Wer eine kostenfreie Alternative zu den Office-Paketen von Microsoft oder Apple sucht, wird zuerst auf OpenOffice.org (OOo) stoßen. Das quelloffene Programm wurde lange vom IT-Riesen Oracle unterstützt, bis sich das Unternehmen im Juni 2011 aus dem Projekt zurückzog. Nun drohen Open Office die Mittel auszugehen retten und zu diesem Zweck starten die Entwickler eine Spendenaktion.

Der neu gegründete Verein OpenOffice.org e.V. will auch ohne die Unterstützung der „Großen“ weiterhin als starker Partner für Heim- und Business-Anwender zur Verfügung stehen. Martin Hollmichel von OpenOffice.org erklärt dazu: „„Wir werden die Interessen von normalen und auch institutionellen Nutzern in einer Weise bündeln, sodass ebendiese Nutzer endlich ein Sprachrohr zur Weiterentwicklung haben werden“. Hierfür, und um auch in Zukunft eine professionelle Weiterentwicklung sicherzustellen, startet der Verein am 13. Oktober eine groß angelegte Spendenaktion. Die Webseite soll nach Angaben der Initiatoren im Laufe des Mittwochs freigeschaltet werden.

Mehr Flexibilität und eine größere Nähe zum Endverbraucher – das verspricht sich das Team OpenOffice.org („Team OOo“) von der neuen Struktur. In diesem Zusammenhang hofft man auch auf eine erneute Zusammenführung mit dem Quellcode von LibreOffice und appelliert an die Entwickler von The Document Foundation (TDF), sich auf Gemeinsamkeiten zu konzentrieren, anstatt die Unterschiede hervorzuheben.

Für den Anwender sei Open Office auch weiterhin kostenfrei, außerdem könnten private Nutzer sich darauf verlassen, dass die Office-Suite stets quelloffen bleibt.

Einige Entwickler hatten sich nach Differenzen mit Oracle vor etwa einem Jahr abgesetzt und ein eigenes Office-Paket auf die Beine gestellt. Die Programme Writer zur Textverarbeitung, Calc zur Tabellenkalkulation, Draw für Zeichnungen, Impress als Präsentationslösung und Base für Datenbanken sind inzwischen in der Version 3.4.3 erhältlich.  Auf Nachfrage durch macnews.de gab es von TDF derzeit keine Stellungnahme zu dem Appell.

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