Windows 7 - Jede menge Wind um Nichts

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(Holger) Die Probleme rund um Windows Vista sind noch nicht ganz vergessen, da tut sich bereits ein nächstes Fenster auf: Windows 7 war in der vergangenen Woche auf jeder größeren Newsseite vertreten. Warum weiß kein Mensch. An den neuen Informationen kann es nicht gelegen haben, diese waren nämlich reichlich sparsam.

Windows 7 - Jede menge Wind um Nichts

So war zum Beispiel das auf der D6 Conference gezeigte sehr spärlich. Der gezeigte Minimalismus ist durchaus geplant und wurde schon am Vortag im Windows Vista Blog angedeutet.

Das ganze kommt nicht von ungefähr, denn mit Vista hat Microsoft am eigenen Leib erlebt was passieren kann, wenn man zu viele Details bekannt gibt und die selbst gesetzten Ziele nicht erreichen kann. Immer wieder gab es Rückschläge, welche dazu führten, das große Versprechungen, wie etwa das neue Dateisystem WinFS, schlicht zum Rohrkrepierer wurden.

Es bleibt abzuwarten, ob Microsoft jetzt versucht den Apple’schen Weg der Informationspolitik einzuschlagen. Ergo, man sagt einfach nichts mehr bis man etwas Fertiges vorzeigen kann. PR mäßig funktioniert diese Taktik bei Apple sehr gut und auch die vergangene Woche zeigt wie viel Aufmerksamkeit Microsoft durch das Nichts erlangen konnte. Ob das den eingefleischten Windows-Fans gefällt wird sich zeigen müssen.

Jedenfalls war die Demo des Multitouch-Windows dürftig. Gezeigt wurde nichts außer der Finger-gesteuerten Oberfläche, wie man sie inzwischen schon von iPhone oder dem “Surface”-Möbel von Microsoft selbst her kennt.

Interessant war auch, dass Gates auf die Frage nach den Höhepunkten von Microsoft mit Windows 95 und Microsofts SharePoint Server antwortete. Windows XP oder gar Vista wurden nicht genannt. Für die Zukunft erhofft er sich weiterhin den Durchbruch von Tablet PCs. Bereits seit einigen Jahren versucht Gates vergebens diese Geräte voranzutreiben.

Hoffen wir, dass Microsoft nicht in die Null-Informations-Politik abdriftet und uns in Zukunft wieder Dinge zeigt, die wir nicht schon von anderen Firmen her kannten. Genug Geld für die Anstellung von Ingenieuren und Technikern über Jahrzehnte hinweg hätte Microsoft jedenfalls. Aber vielleicht ist der Kauf von Facebook, Yahoo und Co. doch interessanter, als in eigene Entwicklungen zu investieren.

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