Welche neuen Features hat OS X 10.8 Mountain Lion? Diktierfunktion, Facebook-Integration, Mitteilungszentrale, Unterstützung für Grafik-Chips und vieles mehr. Wir stellen die neuen Features im Detail vor.

    Inhaltsverzeichnis

    1. 26.07.2012
      Mountain Lion: Verwirrung um Facebook-Integration
    2. 12.06.2012
      Mountain Lion: Facebook-Integration kommt im Herbst
    3. 24.05.2012
      Mountain Lion: Hinweis auf Diktierfunktion
    4. 23.05.2012
      Mountain Lion: Vorab-Builds enthalten Offline-Modus für Leseliste
    5. 19.03.2012
      Mountain Lion: Positionsabhängige Erinnerungen in zweiter Beta
    6. 22.02.2012
      Mountain Lion bringt Unterstützung für weitere Grafikchips
    7. 21.02.2012
      OS X Mountain Lion: Warum Siri fehlt
    8. 20.02.2012
      OS X Mountain Lion: Weniger X11 und Carbon, dafür mehr Cocoa
    9. 17.02.2012
      Mountain Lion im Bewegtbild: AirPlay und kleine Übersicht der neuen Features
    10. 17.02.2012
      OS X Mountain Lion: Wovon wir uns verabschieden müssen
    11. 16.02.2012
      Mac OS X Mountain Lion: Gatekeeper und digitale Signaturen für Mac-Apps
    12. 16.02.2012
      OS X Mountain Lion: iMessage für den Desktop

    Mountain Lion: Verwirrung um Facebook-Integration

    Obwohl Apple bereits seit der WWDC sagt, dass die Facebook-Integration von OS X Mountain Lion erst im Herbst nachgereicht werde, gab es nach dem gestrigen Verkaufsstart des neuen Betriebssystems Verwirrung um den Verbleib des Sozialen Netzwerks.

    Ursprung der Verwirrung war ein Artikel von Fortune, in dem sich Philip Elmer-DeWitt fragt, warum Facebook nicht Bestandteil des gestern veröffentlichten Mountain Lion ist und auf frühere Streitigkeiten zwischen Apple und Facebook hinweist.

    Apple schreibt aber auf der eigenen Website, dass die Facebook-Integration erst im Herbst, vermutlich parallel zur Veröffentlichung von iOS 6, verfügbar sein wird. Auch auf der WWDC war von Apple dasselbe zu hören: Facebook für Mountain Lion kommt, aber erst im Herbst.

    Wie unter anderem Jim Dalrymple und MG Siegler schreiben, hatten lediglich Entwickler und Presse Zugriff auf die Facebook-Funktionen, welche – im Falle der Entwickler – manuell heruntergeladen und installiert werden mussten.

    Über die konkreten Gründe, warum Apple sich bis zum Herbst Zeit nimmt, kann nur spekuliert werden. Möglicherweise will man – wie erwähnt – warten, bis iOS die Facebook-Integration enthält. Eventuell möchte man aber auch nur den Entwicklern ein wenig mehr Zeit geben, die Funktionen des Sozialen Netzwerks im Betriebssystem besser verstehen und nutzen zu können.

    Es gibt aber derzeit keinen Grund anzunehmen, dass es neue Streitigkeiten zwischen Apple und Facebook gibt. Wie MG Siegler schreibt ist aktuell eher das Gegenteil zu beobachten, da die Entwickler des Sozialen Netzwerks derzeit viel Energie in die Verbesserung der iOS-App stecken – jedenfalls so lange bis das Facebook-Phone kommt.

    Zum Inhaltsverzeichnis

Mountain Lion: Facebook-Integration kommt im Herbst

Im Rahmen der Präsentation des iOS 6 zeigte Apple unter anderem auch die Facebook-Integration in das neue Mobil-Betriebssystem. Doch auch OS X Mountain Lion bekommt eine feste Anbindung ans soziale Netzwerk. Diese wird es aber noch nicht zum Verkaufsstart im Juli, sondern erst als Update im Herbst geben.

Während der gestrigen Präsentation der Mountain-Lion-Neuerungen blieb die Facebook-Integration noch unerwähnt – wahrscheinlich, weil sie bei der Veröffentlichung der finalen Version des Mac-OS-X-Updates noch nicht Teil des Betriebssystems sein wird. Ähnlich wie im iOS 6 können Benutzer ihren Mac mit ihrem Facebook-Account verbinden, um dann aus allen Apps heraus Fotos, Links oder andere Inhalte zu teilen und Kommentare oder die aktuelle Position anzufügen.

