IDC-Studie: Windows 8 wird PC-Markt wiederbeleben

Matthias Schleif
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Eigentlich könnte man sich das, was die IDC da als Studie verkauft, auch aus den eigenen fünf Fingern saugen. Ob man den zusammenfassenden Erkenntnissen dagegen Glauben schenkt, ist eine ganz andere Frage. Erst mit Windows 8 käme der Markt voraussichtlich wieder in Schwung, richtig Fahrt käme sogar erst gegen Jahresende wieder rein.

Versetzen wir uns einfach mal in die Lage eines “Durchschnitts-Anwenders” auf der Suche nach einem neuen Rechner: im nächsten Monat kommen neue Grafikkarten von Nvidia auf den Markt, die neue Serie von AMDs Radeon-GPUs und Fusion-APUs wird gerade vervollständigt, Intel steht kurz vor der Einführung einer neuen Prozessorgeneration und Windows 7 läuft grad aus; warum also sollte man sich momentan für ein System entscheiden (können)? Insofern ist es halt nur wenig verwunderlich, dass die IDC gerade mit der Einführung des neuen OS aus Redmond eine Zunahme der weltweiten Verkaufszahlen erwartet.

Im Einzelnen prognostizieren die Analysten nur leicht steigende Verkaufszahlen von etwa 1,8% für das erste Halbjahr 2012, das damit ähnlich kläglich anfange, wie das letzte geendet hatte. Bis zum Jahresende könne aber mit einer durchschnittlichen Steigerung um etwa 5% gerechnet werden, wobei wieder einmal die Notebooks, inklusive der Ultrabooks, die Desktop-PCs “outperformen” würden. Für den mobilen Bereich rechne man daher mit einem etwa 8%igen Wachstum, wobei die Desktopsparte mit 0,5% nahezu stagnieren werde. Unter diesem Aspekt sehen die Bemühungen Nvidias und AMDs, immer bessere und leistungshungrigere Grafikkarten zu bauen, aus wie ein Hobby. Vielleicht verhält es sich ja aber auch wie in der Formel 1, bei der der erreichte Entwicklungsschritt jeweils nach unten weitergereicht wird, bis er im Serienfahrzeug ankommt.

Wie dem auch sei, auch in 2012 scheint es wieder Märkte zu geben, die sich deutlich mehr lohnen, als der PC-Markt. Sogar in China würden die Absätze voraussichtlich schwer einbrechen: mit “nur noch” 9% Wachstum sei China so langsam unterwegs, wie seit Jahren nicht mehr. Insgesamt könnten aber auch die durch die Flutkatastrophe entstandenen Engpässe bei der Lieferung von Festplatten aus Thailand den Markt zumindest etwas verteuern, was sich ebenfalls dämpfend auf die Absätze auswirken würde.

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