Firefox: Erhält native Android-Oberfläche, soll deutlich flotter und schlanker werden

Christopher Göbel
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Der mobile Firefox-Browser für Android konnte bislang, gelinde gesagt, alles andere als überzeugen. Viel zu langsam sei der Browser; einmal beim Start und auch was die Ladezeiten anbetrifft. Mit einem nativen Android-Interface, welches die bisherige XUL-Oberfläche ablösen soll, will man diese Probleme nun bekämpfen — allerdings bedeutet die neue Technik auch das Ende der klassischen Erweiterungen.

Firefox: Erhält native Android-Oberfläche, soll deutlich flotter und schlanker werden

Immer wieder betont man bei Mozilla, dass der eigene mobile Browser sehr wichtig sei und in Zukunft eine sehr große Rolle spiele. So betrachtet Jonathan Nightingale, der Direktor der Firefox-Engine, den mobilen Browser “als wichtig für ein offenes Web”. Um dies zu garantieren, hat man bei Firefox das Team, das sich um die Android-Version des feurigen Fuchs kümmert, deutlich ausgebaut — welches nun die mobile Variante in eine komplett andere Richtung steuern will.

Denn statt der bisherigen, XUL-basierten Oberfläche, will man künftig eine native Android-UI benutzen, die gleich verschiedene Verbesserungen mit sich bringen soll: So soll der für mich als Chrome-verwöhnten Menschen momentan ewig dauernde Startprozess deutlich beschleunigt werden, welcher dann in einem “Bruchteil von Sekunden” erfolgen soll. Außerdem soll Firefox für Android weniger Arbeitsspeicher benötigen und das Zoomen von Webseiten soll entsprechend flüssiger vonstatten gehen. Auch soll der Akku des jeweiligen Smartphones geschont werden.

Doch mit dem Wechsel der Oberfläche geht auch ein großes Problem einher: Denn die klassischen, auf XUL-basierten Add-Ons, welche dem Browser momentan noch einige Pluspunkte bescheinigen, funktionieren dann nicht mehr. Da man aber weiterhin Erweiterungen für den Browser anbieten will, ist man momentan in Diskussionen darüber, wie man ein neues Add-On-System für den mobilen Feuerfuchs umsetzen kann. “Wir sprechen noch mit dem Team darüber, wie wir Erweiterungen am besten unterstützen und Lokalisierungen für alle Firefox-User weltweit sicherstellen können“, so Nightingale.

Einen genauen Zeitplan für den Umstieg auf die neue Oberfläche hat man momentan noch nicht — dass solch ein Wechsel nicht von heute auf morgen zu bewältigen ist, scheint klar. Aktuelle Diskussionsnotizen verweisen darauf, dass man frühenstens in Firefox 11 eine native Android-UI anbieten könne, welche nach dem aktuellen Zeitplan für März 2012 geplant ist.

Weitere Themen: Android, Mozilla Foundation

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