Opera Turbo - Mit Vollgas durchs Netz

Marco Kratzenberg

Jeder möchte, dass die Internetseiten so schnell wie möglich geladen werden. Kaum noch jemand erinnert sich an Zeiten, als man selbst einfach gestrickten Webseiten beim Laden zusehen konnte und sich Bilder Zeile für Zeile aufgebaut haben. Beim alten Bilderformat GIF gibt es dafür sogar noch ein spezielles Unterformat, Interlaced GIF. Dabei werden erst die ungeraden Zeilen geladen, danach die geraden Zeilen. So setzt sich das Gesamtbild aus zwei Halbbildern zusammen. Die Zeiten sind vorbei, aber manchmal sind Webseiten doch quälend langsam. Und dann wünscht man sich einen Schnellgang. Der Opera Download bietet seinen Anwendern den – als Opera Turbo.

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Opera Turbo als schneller Daten-Umweg

Eine bis zu fünfmal schnellere Ladegeschwindigkeit verspricht Opera Turbo in der Produktbeschreibung. Damit das funktionieren kann, bedient sich nicht der Browser eines Tricks, sondern die Firma Opera selbst.

Sinn mach der Turbo-Modus dann, wenn man irgendwo sitzt, wie z.B. in einem Café oder Geschäft, wo die Internetverbindung sehr langsam ist oder mit vielen anderen geteilt werden muss. Und in diesem Fall – und nur dann – greift der Browser ein, indem er sich die Daten nicht mehr direkt vom eigentlichen Webseitenanbieter holt, sondern sie von einem schnellen Opera Server holen und bearbeiten lässt.

Dabei werden die Daten auf den Server geladen und dort komprimiert. Wie genau diese Art der Komprimierung aussieht und ob z.B. Qualitätseinbußen z.B. bei Bildern damit verbunden sind, darüber schweigt sich Opera hinsichtlich des Turbos aus. Genauso wenig erfährt man, was genau für Opera als langsame Netzwerkverbindung gilt.

Doch als Ergebnis müssen weniger Daten über die beanspruchte Leitung geschoben werden und das beschleunigt natürlich den Seitenaufbau. Da gleichzeitig die Opera-eigenen Server recht schnell sind, wird damit gleichzeitig noch ein Geschwindigkeitsverlust ausgeglichen, der eventuell durch langsame Verbindungen zum ursprünglichen Anbieter entstehen könnte.

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Den Opera Turbo aktivieren und einstellen

Ist der Opera Turbo einmal aktiviert, läuft der Rest eigentlich automatisch. Generell wird er so oder so nur genutzt, wenn die Netzwerkverbindung ein gewisses Tempo unterschreitet. Hat man eine schnelle Verbindung, dann spart sich der Browser den Umweg über das Opera Netzwerk.

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Der Opera Turbo arbeitet automatisch im Hintergrund und wird nur aktiv, wenn die Netzwerkverbindung wirklich lahm ist

Trotzdem kann der Anwender selbst entscheiden, ob er dieses Feature überhaupt aktivieren will und auf welche Weise. Wenn man generell nicht will, dass irgendwelche Daten über die Server von Opera laufen, dann kann man den Opera Turbo ausgeschaltet lassen. Das ist sowieso die Standardeinstellung die jeder Opera Download hat.

Will man den Turbo anschalten, so reicht ein Klick auf das kleine Icon, unten links in der Statusleiste des Programms. Es sieht ein bisschen so aus wie ein Tacho und dort kann man wählen, den Opera Turbo anzuschalten, ihn abzuschalten und ihn zu konfigurieren. Und gerade Letzteres ist interessant, wenn man Opera beispielsweise auf einem Notebook nutzt, mit dem man häufig unterwegs ist. Denn hier kann man das Feature so einstellen, dass der Turbo automatisch startet, wann immer eine Netzwerkverbindung eine niedrige Geschwindigkeit aufweist. Damit ist dann sichergestellt, das in solchen Fällen die Seiten trotzdem schnell laden und zuhause läuft alles über die direkte Verbindung.

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