Xmarks stellt Dienst ein: Browser-übergreifende Lesezeichensynchronisation ade

Tizian Nemeth
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Seit vier Jahren bietet Xmarks die Synchronisation von Lesezeichen Browser-übergreifend an – nun scheint das Ende gekommen. Grund ist vor allem fehlendes Kapital: Der Dienst ist für Anwender kostenlos, was mit zur finanziellen Schieflage des Unternehmens beigetragen hat.

Im Frühjahr hat sich das Unternehmen auf die Suche nach einem Käufer begeben, der die leeren Kassen wieder auffüllen sollte, schreibt Todd Agulnick, Mitbegründer und CTO von Xmarks. Auch ein Bezahlmodell hatten die Betreiber angedacht. Angesichts der kostenlosen Synchronisationsdienste von Firefox und Chrome war das allerdings keine Alternative.

Nun scheint das Ende von Xmarks nur noch eine Frage der Zeit. Zunächst plant das Unternehmen, den Dienst noch 90 Tage weiter zu betreiben. Sollte sich bis dahin keine Lösung gefunden haben, muss Xmark den Dienst einstellen.

Anwender können bislang mit Xmarks ihre Lesezeichen auf einen Server hochladen und von dort aus mit einem anderen Computer synchronisieren. Vorteil gegenüber MobileMe und den integrierten Sync-Funktionen von Mozilla und Google ist die Synchronisation über unterschiedliche Browser hinweg. Seit Juli kann man seine Lesezeichen auch mit dem mobilen Safari-Browser auf dem iPhone synchronisieren.

Weitere Themen: browser, Mozilla Foundation

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