Wie gut eignen sich Macs für den Einsatz in Unternehmen? Welche technischen und betriebswirtschaftlichen Fragen sollten sich IT-Verantwortliche stellen, wenn sie sich zwischen Mac OS X und Windows entscheiden müssen? Dieser Frage geht Steffen Hellmuth, Autor des aktuellen Buches Der Mac im Unternehmen, über zehn Folgen hinweg auf macnews.de nach. Heute im Blickpunkt: potentielle Einsatzgebiete im Windows-/Mac-Netzwerk.

 

Eines kann mit Sicherheit gesagt werden: Ein Mac kann grundsätzlich für viele Anforderungen in Unternehmen – wenn nicht sogar für jede für einen Computer in Frage kommende Aufgabe – eingesetzt werden. Die Frage nach der besseren Plattform für einen bestimmten Einsatz ist ebenso schwierig wie nur pauschal zu beantworten.

Die Fragestellung sollte im Rahmen der Evaluierung auf folgende Punkte ausgeweitet werden:

Geplanter Einsatzzeitraum für die Client-Infrastruktur

  • Berücksichtigung von »End of Life« der Client-Hardware
  • Zeitpunkt des Kaufs bezüglich Stand des Betriebssystems

Anforderungen an die Clients

  • Hardwareausstattung (Leistungsniveau, Erweiterungsmöglichkeit, Qualität etc.)
  • Betriebssystemfunktionalität (Vorteile durch integrierte Funktionalität)
  • Softwareausstattung (Umfang, Qualität und Kosten für notwendige Software)
  • Stabilität und Ausfallsicherheit
  • Bedienbarkeit / Schulungsaufwand

Kosten bis zum „End of Lifecycle“ der Clients

  • Abschreibungskosten (inkl. Garantiezeitraum)
  • Supportaufwand / Kosten für Systempflege
  • zu erwartende Reparaturkosten
  • Aufwand und Kosten für die Gewährleistung der Datensicherheit
  • Kosten für sonstiges Clientmanagement (Inventar- bzw. Asset Management)
  • Kompatibilität zu vorhandener Infrastruktur
  • Kompatibilität zu möglichen vorhandenen Servern und Systemen
  • etwaige Investition in neue Serverinfrastruktur

 

Erst nachdem alle relevanten Rahmenbedingungen und Anforderungen bekannt sind, können die entscheidenden Fragen zur Plattform berücksichtigt werden.

Berechnungsgrundlagen im IT-Support

TCO / Total-Cost-of-Ownership ist die Methode der Kostenberechnung, die von den meisten Unternehmen herangezogen wird, um die direkten und indirekten Kosten der IT-Infrastruktur aufzuzeigen und zusammenzuführen. In den vergangenen Jahren gab es dazu Studien, die sich mit den IT-Kosten in vielen Unternehmensbereichen auseinandersetzten.

Eine direkte Aufstellung und Studie von aktuell zu erwartenden und bestehenden IT-Kosten in Deutschland gibt es so nicht.

Ganz grundsätzlich: Warum eigentlich Apple?

Nachfolgend haben wir einige Gründe und Argumente zusammengetragen, die bei einem Vergleich zwischen Hard- und Software für Apple im Unternehmen sprechen könnten. Nicht jedes der angesprochenen Punkte ist dabei eins zu eins in jedem Umfeld signifikant, aber dennoch in der ganzen Tragweite sicherlich interessant.

  • Ein Apple-Computer wird im Durchschnitt ein Jahr länger eingesetzt als ein Windows-PC, was den Anschaffungspreis zusätzlich relativiert.
  • Die im Betriebssystem integrierte Backupfunktion Time Machine reduziert das Risiko auf Datenverlust auf äußerst komfortable und sichere Weise – und sie ist kostenfrei enthalten!
  • Das Betriebssystem Snow Leopard wird in nur einer Version angeboten, in der alle Funktionen integriert sind und diese mit 32- oder 64 Bit automatisch betreibt. Man muss nicht zwischen einer Vielzahl von Versionen auswählen, wie das bei Windows 7 der Fall ist (auch bei früheren Windows Versionen). Außerdem gilt somit ein Preis, der im Vergleich den Business-Versionen von Windows wesentlich günstiger ist.
  • Durch den Einsatz aktueller Technologien, sind Apple-Computer auch mit zunehmenden Alter noch performant und mit einem aktuellen Betriebssystem funktionsfähig.
  • Treiberkonflikte von Peripheriegeräten treten aufgrund der Systemstruktur kaum auf.
  • Es können keine Konflikte mit DLLs auftreten, die den Support in der Effizienz der Fehlersuche negativ beeinträchtigen.
  • Ein Virenschutz auf einem OS X von Apple muss derzeit hauptsächlich für die passive Sicherheit sorgen, um zum Beispiel keine Windows-Viren via E-Mail weiterzuleiten. Die Virenverbreitung auf der Windows-Seite steht in keinem Verhältnis.
  • Snow Leopard ist das erste und derzeit einzige Betriebssystem, in dem die Exchange-Integration umgesetzt wurde. Es muss keine zusätzliche Software installiert werden. (Auf die Möglichkeiten gehen wir im Verlauf der kommenden Seiten näher ein.)
  • Die Softwareverwaltung lässt auf OS X weitaus komfortablere Funktionen zu. So können Dateien oder Programme als Filestruktur auf den Client verteilt und wieder entzogen werden.
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    Im nächsten Beitrag gehen wir näher darauf ein, welches Mac-Modell sich konkret im Unternehmen für welchen Zweck am besten eignet.

     

    Autor: Steffen Helmuth

    Alle Tipps aus dieser Serie stammen aus seinem neuen Buch Der Mac im Unternehmen.

    Um die zahlreichen Vorteile eines Mac-Netzwerkes zu verdeutlichen, nimmt er die marktüblichen Anforderungen und Vorstellungen genauer unter die Lupe. Auch stellt der tägliche IT-Support für Firmen ein wichtiges Kriterium darm Hellmuth erläutert praxistaugliche Lösungswege ergänzt sie durch Erkenntnisse aus Studien und eigene Erfahrungen ergänzt. Darüber hinaus beleuchtet das Buch wichtige sicherheitstechnische Aspekte und zeigt sinnvolle Backup-Funktionen für Mac-Clients im Unternehmen.

    Der Preis liegt bei 34,80 Euro, es lässt sich bei Mandl & Schwarz versandkostenfrei bestellen.

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