Windows 8: Rahmen für Metro-Games und ein Wettrennen gegen 7

Matthias Schleif

Während die CeBIT in Hannover mit Pomp und Brimborium aufmerksam verfolgt wird, geht nebenher in San Francisco die Game Developer Conference von Microsoft fast unter. Auf diese wurde jedoch nun der Rahmen vorgestellt, in dem Metro-Spiele in Zukunft entwickelt werden sollen. Die Redmonder setzen dabei weiter auf DirectX, dann in Version 11.1, aber auch jetzt ist Windows 8 wohl schon schneller, als sein Vorgänger.

In einer Art “Sandbox-Prinzip”, also abgeschottet von anderen Desktop-Anwendungen, sollen die Entwickler ihre Spiele schreiben, berichtet heise.de, da so die größtmögliche Sicherheit heraus zu holen sei. Aber auch in punkto Plattform-Migrität soll das Microsoft-OS recht anspruchsvoll sein, was aus der großen Palette zu unterstützender Hardwarekomponenten resultiert. Erst vor wenigen Tagen hatte man ja das “Tango-Update” für die Windows Phone-Plattform vorgestellt, mit dem die Hardwareanforderungen – zumindest an Smartphones wie dem Nokia Lumia 610 – weiter herab gesetzt wurden, obwohl es auch mit den Metro-Apps arbeitet. Einerseits entsteht so ein schlankes System, das auch mit wenig Rechenpower klar kommt, andererseits wird eben die Integration jeglicher Plattformen aufwändiger. In das Ökosystem um Metro eingeschlossen werden auch die XBox, die XBox-Controller, Kinect-Hardware und was sonst noch so alles an Hardware von Microsoft stammt. Ein plattform-übergreifendes Spieleerlebnis wird aber – bis auf Ausnahmen – schon allein wegen der lizenzrechtlichen Bestimmungen schwierig, wenngleich dies als Fernziel natürlich ins Auge gefasst ist.

Zwar werden auch bei Microsoft die Veröffentlichungszyklen kürzer, grundsätzlich will man aber langfristiger denken, als eben Google mit den dauernden Android-Updates es vorgemacht hat. Da Microsoft sich dennoch zum Ziel gesetzt hat, auf möglichst allen Devices  eine einheitliche Darstellung zu verwirklichen (Metro), ohne zwischendurch neue “Ice Cream Sandwiches” schmieren zu müssen, wird den Entwicklern also einiges abverlangt werden. Umsatzverfielfachungen seien vor allem mit kostenlosen Lock-Programmen erzielt worden, gibt der Softwareriese den Beteiligten noch an die Hand.

Unterdessen…
haben sich die Kollegen von der Chip einem kleinen Benchmark-Racing gewidmet, in dem Windows 8 gegen Windows 7 antreten musste. Konnte sich das auf mittlerweile mehr als 500 Million Rechnern installierte Windows 7 gegen die Developer Preview anstinken, zieht die Consumer Preview des Metro(-sexuellen) OS nun klar vorbei. Bootvorgänge, Shutdowns, Gaming und Kopiervorgänge, einfach alles, was von den Kollegen der Chip in ihrem Vergleich getestet wurde, lief unter Windows 8 nun besser und vor allem schneller ab.

Weitere Themen: Windows 8, Microsoft

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