dann installiert man zum Beispiel Acronis’ “True Image” oder Symantecs “Ghost”. Beide sind allerdings nicht kostenlos zu haben. Nach der Installation startet man das Programm und kann auswählen welche Partitionen, wo gesichert werden sollen. Auch bootbare Notfallmedien sind dabei auswählbar; so kann man zum Beispiel ein sauberes Windows auf ein, zwei DVDs sichern und so innerhalb kürzester Zeit wiederherstellen. Man muss dabei allerdings darauf achten, dass die eingesetzte Hardware, wie zum Beispiel ein On-Board-Raidcontroller, kompatibel mit der gewählten Software ist. Ein Testlauf ist also keine schlechte Idee, bevor man später, wenn es darauf ankommt, ein nicht funktionierendes Backup vor sich liegen hat.

Ein weiteres Feature, das einigen ThinkPad-Nutzern bekannt vorkommen dürfte, ist die Möglichkeit von “True Image”, das Backup-System direkt auf der Festplatte zu erstellen. Nach der Erstellung des Backups kann man durch drücken einer Taste beim Booten des Rechners auf das eingebaute Restore-Programm zugreifen. Sollte also ein Problem mit dem laufenden Windows auftreten, kann man so schnell wieder zu einem funktionierenden System zurückkehren. Gegen eine defekte Festplatte ist dies allerdings offensichtlich kein Heilmittel.

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