Mac langsamer als Windows für Spiele

Bernd Korz

Während sich Steve Jobs über Adobe und deren Flashplayer grün und blau ärgert gibt er die alleinige Schuld Adobe was die Performance und Stabilität angeht, Mac OS X als System und der Mac als Hardware sind hier über jeglichen Zweifel erhaben. Auch bei Steam wird er sich sicherlich seine Meinung bilden und einzig den Entwicklern die Schuld geben.

Der Steam Client ist nun seit einigen Tagen für Mac OS X erhältlich und es gibt mittlerweile auch einige sehr interessante und “coole” Spiele für die Plattform und Valve sammelt auch schon kräftig Daten für deren Statistiken. Zwei von Drei Mac OS X Nutzern lassen Steam über ein Laptop laufen, nach einer Woche sind bereits 11% der Lizenzen an Mac User verkauft worden.

Hier nun die volle Stärke von Apple was die Art der Programmierung angeht, denn Stabilität war schon immer eine der herausragenden Stärken von Mac OS X im Vergleich zu Windows nicht zuletzt sicherlich auch durch den Unterbau Unix. So stellt sich heraus, dass die Mac OS X Version von Steam fünfmal stabiler ist als der Windowspedant.

Was die Performance angeht, so muss man hier allerdings teilweise massive Abstriche in Kauf nehmen. Die Treiber für Mac OS X wurden bis heute nicht auf 3D und OpenGL optimiert, anders bei Windows. Ein OpenGL Benchmark, der die Performance zwischen Mac OS X 10.6.3 und Windows 7 vergleicht zeigt sich, dass das Produkt von Microsoft schon seit vielen Jahren unter der Zockercommunity mehr als nur beliebt ist.

Seit Mac OS X 10.6.3 hat Apple jedoch stark aufgeholt, auf die neueste OpenGL Version umgestellt und die meisten API Elemente in die Mac OS X Umgebung implementiert. Hier sieht Valve Gründer Gabe Newell eine große Chance für deren Unternehmen: “Bisher sind wir natürlich auf der Windowsplattform wesentlich stärker vertreten und unsere Plattform ist komplett darauf optimiert.”, Mitchell weiter dazu:” Das liegt aber einfach daran, dass wir schon seit Jahren Spiele für Windows ausliefern und erst seit einer Woche für den Mac.”

Neben der eher noch ernüchternden Performance sieht Mitchell aber ganz andere Vorteile mit dem Mac aufkommen, so sieht er es als einen riesen Pluspunkt, dass Mac OS X im Grunde auf sehr wenig unterschiedlicher Hardware läuft und dadurch die Spiele erheblich einfacher angepasst werden können. Auch in Sachen Fehlerbeseitigung sparen Entwickler einen Großteil der Zeit, es müssen keine unzähligen Anpassungen mehr für 100 verschiedene Grafikkarten oder Treiber vorgenommen werden. Newell ist “…überrascht, dass die Spiele viel stabiler unter Mac OS X laufen als unter Windows, das freut uns ganz besonders…”.

Das Problem it der Grafikperformance sieht der Geschäftsführer eher als sekundär, er geht davon aus, dass sich das auch in sehr naher Zukunft alles einpendeln wird. Die Vorteile überwiegen schon jetzt.

Spiele

  • Leserbeitrag

    Wir kennen ja alles das Problem: Wir haben einen neuen Rechner, aber die alten Spielen laufen unter dem System nicht. Deshalb hat sich Microsoft gedacht, dass das nicht so weitergehen kann und hat einen Patch veröffentlicht, der nun älteren Spielen es ermöglicht...

  • Florian Matthey 12

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