Commodore 64x - 1980er-Design mit 2011er Ausstattung

Tobias Heidemann
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Der Commodore 64 war der meist verkaufte Heim-PC der Welt: In den 80ern begeisterte der C64 eine ganze Generation. Genaue Verkaufszahlen gibt’s leider nicht, aber vermutlich wurden 12 bis 30 Millionen Rechner verkauft. Die Fans von damals sind jetzt ins Alter gekommen und bei den meisten kommen nun nostalgische Gefühle hoch, wenn sie an ihren ersten Rechner denken. Genau das macht sich Commodore USA jetzt zu Nutzen und bringt mit dem Commodore 64x einen echten Klassiker zurückauf den Markt.

Commodore 64x - 1980er-Design mit 2011er Ausstattung

Unerreicht: Das Original

Tüdelüdelü, klick, klick, klick – das war der Sound, der in den 80ern aus vielen Kinderzimmern klang, wenn die lieben Kleinen Pixel-Charaktere mit dem Joystick über den Monitor steuerten. Der C64 wurde von den Kids wegen seiner großen Auswahl an farbigen 2D-Spielen (!) geschätzt, denn der C64 konnte immerhin 16 Farben darstellen. Der damals revolutionäre dreistimmig polyphone Soundchip sorgte für die Sound-Untermalung – jeder echte Gamer hat jetzt wahrscheinlich den Sound von “Donkey Kong” oder “Pac Man” im Ohr!


Das Angebot an Spielen und anderer Software für den C64 war für damalige Verhältnisse enorm: Neben Textverarbeitung und Tabellekalkulation, gab es auch Grafik- und Lernprogramme. Da interne Festplatten zur C64-Zeit noch Zukunftsmusik waren, mussten die Daten durch verschiedene Zusatzgeräte ein- und ausgespielt werden. Am beliebtesten waren die 5¼-Zoll-Diskettenlaufwerke und die Datasette, über die Daten auf handelsübliche Kassetten ausgelesen und gespeichert werden konnten. Bis ein Programm startete, vergingen schnell 30 Minuten – das wäre heute unvorstellbar!

Aber nicht nur Gamer hatten ihren Spaß am C64 – viele Spezies hockten stunden- oder tagelang in ihren Kämmerchen und entdeckten das Programmieren für sich. Die meistgenutzten Programmiersprachen auf dem C64 waren BASIC und Assembler.

Anfang der 90er Jahre endete die Commodore 64-Ära. Die Firma Commodore meldete 1994 Insolvenz an – der Markenname blieb aber mehr oder weniger erhalten. Heute heißt es weltweit Commodore USA

Der Neue: Commodore 64x

Altes Design, neuer Inhalt – das soll der Erfolgsgarant für den Commodore 64x sein.
Die Älteren werden beim Anblick des Retro-Gehäuses fröhlich schmunzeln. “Was ist das denn für ein hässlicher, grauer Klotz?” werden wahrscheinlich Jüngere fragen.


Dabei versucht Commodore USA mit dem C64x einen zeitgemäßen Rechner auf den Markt zu bringen. Der Retro-Rechner enthält ein Mini-ITX-Mainboard mit einem Intel Dualcore-Atom D525 mit 1,8 GHz. Ein Nvidia ION2-Chipsatz übernimmt die Grafik – der Kartenleser ist beim C64 natürlich integriert

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