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GoogleSharing verbirgt vor Googles wachsamem Auge

Tizian Nemeth
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Google weiß, wer deine Freunde sind, wo du wohnst und arbeitest und wo du deine Freizeit verbringst, Google kennt dein Liebesleben und deine politische Einstellung” – mit diesen Worten bewirbt der Softwareentwickler ThoughtCrime Labs GoogleSharing. Dahinter verbirgt sich ein Service, der Proxys anonymisiert.

Der Service verbirgt den einzelnen Anwender in einer Menge an anderen Computerbenutzern, die ihre Suchanfragen an den Internetriesen richten. Damit kann Google Suchen, Bewegungen im Internet und besuchte Internetseiten nicht mehr einzelnen Nutzern zuordnen.

GoogleSharing besteht aus einem maßgeschneiderten Proxy und einem Add-on für den Browser Der Proxy generiert einen Pool von Identitäten, das Add-on hält Ausschau nach Anfragen an Google. Spürt es eine Anfrage auf, leitet es diese an den GoogleSharing-Proxy um. Dieser entfernt alle Informationen, anhand derer man den einzelnen Anwender identifizieren kann und ersetzt sie durch eine GoogleSharing-Identität. Bei der nächsten Anfrage erhält man eine neue Identität und die eben verwendete geht an einen weiteren User – ein wenig erinnert das an den Film “Eraser”.

Allerdings lässt sich das lidlose Auge des großen Bruders Google nur überlisten, wenn man Mozillas Firefox dafür verwendet. Zunächst muss der Anwender das Add-on herunterladen und installieren. Nach dem Neustart des Browsers surft er dann unter dem Schutz von GoogleSharing, zur Bestätigung taucht in der Statusleiste der Hinweis Google Sharing Enabled auf. Mit einem Klick auf diesen Eintrag verwandelt sich die Farbe von Grün zu Rot und Disabled erscheint – das geheime Surfen ist dann ausgeschaltet.

Lediglich der Datenaustausch mit Google wird über einen Proxy geleitet, alle andere Kommunikation gelangt auf direktem Weg zum Browser, verspricht der Entwickler.


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