Außerdem lassen sich die Facebook-Kontakte mit dem Adressbuch von Mountain Lion synchronisieren – ändert sich bei einem Freund etwas bei Facebook, ändert es sich auch im Mac-Adressbuch. Facebook-Benachrichtigungen erscheinen außerdem in der Mitteilungszentrale des Betriebssystems.

Zum Inhaltsverzeichnis

Mountain Lion: Hinweis auf Diktierfunktion

Den Spracherkennungs-Assistenten Siri gibt es auch fast acht Monate nach der Präsentation des iPhone 4S weiterhin nur für Apples jüngstes Smartphone. OS X Mountain Lion könnte allerdings einen Teil der Spracherkennungs-Technologie auf den Mac bringen: Vorab-Builds enthalten Hinweise auf eine Diktierfunktion, wie sie das iPhone 4S und das neue iPad bieten.

9 to 5 Mac berichtet, dass die Ressourcen-Dateien von Safari einen recht deutlichen Hinweis für eine Diktierfunktion enthalten: In einer Liste mit bekannten Tastenkombinationen befindet sich auch ein Eintrag für einen Befehl, der sich über das Drücken beider Befehlstasten (“Command” oder “Apfeltaste”) ausführen lässt.

Als Beschreibung nennt die Liste den Befehl “Start Dictation” (“mit Diktat beginnen”) sowie “neu in Mountain Lion” – ein recht deutlicher Hinweis, dass Apple zumindest mit dem Gedanken spielt, die Diktierfunktion in die fertige Version von Mountain Lion zu integrieren.

Es scheint, als sei Apple weiterhin überzeugt, dass ein voll funktionsfähiger Spracherkennungs-Assistent nur auf einem kleinen Gerät wie einem iPhone Sinn hat – und für größere Geräte wie einem Tablet oder einem Mac die Diktierfunktion ausreicht.

Mountain Lion soll “im Sommer” erscheinen, denkbar wäre eine Veröffentlichung im Rahmen der Worldwide Developers Conference 2012 (WWDC) im Juni. Entwickler können seit Februar zwar Vorab-Builds der nächsten OS-X-Version testen, allerdings enthalten diese oft nicht alle Funktionen der endgültigen Version.

Zum Inhaltsverzeichnis

Mountain Lion: Vorab-Builds enthalten Offline-Modus für Leseliste

Eine Funktion, die Apps von Drittentwicklern der Leseliste von Safari noch voraus haben, ist der Offline-Modus. Mit OS X Mountain Lion soll sich das ändern: Apple hat die Funktion in die jüngsten Vorab-Builds integriert.

9 to 5 Mac berichtet, dass bei Apple registrierte Entwickler die Funktion mittlerweile ausprobieren können. Äußerlich hat sich im Vergleich zur aktuellen Leseliste-Integration in Safari nicht viel geändert – allerdings speichert Safari die Inhalte einer hinzugefügten Seite automatisch in einem Cache, so dass sie sich auf offline aufrufen lässt. So können Safari-Benutzer Artikel auch unterwegs lesen, wenn keine Internetverbindung besteht.

Die Leseliste lässt sich auch mit Mobile Safari auf einem iPhone oder iPad synchronisieren. Den iOS-Geräten fehlt ein Offline-Modus allerdings noch – allerdings ist davon auszugehen, dass er mit eine zukünftigen Update folgen wird. Spätestens mit dem iOS 6 dürfte das der Fall sein.

Zum Inhaltsverzeichnis

Mountain Lion: Positionsabhängige Erinnerungen in zweiter Beta

Die “Erinnerungen”-App des iOS 5 bietet nicht nur die Möglichkeit, sich zu einer bestimmten Zeit an etwas erinnern zu lassen. Das iPhone oder iPad kann sich auch automatisch an einem bestimmten Ort melden. Mit der zweiten Mountain-Lion-Beta ist das auch auf einem Mac möglich.

Immerhin sind die meisten Macs heutzutage MacBooks, die sich ebenfalls an vielen verschiedenen Orten einsetzen lassen – und die mit Hilfe einer Internet-Verbindung auch zumindest ihre ungefähre Position feststellen können. In der “Erinnerungen”-App des zukünftigen Mac-Betriebssystems können Benutzer ebenso wie auf einem iPhone oder iPad einen Eintrag erstellen, an den der Mac an einem bestimmten Ort erinnern soll.

