Falscher Anruf von Microsoft: Auch 2017 eine Gefahr

Martin Maciej
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Microsoft gehört zu den renommiertesten und bekanntesten Unternehmen in der IT- und Medienwelt. Vor allem weniger versierte PC-Nutzer vertrauen auf das Betriebssystem Windows und dürfen demnach auch ohne technisches Interesse die Marke Microsoft kennen. Immer wieder nutzen dabei auch Betrüger den Namen Microsoft für ihre Zwecke aus. Auch 2017 müssen sich Nutzer vor Fake-Anrufen von Microsoft schützen.

Die Bekanntheit von Microsoft machen sich wieder vermehrt Betrüger zunutze. Im Namen des Microsoft-Supports werden Anrufe getätigt, hinter denen sich böswillige Absichten verstecken.

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Was bedeutet Phishing?

Anruf von Microsoft: „Der Computer ist infiziert“

PC-Nutzer erhalten auch 2017 immer wieder Anrufe von einem angeblichen Microsoft-Support. Die angeblichen Microsoft-Arbeiter sprechen in der Regel Englisch, die Nummer stammt aus dem Ausland. Der vermeintliche Support-Mitarbeiter von Microsoft versucht zur dringenden Installation einer Sicherheitssoftware zu überreden. Grund hierfür ist ein angeblicher Virenbefall, der von dem vermeintlichen Service festgestellt wurde.

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  • Um dem Opfer die Arbeit abzunehmen, wird dabei eine Wartung des PCs per Fernzugriffs vorgeschlagen.
  • Vorgegeben wird hier, dass auf dem PC ein dringendes Sicherheitsupdate fehlt, womit Hackern und Cyberkriminellen angeblich Tür und Angel geöffnet wären.
  • Opfer einer Cyber-Attacke wird man allerdings gerade dann, wenn man dem netten Supportkontakt den Zugang zum eigenen PC gewährt.
  • Dieser installiert nicht etwa das wichtige Sicherheitsupdate, sondern richtet eine Spionage-Software oder einen Trojaner auf dem Rechner ein, um persönliche Daten auszuspähen.
  • Gleichzeitig wird die angebliche Service-Leistung mit einer Pauschale von über 50 € bis 300 € in Rechnung gestellt. Dieser Betrag soll per Kreditkarte oder Western Union beglichen werden, deren Daten man ebenfalls per Telefon übermitteln soll. Weigert man sich, den geforderten Betrag zu zahlen, könnten die Cyber-Angreifer private Daten löschen oder den Rechner anderweitig manipulieren. So will man das Opfer zur Zahlung erpressen.

microsoft-warnung

So funktioniert der Betrug:

  • In der Regel werden die Fake-Anrufe in englischer Sprache geführt.
  • Hierbei wird auf angebliche Trojaner oder Viren hingewiesen.
  • Mittels Fernzugriff soll eine Sicherheitssoftware installiert oder Lizenzen verlängert werden.
  • Vielmehr handelt es sich hierbei allerdings selbst um Schadsoftware, die eingerichtet wird. Dabei kann es sich um ganz gewöhnliche Programme für die Fernwartung handeln, wie etwa TeamViewer. Das Tool wird häufig verwendet, um Reparaturen an PCs aus der Ferne durchzuführen. Betrüger können jedoch alle Handlungen am PC nachverfolgen und zum Beispiel Passwörter ausspähen. Nimmt man die oben genanntze Zahlung für die Fake-Dienstleistung per Online-Banking vor, können die Betrüger dem geforderten Betrag schnell noch eine 0 hinzufügen. So wird aus einer geplanten Überweisung von 300 € schnell unbemerkt eine Umbuchung von 3000 €.

Die Cyber-Kriminellen treten in verschiedenen Rollen auf:

  • Microsoft Support Team
  • Windows Help Desk
  • Windows Service Center
  • Windows Technical Department Support Group
  • Microsoft Supprt
  • Windows Service Center
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Betrügerische Anruf vom Microsoft-Support – nicht rangehen, Betrugsversuch melden!

Die Betrugsmasche per Microsoft-Anruf zieht bereits seit Monaten seine Runden und hat bereits 2014 einen ersten Höhepunkt erreicht. Im Februar 2016 mehren sich wieder die Meldungen bei der Polizei. In einigen Fällen wurde bereits das Online-Banking von Nutzern gekapert und Geld vom eigenen Konto transferiert. Auch die Polizei warnt davor, sich nicht auf angebliche Anrufe des OS-Herstellers einzulassen. Solltet ihr einen verdächtigen Anruf erhalten haben, könnt ihr diesen direkt bei Microsoft online melden. Nutzt hierfür einfach das dafür vorgesehene Meldeformular.

  • Erhaltet ihr einen Anruf von Microsoft, notiert euch die Rufnummer.
  • Vor allem beim Anruf über eine ausländische Telefonnummer solltet ihr skeptisch werden.
  • Geht auf keine Forderungen des angeblichen Support-Mitarbeiters ein.
  • Gebt vor allem keine Kreditkartendaten am Telefon heraus und führt auch keine Installation von Fernwartungssoftware, über die das angebliche Sicherheitsupdate eingespielt werden soll, durch.
  • Microsoft selbst wird euch niemals per Telefon kontaktieren, wenn Sicherheitsprobleme vorliegen sollten.
  • Mit einem automatischen Windows Update seid ihr in der Regel vor Bedrohungen geschützt.
  • Solltet ihr solche einen Anruf erhalten, notiert die Nummer und wendet euch direkt an die Polizei.
  • Solltet ihr bereits auf die Microsoft-Betrugsmasche hereingefallen sein, kappt sofort die Internetverbindung an eurem PC und lasst einen Virenscanner seine Arbeit tun.
  • Solltet ihr die eigenen Kreditkartendaten am Telefon herausgegeben haben, kontaktiert eure Bank und lasst die Karte gegebenenfalls sperren, um einen finanziellen Schaden zu vermeiden.

Solltet ihr also einen angeblichen Anruf von Microsoft erhalten, legt sofort auf.

Ursprünglicher Artikel vom September 2014, aktualisiert am 20. Juni 2017

Quelle: Microsoft.com

Weitere Themen: Malware, Microsoft

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