Opera Mini: Über Umwege in den App Store

Tizian Nemeth
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Auf dem Mobile World Congress hat der Opera Mini-Browser Premiere gefeiert. Bereits im Vorfeld zum Kongress angekündigt (wir berichteten), führte der norwegische Softwarehersteller Opera seine Browser-Alternative fürs iPhone vor, die Apple erst gar nicht in den App Store lassen könnte. Wired hat den Mini dennoch bereits getestet.

Der erste Eindruck der Tester von Wired kulminiert in der Aussage: “Er ist schnell”. Das Scrollen durch Internetseiten erfolge flüssig und ohne Stottern und Ruckeln – unabhängig davon, wie groß die dargestellte Seite ist. Auch die Rückmeldung vom Benutzerinterface erfolge unmittelbar, wie man es vom iPhone gewohnt ist.

Allerdings fehlt der App-Oberfläche noch die iPhone-Anpassung. So vermisst man unter anderem die Zwei-Finger-Zoom-Funktion des Safari Browsers. Eine andere Funktion hingegen steht iPhone-Besitzern exklusiv zur Verfügung: Der Browser merkt sich die letzte Internetsitzung ebenso wie die am häufigsten angesteuerten Seiten. Für die schnelle Navigation zwischen mehreren Tabs sorgt ein horizontaler Karten-Stapel unterhalb des Browser-Fensters.

Bislang erlaubt Apple auf dem iPhone keine Browser, die nicht auf dem WebKit basieren, dem Unterbau des hauseigenen Browsers Safari. Wie es Opera gelingen soll, die Aufnahme in den App Store dennoch zu schaffen, erklärt Phillip Grønvold so: Zum einen rendert Opera keine großen Medien-lastigen Dateien, wie das Safari tut, und zum anderen derzeit auch keine HTML-Inhalte. Stattdessen nimmt der Browser stets den Umweg über die Server des Unternehmens und überträgt die gewünschten Inhalte von dort in komprimierter Form auf das Telefon. So kommt schließlich auch die angepriesene höhere Geschwindigkeit zustande.


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