Camino: Zukunft von Gecko-Browser ist ungewiss

Florian Matthey
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Die Zukunft des alternativen Web-Browsers Camino ist ungewiss: Mozillas Entwickler-Team möchte sich in Zukunft stärker auf das beliebteste Projekt Firefox konzentrieren und keine Gecko-Integration in andere Browser mehr unterstützen. Ob nach dem fast fertig gestellten Camino 2.1 noch größere Updates kommen werden, ist daher unklar.

Camino ist ein Web-Browser auf Mozilla-Basis, der vor allem in den frühen Mac-OS-X-Tagen sehr beliebt war: Seinerzeit lieferte Apple den Internet Explorer als Standard-Browser, Safari gab es noch nicht. Camino erfreute sich aber auch zuletzt einer gewissen Beliebtheit, wenn auch in einer kleineren Gruppe. Der Browser setzt auf Mozillas Rendering Engine Gecko und glänzt vor allem durch eine komplett auf den Mac zugeschnittene Benutzeroberfläche.Mozillas Entwickler-Team unterstütze bislang solche Projekte, möchte aber in Zukunft neue Prioritäten setzen und sich auf Firefox konzentrieren. Die Engine Gecko 2.0, auf der auch Firefox 4 aufbaut, bietet nicht mehr die Möglichkeit, dass andere Anwendungen auf ihr aufbauen. Das Camino-Team möchte nun erst einmal Camino 2.1 veröffentlichen, der mit Gecko 1.9.2 arbeitet – und so mit Firefox 3.6 gleichziehen. Danach wird es auf jeden Fall noch Wartungs- und Sicherheitsupdates geben. Für größere Updates bliebe die Möglichkeit, mit Camino zur Rendering Engine WebKit zu wechseln, auf der unter anderem Apples Safari und Googles Chrome basieren. Der Schritt wäre allerdings sehr aufwendig – so dass Camino für diesen Fall noch tatkräftige Entwickler als Unterstützer bräuchte.

Weitere Themen: browser, Mozilla Foundation

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