GIGA Schlechtenliste - Die 10 schlimmsten Horror-Tools

Holger Blessenohl
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Nach dem großen Welterfolg der GIGA Schlechtenliste mit den 10 Alpträumen des Webdesigns folgt hier die nächste Liste des Grauens. Schlag auf Schlag Software mit unterirdisch behämmerten Layouts, Features, die nicht funktionieren und Freeware, die bis zum Rand mit Spy- und Adware zugemüllt wurde. Einige Programme sind allerdings auch eher skurril als schlecht, aber das könnt ihr dann ja selbst sehen.

GIGA Schlechtenliste - Die 10 schlimmsten Horror-Tools

Platz 10: Cacheman

Fangen wir mal ganz langsam an, wir können uns dann ja später noch steigern. Auf Platz 10 steht zum Einstieg ein Programm, das mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit absolut sinnlos bis gefährlich ist. Wir zeigen hier Cacheman von Outertech stellvertretend für die gesamte Tool-Gattung von System-Tunern, die angeblich den Rechner schneller machen, die DSL-Geschwindigkeit erhöhen oder eben wie hier die Windows-Speicherverwaltung verbessern wollen.

Entstanden ist diese Software-Gattung in den seligen Zeiten von Windows 95 und 98. Damals lag beim beliebtesten Betriebssystem der Welt tatsächlich noch einiges im Argen und Programme wie TuneUp und ähnliche konnten das System durchaus noch beschleunigen und stabiler machen. Spätestens seit Windows XP gehören diese Tuning-Vorteile aber in den Bereich moderner Mythen, schließlich arbeiten auch bei Microsoft nicht nur Idioten. Die Systemeinstellungen von Windows sind inzwischen so nahe am Optimum, dass selbst das beste Tool nur noch minimale Verbesserungen herausholen könnte, die – selbst wenn vielleicht messbar – garantiert nicht fühlbar sind.

Auf der anderen Seite ist es aber nie ungefährlich in den Windows-Systemeinstellungen herumzupfuschen. Und wenn Cacheman sogar einen manuellen Modus anbietet, um die Speicherverwaltung in die Hände des Users zu geben, ist das in Kombination mit einem DAU fast schon fahrlässige Computer-Zerstörung. Sinnvoller und auch für DAUs nutzbarer könnten die von Cacheman unter “Auto-Optimierung” angebotenen sechs Profile wie “Maximale Geschwindigkeit”, “Notebook/Netbook” oder “Das Beste aller Welten” sein. Nur stehen diese leider nicht in der kostenlosen Freeware-Version zur Verfügung, der Lizenz-Key für die Vollversion kostet aber rund 30 US-Dollar. Mal ganz ehrlich Leute, wenn ihr irgendwie Probleme mit eurem Arbeitsspeicher habt, dann nehmt diese 30 Dollar, die das Programm kosten soll, legt noch mal 10 Dollar drauf und kauft einfach einen größeren Riegel. Der bringt wenigstens was.

Horrortool-Rubrik: Placebos und sonstige Speicherplatzfresser

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