OpenOffice: "Abschied und Neuanfang"

Sebastian Trepesch
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“Aller Zusammenarbeit und gemeinsamen Finden von Lösungen sind manchmal Grenzen gesetzt.” Zahlreiche Entwickler von OpenOffice auf verantwortlichen Positionen verabschieden sich mit einer Mail von dem Projekt um die bekannte kostenlose Office Suite. Aufgrund von Differenzen mit dem Hauptsponsor Oracle wollen sie sich in Zukunft für die Document Foundation engagieren und in diesem Rahmen LibreOffice entwickeln.

Für die Mitarbeiter soll eine “Entweder/Oder”-Situation entstanden sein: Oracle wollte hinsichtlich Projektorganisation und -führung nicht einlenken, sondern OpenOffice.org wie bisher weiterführen. Das war einigen führenden Community-Mitgliedern zu wenig. Sie sahen eine Neustrukturierung als notwendig an, um Interessenkonflikte in den Griff zu bekommen.

Laut gestriger Abschiedsmail entstanden in der Vergangenheit “unnötige Missverständnisse und Diskussionen“, “wo sich Ideen zur Weiterentwicklung der Arbeitsplattform, des Designs oder des Marketings nicht mit den Vorstellungen des Hauptsponsors decken oder aber einfach nicht angegangen oder umgesetzt werden können, weil derjenige keine Entscheidung trifft, der dazu (rechtlich) in der Lage wäre.”

Deshalb sahen es die unterzeichnenden Mitglieder notwendig, eine Foundation als unabhängige Instant zu gründen, die von Oracle bislang allerdings nicht unterstützt wird. Zukünftig wollen sie mit der Document Foundation und dem Projekt LibreOffice den Weg gehen, “den wir selbst bestimmen”.

Laut heise.de sollen sich über 30 Mitarbeiter – praktisch alle Führungspositionen – der deutschen Sektion vom OpenOffice-Projekt verabschieden. Bislang haben sie sich ehrenamtlich für die Software engagiert.

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