Wer zum ersten Mal ein Konto in Thunderbird einrichten muss, wir begeistert sein, wie einfach das ist. Während man bei den meisten anderen Mailprogrammen vieles von Hand machen muss, hilft uns hier eine geniale Automatik. So funktioniert’s!

Thunderbird einrichten: Schnell ein E-Mail-Konto anlegen

Üblicherweise will ein E-Mail-Programm von uns vieles wissen, das wir erst mühsam rausuchen müssen. Über welche Serveradresse wird gesendet, über welche empfangen? Welcher Port wird verwendet? Thunderbird bringt eine Datenbank vieler Mailanbieter mit und kann diese Aufgaben selbst übernehmen. Dabei ist es egal, ob man ein IMAP- oder ein POP-Konto einrichten will und ob es sich um gesicherte Verbindungen über spezielle Ports handelt.

In Thunderbird ein IMAP-Konto einrichten

Beim Start einer neu installierten Version soll man gleich ein erstes Konto in Thunderbird einrichten. Das ist in dem Fall eigentlich immer eine IMAP-Verbindung. Es sei denn, der Provider bietet überhaupt nur POP-Konten an. Solang aber beides möglich ist, wird Thunderbird ein IMAP-Konto einrichten. Fügt man zu einem späteren Zeitpunkt ein neues Konto hinzu, dann muss man den Dialog erst einmal aufrufen, aber generell sind die Schritte dann dieselben. In dem Fall gehen wir über

Extras → Konten-Einstellungen  Konten-Aktionen (ganz unten links)  E-Mail-Konto hinzufügen.

Danach – oder bei einem Thunderbird Erststart – sehen wir dieses Fenster:

Wichtig sind hier nur die E-Mail-Adresse und das Passwort. Denn darüber versucht das Programm, wenn wir ein neues Konto in Thunderbird einrichten, den Kontakt zum Mailkonto herzustellen. Dazu kontaktiert es zuerst den Server der E-Mail-Adresse. Bei mustermann@gmx.de würde GMX kontaktiert. Bei der E-Mail-Adresse einer eigenen Domain eben diese Domain. Im Kontakt mit der jeweiligen Domain werden Daten ausgetauscht und Thunderbird kann anhand dieser Daten feststellen, ob der Provider sich bereits in der internen Datenbank befindet.

Ist das der Fall, dann wird Thunderbird automatisch alle Verbindungsdaten eintragen und mit einem Klick auf Fertig schließen wir die Einrichtung des neuen Kontos ab.

 

In Thunderbird ein POP-Konto einrichten

Generell sind die Schritte beim Einrichten eines Thunderbird-Kontos für POP3 und IMAP dieselben. Wenn alles klappt, hat Thunderbird sowohl die IMAP-, als auch die POP-Server in seiner Datenbank. Welche Art von Konto benutzt wird, entscheidet der Anwender bereits ganz früh mit einem Klick.

Nachdem man seine E-Mail-Adresse und das Passwort eingegeben hat, sucht Thunderbird nach den Verbindungsdaten. Diese werden dann unten aufgelistet. Und direkt darüber befindet sich eine Auswahl, die üblicherweise auf IMAP steht. Wählt man hier stattdessen die Option POP3, dann wird ein POP-Konto eingerichtet. Ein Klick auf Fertig und schon steht das Konto zur Verfügung.

Der Unterschied liegt in der Art des Zugriffs und der Speicherung. Das IMAP-Konto zeigt im Grunde eine Momentaufnahme der Verhältnisse auf dem Mailserver. Wir arbeiten auf dem Server und die E-Mails werden nicht auf dem Rechner gespeichert. Das hat den Nachteil, dass man bei einer fehlenden Internetverbindung nicht alle Aktionen durchführen kann. Anhänge kann man z.B. nur dann speichern, wenn man sie auch vom Server holen kann. Bei einem POP3-Konto werden beim Abholen der neuen Mails diese auf dem PC gespeichert. Komplett mit allen Bildern und Anhängen.

Thunderbird manuell einrichten

In den wenigen Fällen, in denen man ein Konto in Thunderbird nicht automatisch einrichten kann, muss man eben selbst Hand anlegen. Der erste Versuch sollte immer eine automatische Thunderbird-Einrichtung sein. Wenn das nicht klappt, dann hat das meist zwei Ursachen. Entweder hat man sich vertippt, oder der Anbieter ist nicht in Mozillas ISP-Datenbank.

In dem Fall bekommt man so etwas wie auf dem vorangegangenen Bild zu sehen und muss Thunderbird von Hand einrichten. In diesem Fall kann der Anwender die Serveradresse selbst eintragen und sich dann entscheiden, ob er es nochmal mit einer automatischen Erkennung probiert. Nur wenn das wieder fehlschlägt, muss er den Port, die Art der SSL-Verbindung und Authentifizierung auch selbst wählen. Die entsprechenden Daten bekommt er von seinem Mailanbieter.

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