SublimeVideo: Browser-übergreifender Videoplayer für Internetseiten

Thomas J. Weiss
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Die wachsende Konkurrenz zwischen HTML5 und Flash und auch die Marketeinführung des iPads stellt Betreiber von Webseiten vor ein Problem: In welchem Format sollen sie ihre Videos in Zukunft anbieten? Flash läuft auf Apples Touch-Geräten nicht, Firefox spielt ohne Flash-Plug-in keine H.264-Dateien ab und Safari gibt sowohl auf mobilen als auch auf Desktop-Geräten kein Ogg Theora wieder. An einer ausgefuchsten Lösung arbeitet nun der Schweizer Softwareentwickler Jilion: Er entwickelt derzeit SublimeVideo, einen JavaScript-basierten Videoplayer für Webseiten, der mit allen Browsern zusammenarbeitet.

In einem aktuellen Blogeintrag geben die Entwickler von SublimeVideo bekannt, auf ihrem Weg zur finalen Version einen neuen Meilenstein erreicht zu haben: Sie haben Flash in ihren Videoplayer integriert, Clips lassen sich damit auch in älteren, nicht HTML5-kompatiblen Browsern sowie im Internet Explorer 6, 7 und 8 abspielen.

Die Webseitenbetreiber legen Videos auf ihren Servern im H.264-Format ab, zusätzlich können sie jeweils eine Ogg Theora-Version hinzufügen. Dann binden sie die Clips über das SublimeVideo-Framework auf ihren Seiten ein.

Surft nun ein Safari-Anwender auf diese Webseite, ruft sein Browser direkt über einen HTML5-Befehl das H.264-Video auf und spielt es ab, die Bedienelemente sind in JavaScript programmiert. Firefox und Opera suchen zunächst nach der Ogg-Version des Videos und spielen es – falls vorhanden – ebenfalls direkt ab. Falls nicht, kann SublimeVideo die H.264-Version mit Flash öffnen. Dies geschieht auch auf Browsern, die nicht HTML5-kompatibel sind.

Ein weiterer Vorteil von SublimeVideo ist, dass die Videos auf allen Browsern gleich eingebunden werden und identisch aussehen. Anwender können zudem die Clips auch fensterfüllend betrachten und einen Vollbildmodus aufrufen.

Noch steht das Erscheinungsdatum von SublimeVideo nicht fest. Auf einer Testseite der Entwickler lässt sich eine Vorabversion aber bereits ausprobieren. Die Benutzung auf nicht-kommerziellen Webseiten wird laut Hersteller kostenlos sein, darüber hinaus nennt er noch keine Preise.

Bilder: Hersteller.

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Weitere Themen: browser, Mozilla Foundation

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