Microsoft: Kein Windows Phone 7 für Tablets

Florian Matthey
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Das iPad arbeitet mit iOS, viele Konkurrenten setzen auf Googles Android, HP setzt mit dem TouchPad auf sein webOS und RIM mit dem PlayBook auf sein BlackBerry-Betriebssystem. Tablets mit Windows Phone 7 wird es allerdings nicht geben: Nach Microsofts Lesart sind Tablets aber PCs und keine größeren Smartphones.

Microsofts Windows-Phone-Präsident Andy Lees erklärte auf Microsofts Worlwide Partners Conference, dass Kunden all das, was sie mit einem PC machen können auch mit einem Tablet machen wollen. Microsoft sehe Tablets deshalb aber als PCs. Auf diesen Geräten ein Mobil-OS zu installieren widerspräche der Auffassung, dass jeder Computer die Leistungsfähigkeit eines PCs bieten sollte. Seit der Einführung des iPad hat Microsoft allerdings seine Vorherrschaft auf dem Markt der Tablet-Rechner verloren.

Lees greift somit immerhin die Frage auf, worum es sich beim iPad und Co. eigentlich handelt: In vielen Statistiken tauchen die Geräte als Computer auf, weshalb Apple binnen kürzester Zeit einer der größten Hersteller von Mobil-Rechnern weltweit geworden ist. Dass mit dem iOS allerdings ebenso wie auf den meisten Geräten der Konkurrenz ein Mobil-Betriebssystem auf dem iPad installiert ist, spräche eher dafür, Tablets in einer anderen Kategorie als PCs zu sehen. Ob Tablets allerdings etwas in der Mobil-Kategorie zu suchen haben, ist ebenfalls unklar: Der Facebook-CEO Mark Zuckerberg betonte letztes Jahr, dass ein iPad nicht mobil sei.

Mit dem Mobil-Markt hatte Microsoft in letzter Zeit seine Probleme, was auch Steve Ballmer nicht bestreitet: Microsofts CEO erklärte im Rahmen der Konferenz, dass sein Unternehmen sich auf dem Markt in Sachen Marktanteil seit der Einführung von Windows Phone 7 von “sehr klein zu sehr klein” bewegt habe. Dennoch sei es ein tolles Jahr gewesen, und in Zukunft werde sich noch viel entwickeln. Als nächstes steht das ein Upgrade des Mobil-OS mit dem Codenamen “Mango” an: “Mango ist für die meisten Leute in diesem Raum eine Frucht. Ich mag sie persönlich lieber als Äpfel”, so Ballmers Seitenhieb gegen den Konkurrenten.

Auf dem PC-Markt könne der Mitbewerber Microsoft aber weiterhin wenig anhaben: Im letzten Jahr hätten sich 350 Millionen Windows-PCs verkauft. Andere Rechner erreichten einen Wert von 20 Millionen. “20 sind zu viel, aber als ich mich das letzte mal erkundigt habe waren 350 viel mehr als 20″, so Ballmers Analyse.

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