Firefox ohne h.264 - Shaver klärt auf

Bernd Korz

In dieser Woche hatte das Firefox Team mit dem Update des Browsers auf die Version 3.6 ein lang ersehntes Update des beliebten Browsers herausgebracht. Zeitgleich sprangen sowohl Vimeo als auch YouTube auf den HTML5 Zug auf.

Im Zuge von HTML5 kam besonders die Videounterstützung rund um den h.264 Codec zu Tage: Videos können dank HTML5 mittels des <video> tags direkt in eine Webseite eingebunden werden, so kann auf das Apspielen mittels Flashplayer komplett verzichtet werden.

So war es doch zunächst verwunderlich, warum die aktuelle Firefox Version nicht die Zeichen der Zeit erkannte und diesen wichtigen Schritt gleich mit in den Browser einbaute. Weiter kommt der Aspekt hinzu, dass das Team um Firefox keine kurzen Updateintervalle mehr plant, sonder nun maximal 2-3 Mal im Jahr ein Update herausbringen möchte (wir haben darüber berichtet).

Mike Shaver, Vizepräsident der Mozilla Foundation klärt nun auf: “Der Codec h.264 ist in vielen Ländern mit der Nutzung Lizenzabhängiger Technologien verknüpft. Würden wir die Unterstützung also derzeit in den Browser einbauen, wäre die Nutzung schlicht weg illegal in eben diesen Ländern und daran werde sich auch bis Ende 2010 erst einmal nichts ändern.”

Mozilla Entwickler Robert O’Callahan schrieb darüber in einem  Blogartikel über die selbe Problematik, in der er ebenso klarstellt wie wichtig die freie Nutzung von Videos im Internet ist (Aus Sicht des Abspielens).

Weitere Themen: H.264, Mozilla Foundation

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