Windows 8 - Kommt 2011/12 und Internet Explorer 9 Beta im August

Leserbeitrag
6

Die zunächst in einem bei Microsoft gehosteten, aber mittlerweile abgeschalteten Blog aufgetauchte Präsentation zu Windows 8 enthält zahlreiche Details zu Microsofts Plänen für die nächste Windows-Generation. Einen konkreten Zeitplan enthält die unter anderem bei Microsoft-Kitchen veröffentlichte Präsentation nicht. Ein Passwort zum Einloggen soll bei Windows 8 nicht nötig sein. Microsoft setzt darauf, dass 2012 praktisch jeder Rechner über eine Kamera verfügt und will den Nutzer am Gesicht erkennen und automatisch einloggen. Ähnlich verfährt Microsoft schon bei seiner Bewegungssteuerung Kinect für die Xbox 360. Nutzeraccounts in der Cloud Nutzer werden bei Windows 8 aber weiterhin anhand eines Accounts identifiziert. Dabei will Microsoft den Wechsel zwischen Nutzeraccounts in Windows 8 beschleunigen und diese mit der Cloud verbinden. Dadurch wird es möglich, einem Nutzer an unterschiedlichen Rechnern und Geräten seine gewohnte Arbeitsumgebung zur Verfügung zu stellen. Zudem könnte der PC seinen Nutzer dann automatisch bei Websites anmelden. So soll letztendlich der Nutzer stärker im Mittelpunkt stehen, nicht sein Rechner wie bisher. Energieeffizienz als Schlüssel für Windows 8 Eine der größten Baustellen in Windows 8 scheint die

Energieeffizienz zu werden: Geplant ist eine neue Power-Manager-Architektur samt Anpassungen im Kernel. Der Kernel-Scheduler soll einen hybriden Interrupt-Ticker erhalten, der periodisch und aperiodisch arbeiten kann. Auch das Power-Management des Prozessors soll aperiodisch abgewickelt werden, wobei Windows 8 in der Lage sein soll, auch für Zeitspannen von 100 ms in den Idle-Modus zu schalten. Ist ein Nutzer inaktiv, soll die CPU stärker in den Idle-Modus gezwungen und auf Schreib- und Lesezugriffe auf die Festplatte verzichtet werden, wenn dazu die Platte beschleunigt werden müsste. PCI-Geräte sollen sich in Windows 8 komplett abschalten lassen, was Microsoft als ”D3cold” bezeichnet. Zudem sollen sich ungenutzte Teile des Speichers abschalten lassen, um die Leistungsaufnahme weiter zu verringern. Darüber hinaus soll das Ein- und Ausschalten eines Rechners mit Windows 8 schneller werden. Microsoft will den Wechsel in den Hibernate-Modus durch die Abwicklung paralleler I/O-Anfragen und Kompression beschleunigen und den Modus zudem robuster machen. Ein neuer Off-State namens ”Logoff + Hibernate” soll die Vorteile von Hibernate und einem kompletten Booten und Herunterfahren kombinieren. Zudem ist ein neuer Alarmmodus vorgesehen, der es erlauben soll, Wartungsarbeiten auf mobilen Geräten durchzuführen, wenn diese am Strom angeschlossen sind. Windows 8 soll schneller starten Die Startgeschwindigkeit von Windows-8-Systemen will Microsoft nochmals steigern. In manchen Fällen soll das System sofort nach dem Einschalten zur Verfügung stehen und ohne weitere Verzögerungen genutzt werden können.

Microsoft will sowohl das Hochfahren von einem komplett ausgeschalteten System beschleunigen als auch den Wechsel in und aus dem Schlafmodus auf mobilen PCs. Wann immer möglich, sollen stromsparende Standby- und Schlafmodi genutzt werden. Um den herkömmlichen Boot-Prozess zu beschleunigen, plant Microsoft viele kleine Maßnahmen, die zusammen einen spürbaren Effekt haben sollen. So sollen Dienste entfernt, reduziert oder verzögert gestartet werden, wo immer möglich Abläufe parallelisiert und beim Herunterfahren mit harten Zeitgrenzen gearbeitet werden. Große Auswirkungen soll auch der neue Modus Logoff + Hibernate haben, der zum Standardverhalten beim Ein- und Ausschalten wird. Der Modus soll aussehen und sich anfühlen wie der Boot- und Shutdown-Prozess von Windows 7, dabei aber nur die halbe Zeit benötigen – sowohl auf Systemen mit SSD als auch herkömmlichen FestplattenApp Store und Reset-Knopf für Windows 8 Zudem setzt Microsoft auf eine stärkere Differenzierung. Microsoft-Partner sollen in der Lage sein, Windows 8 stärker auf ihre Geräte anzupassen. In Sachen Differenzierung hat Microsoft vor allem drei Geräteklassen im Blick: Tablets (Slates), Notebooks und All-in-One-PCs. Tablets seien vor allem für das Surfen im Web und Medienkonsum, Casual-Gaming, das Lesen und Sortieren von E-Mails sowie die schnellere Kommunikation per Instant Messaging und Social Networks geeignet, heißt es in der Präsentation. Notebooks hingegen hätten ihre Stärken bei klassischen Produktivitätsapplikationen, dem Schreiben von E-Mails sowie der Medienorganisation und -manipulation. Eine Schnittmenge aus den beiden bilden die All-in-One-PCs.

Die Verteilung von Applikationen soll über eine Art App Store erfolgen. Hier orientiert sich Microsoft offenbar am Erfolgsmuster von Apple, das in einer Folie auch explizit erklärt wird. Dabei sollen Microsofts Partner den App Store anpassen, eigene Applikationen bewerben und unter ihrem Namen betreiben können.

Bessere Hilfe

Verbesserungen plant Microsoft im Bereich Hilfe und Support: Neue Werkzeuge sollen Nutzen helfen, ihren PC besser zu verstehen und ihn zu optimieren. Sie sollen zudem besseren Einblick in die verwendeten Ressourcen erhalten.

Reset-Knopf für Windows

Geht einmal etwas schief oder wird der Rechner mit der Zeit langsam, soll eine Art Reset-Knopf für Windows helfen: Windows 8 wird dabei neu installiert, aber sämtliche Nutzerdaten bleiben erhalten. Nach der Neuinstallation des Betriebssystem wird der App Store aufgerufen und die zuvor installierten Applikationen werden neu installiert.

Internet Explorer 9: Beta im August

Die Präsentation enthält auch einige Informationen zum kommenden Internet Explorer 9. Demnach will Microsoft eine erste Beta des Browsers im August 2010 veröffentlichen. Erst danach soll über ein Veröffentlichungsdatum der Final-Version entschieden werden

 

Weitere Themen: Windows 8, Internet

Neue Artikel von GIGA

GIGA Marktplatz