Schnell soll er sein, der neue Opera Browser in der Beta-Version 10.5. Vor allem im Bereich der JavaScript-Performance haben die Entwickler Hand angelegt, der Neue soll in dieser Disziplin sogar acht Mal schneller als sein Vorgänger. macmagazin.de misst nach, ob der neue Browser seine Versprechen einhält, und lässt ihn gegen Safari Firefox und Chrome antreten.

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Neu in Version 10.5 sind eine überarbeitete Symbolleiste sowie die Unterstützung für den systemweiten Benachrichtigungsdienst Growl. Auch mit Multitouch-Eingaben auf den Trackpads neuerer MacBooks und MacBook Pros sowie der Magic Mouse versteht sich Opera 10.5. Wie Macgeneration.fr berichtet, unterstützt Opera nun auch das <video>-Tag, das in HTML5 enthalten ist.

Google gewinnt den SunSpider-Test

Wir haben fünf Browser, darunter auch die aktuelle Version von Opera, im SunSpider-Benchmark-Test miteinander verglichen: SunSpider ermittelt die Leistung der Browser bei der Verarbeitung von JavaScript-Befehlen. Da sich Opera 10.5 noch im Beta-Stadium befindet, treten auch von den übrigen Browsern jeweils die neuesten Vorversionen an den Start – es soll ja gerecht zugehen. Der iMac, den macmagazin.de für die Benchmarks verwendet, ist mit einem 3,06 GHz Intel Core 2 Duo Prozessor, 4 GB Arbeitsspeicher und einer ATI Radeon HD 4670-Grafikkarte ausgestattet.

SunSpider

SunSpider

Die angegebenen Zahlenwerte sind die Durchschnittswerte aus jeweils drei Testläufen, auffällige Abweichungen gibt es nicht. Sofort fällt auf, wie weit abgeschlagen Opera in der aktuellen Version 10.1 gegenüber den anderen Versionen ist. Tatsächlich ist die neue Beta-Version von Opera um das zehnfache schneller und hält somit ihr Versprechen ein.
Chrome übertrifft diesen Wert allerdings noch einmal geringfügig. Der neueste Nightly Build von Safari kann sich ebenfalls weit vor Opera 10.1 platzieren, kommt aber nicht an die Performance der zwei schnellsten Browser im SunSpider-Benchmark-Test heran. Firefox 3.7 in einer frühen Alpha Version ist knapp halb so schnell wie Googles Browser Chrome, der als Sieger in Sachen JavaScript hervorgeht.

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Auch im Alltag punket Google

Browser sind heutzutage mit vielerlei Dingen konfrontiert: Dem Rendern von Grafiken, Entschlüsseln von Passwörtern und Durchsuchen von Datenbanken. Die Peacekeeper-Benchmark-Suite bezieht viele der Alltags-Szenarien ein und liefert so ein umfassenderes Ergebnis, das die allgemeine Leistungsfähigkeit widerspiegelt.

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In diesem Test gilt: Je mehr Punkte, desto besser. Und so ist es wieder ist Googles Browser Chrome, der punkten kann. Er ist immerhin eineinhalb mal schneller als das Schlusslicht Firefox. Safari ist noch rund 30 Prozent schneller als Opera 10.5.
Die aktuelle Opera-Version 10.10 kommt nur auf 1407 Punkte und ist deutlich schwächer als die übrigen Browser, in die Grafik haben wir sie deshalb nicht aufgenommen.

Fazit

Opera 10.5 ist für die Entwickler ein großer Schritt nach vorne. Nicht nur im Bereich JavaScript hält die Software, was sie verspricht. Laut der Ergebnisse der Peacekeeper-Suite ist die Opera-Beta mehr als doppelt so schnell wie ihr Vorgänger. Die allgemeine Performance liefert im Vergleich mit anderen Vorversionen aktueller Browser allerdings keine spektakulären Ergebnisse.

Wer Opera gerne nutzt, kann sich auf die finale Version 10.5 freuen. Anzumerken ist allerdings, dass Opera 10.5 während des Tests drei Mal von selbst abgestürzt ist, ohne im Vordergrund aktiv zu sein.

Peacekeeper – The Browser Benchmark
SunSpider – JavaScript Benchmark


macgeneration – Opera 10.5ß : le navigateur le plus rapide sur Mac ?

Bild: „athletica geneve 100m sprint„. Some rightes reserved. Flickr.

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