OpenOffice Portable: So gut wie OpenOffice?

Martin Maciej

Das vor kurzem von Apache übernommene OpenOffice gehört zu den beliebtesten Office-Suiten überhaupt. Die Zeiten von StarOffice liegen lang zurück und auch auf dem Mac ist OpenOffice eine bekannte Suite. Nicht zuletzt, weil es sich beim Büropaket um kostenlose OpenSource-Software handelt.

Aber OpenOffice kann das große Vorbild Microsoft Office auch in anderen Bereichen schlagen. Klar: Haben Sie schon einmal versucht Microsoft Office auf dem USB-Stick zu installieren, um Word bei einem Freund auf dessen Computer zu nutzen? Mit OpenOffice ist das kein Problem, wenn man OpenOffice Portable nutzt.

OpenOffice Portable installieren

OpenOffice Portable ist zwar kein offizielles Release des neuen Besitzers Apache, aber vom renommierten Hersteller portabler Software Portableapps. Um die Portable-Version von OpenOffice zum Beispiel auf dem USB-Stick nutzen zu können, muss man lediglich OpenOffice Portable downloaden und die Datei mit einem Doppelklick starten. Danach kann man den Installationsort festlegen. Das kann zum Beispiel ein USB-Stick sein, eine SD-Karte oder das eigene User-Verzeichnis auf einem Computer, auf dem man keine Administrationsrechte hat.

 Unterschiede zum offiziellen OpenOffice

OpenOffice Portable ist mit dem Hauptprogramm weitgehend identisch, sodass eine Einarbeitung kaum notwendig ist. Anwendern wird kein Unterschied zum normalen OpenOffice auffallen, dennoch gibt es einige Unterschiede zwischen der offiziellen OpenOffice-Version und OpenOffice Portable. Das erkennt man schon daran, dass die Installationsdatei der Portable-Edition mit weniger als 100 MB deutlich kleiner ist.

Das liegt zum Beispiel auch daran, dass in OpenOffice Portable einige Dateien, die im portablen Einsatz eher nicht benötigt werden, einfach weggelassen wurden, wie z.B. Explorer Erweiterungen, ActiveX-Controls und andere. Um die Dateigröße zu minimieren wurden zudem alle EXE- und DLL-Dateien noch stärker komprimiert. Auch das Programm selbst wurde leicht modifiziert, um die Schreibzugriffe auf dem Speichermedium selbst zu reduzieren. Das erhöht zum Beispiel die Lebensdauer eines USB-Sticks.

Einstellungen von OpenOffice in die Portable-Version übertragen

Wer OpenOffice Portable parallel zu einem installierten OpenOffice nutzen möchte, kann nach der Installation die persönlichen Einstellungen der bestehenden Installation übernehmen. Dazu einfach ins Verzeichnis C:/Benutzer//AppData/Roaming/OpenOffice.org3/ wechseln und dort alles aus dem Ordner herauskopieren. Diese Dateien danach einfach ins Installationsverzeichnis von OpenOffice Portable in den Ordner /settings/ reinkopieren und schon sind alle individuellen Anpassungen in die Portable-Version übernommen. Eine automatische Synchronisierung der beiden Verzeichnisse ist leider nicht möglich.

OpenOffice Portable auf CD installieren

Es ist auch möglich OpenOffice Portable auf einer CD fest zu installieren und von hier zu starten. Dabei sollte man sich aber klar darüber sein, dass ab dem Zeitpunkt der Installation keinerlei Änderungen an den Einstellungen mehr möglich sind. Daher ist hier etwas mehr Arbeit im Vorfeld notwendig. Als erstes installiert man OpenOffice Portable in ein beliebiges Verzeichnis und startet dieses, um den üblichen Dialog beim ersten Start zur Registrierung zu beantworten. Dann nimmt man alle Anpassungen vor, die man für notwendig hält (oder kopiert wie oben beschrieben alle Einstellungen aus einer bestehenden lokalen Installation hinein). Danach muss man diese angepasste OpenOfficePortable.ini in den Ordner kopieren, in dem sich die OpenOfficePortable.exe befindet und die kostenlose Office-Suite ein zweites Mal starten, um die INI zu initialisieren. Anschließend kann der gesamte Installationsordner von OpenOffice Portable komplett auf CD gebrannt werden.

Nachteil von OpenOffice Portable

Einen Nachteil von OpenOffice Portable wollen wir nicht verschweigen. Da es sich um kein offizielles Release von OpenOffice handelt, hinkt OpenOffice Portable diesen lokal installierbaren Versionen meistens ein bis zwei Versionssprünge hinterher. Auch Sicherheitsfixes erreichen den User so später als beim offiziellen OpenOffice. Den regulären OpenOffice Download finden Sie übrigens hier.

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