Windows 8 - Tipps, Tricks und ein Startbutton zum Nachrüsten

Matthias Schleif
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Zugegeben, die Nachrichtenlage ist etwas dünn in den letzten Tagen, was sicher mit der abgelaufenen CeBIT beziehungsweise der damit endenden Messesaison zusammen hängt. Zeit für uns, vielleicht ein paar Infos nachzureichen, die im Messetrubel untergegangen sind: den Anfang macht heut Microsoft mit Windows 8.

Windows 8 - Tipps, Tricks und ein Startbutton zum Nachrüsten

Installiert man sich die Consumer Preview Version von Windows 8, die Microsoft ja zum Download freigegeben hatte, einfach so über das vorhandene Windows 7, Vista oder XP ist eine Nutzung des alten OS nur noch unter bestimmten Voraussetzungen möglich und kann nur auf recht umständlichen Wegen wieder als Startbetriebssystem eingerichtet werden. Dieses Problem gar nicht erst aufkommen zu lassen, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Je nach Ausstattung des benutzten Rechners bietet sich aus Performancegründen vor allem die Nutzung einer virtuellen Maschine an, mit der “8″ in einem geschützten Bereich auf der Festplatte sozusagen eingesperrt werden kann. Wegen des dann doppelt laufenden Windows-Systems (Basis+virt.Maschine) ist diese Variante allerdings sehr RAM-hungrig…mit weniger als 4GB verbautem Hauptspeicher braucht man das wohl gar nicht erst zu versuchen. Programme, die derlei “virtuelle” Computer auf den eigenen Rechner zaubern, gibt es mittlerweile einige. VirtualBox, VMWare und “Virtual PC” von Microsoft selbst sind wohl die gängigsten.

Ähnliche Performance-Einbußen wird man wohl auch bei der zweiten Variante einkalkulieren müssen, es sei denn, man schätzt sich als glücklichen Besitzer eines USB3.0-Anschlusses. Mit der ausschließlich von einem USB-Stick laufenden “to go”-Version gibt Microsoft Interessierten noch die Möglichkeit, ihr System in der Hosentasche mitzuführen, um es womöglich hier und da mal vorzuführen. Das Nadelöhr “USB 2.0″ gilt natürlich auch für den Stick, wobei die USB-Version aber wohl auch von einer eSATA-Platte gestartet werden könnte. Lobenswerter Weise haben die Redmonder die Inhalte auf dem Stick auch noch verschlüsselt, so dass man sich bezüglich der Sicherheit seiner Daten nur bedingt Sorgen machen muss.

Start8
Unterdessen ist auch die erste, echt sinnvolle App für Windows 8 beziehungsweise die Metro GUI erschienen. Diese rüstet den so fies vermissten Startbutton nach, den MS wohl irgendwie vergessen zu haben scheint. Die typische Geste, die Maus nach unten links zum Startbutton zu ziehen, um dann festzustellen, dass der Startbutton eben nicht mehr da ist und man sich einen anderen Weg überlegen muss, greift damit nicht mehr. Eigentlich ist das Startmenü zwar auch nichts weiter, als ein Ordner in der Windowsstruktur, doch die besonderen Funktionen richtet erst die kleine Start8-App wieder nach. Das Programm wird von der Firma Stardock unentgeltlich vertrieben, kostet aber die Preisgabe einer funktionierenden E-Mail-Adresse. Zumindest das “look&feel” dürfte so vielen Umsteigern leichter zu akzeptieren sein. Dass damit die Kritik insgesamt verschwindet, die sich zum Beispiel auch auf so wichtige Fragen wie Logogestaltung und dergleichen bezieht, ist wohl eher unwahrscheinlich.

Weitere Themen: Microsoft Windows, AppKack der Woche: Die schlechtesten Mobile Games, Microsoft

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