Über iCloud lassen sich die Einträge dann mit dieser Option mit einem iOS-Gerät synchronisieren, so dass alle Geräte automatisch Bescheid wissen, dass sie sich an dem jeweiligen Ort melden sollen.

Mountain Lion ist die neue Version 10.8 des Mac-Betriebssystems OS X, die im Sommer erscheinen soll. Neben “Erinnerungen” bringt Mountain Lion einige weitere vom iOS bekannte Elemente wie Messages, Mitteilungszentrale oder Notizen mit sich. Bei Apple registrierte Entwickler können seit dem Wochenende eine neue Beta-Version herunterladen.

Zum Inhaltsverzeichnis

Mountain Lion bringt Unterstützung für weitere Grafikchips

Besonders diejenigen, die aus ihrem PC einen Hackintosh machen wollen oder gemacht haben, dürften sich über die folgende Meldung freuen: Mit Mountain Lion gibt es eine Reihe von Grafikchips, die nun ohne Modifikationen von der Developer Preview unterstützt werden.

Wie 9to5Mac berichtet, werden nun ohne Hacks oder sonstige Tricks ATIs Radeon HD 6950 und 6970 unterstützt. Darüber hinaus sollen auch NVIDIAs 5xx-Karten ohne weitere Modifikationen vom Betriebssystem erkannt werden. Speziell von der GTX 570 ist im tonymacx86-Forum die Rede.

In Beta-Versionen von OS X Lion 10.7.3 wurden im November Treiber für bislang noch nicht von Apple genutzte Grafikchips gefunden. Diese deuteten damals auf ein Update des Mac Pro hin. Erst in der vergangenen Woche gab es Gerüchte um den Einsatz von NVIDIA-Grafikkarten in einem künftigen Mac Pro.

Im Artikel von 9to5Mac findet sich ebenfalls ein Link auf die Anleitung von Robservatory, wie man Mountain Lion erfolgreich mittels * virtualisiert beziehungsweise die VMware Tools ohne Kernel Panic installiert.

Zum Inhaltsverzeichnis

OS X Mountain Lion: Warum Siri fehlt

OS X Mountain Lion bringt viele bekannte Bestandteile des iOS wie Messages, Mitteilungszentrale und AirPlay auf den Mac. Doch ein Feature fehlt: Siri. Warum eigentlich?

Christina Bonnington fragt sich in einem Beitrag für den CNN-Blog Wired, warum Apple nicht den beliebten Spracherkennungs-Assistenten zu einem Teil des iOS gemacht hat. Bonnington nennt mehrere Gründe und bezieht sich dabei auch auf die Einschätzung des Forrester-Analysten Frank Gillett.

Zum einen sei da das Problem des Mikrofons: Zwar sei ein solches in MacBooks und iMacs integriert, allerdings liefere dies nicht mit dem iPhone 4S vergleichbare Ergebnisse: Um Nebengeräusche herauszufiltern verfügt das Apple-Handy bekanntlich über ein zweites Mikrofon. Die Rauschunterdrückung übernimmt außerdem ein spezieller Chip. Zwar ließe sich eine zuverlässige Spracherkennung auch mit einem an den Mac angeschlossenen Mikrofon ermöglichen, eine solche Lösung sei aber nicht Apple-typisch.

Ferner fehle dem Mac ein eingebauter GPS-Chip, der die positionsabhängigen Siri-Dienste unmöglich mache (wobei diese bisher ohnehin nur in den USA funktionieren). Auch setze Siri eine ständige Internet-Verbindung voraus, die mit einem Mac ohne eingebauten UMTS-Chip nicht immer garantiert sei. Schließlich stelle sich auch die Frage, ob man Siri auf einem Mac überhaupt brauche: Wer ohnehin eine Tastatur vor sich hat, verspüre nicht so oft das Bedürfnis, eine SMS zu diktieren oder eine Suchanfrage zu sprechen, statt sie zu tippen.

Zum Inhaltsverzeichnis

OS X Mountain Lion: Weniger X11 und Carbon, dafür mehr Cocoa

Apple bewirbt OS X Mountain Lion damit, dass es einige weitere vom iOS bekannte Funktionen auf den Mac bringt. Aber auch im Unterbau des Betriebssystem hat sich was verändert: Mountain Lion bringt weniger X11 und Carbon, dafür wieder einmal mehr Cocoa.

Laut AppleInsider enthält Mountain Lion kein X11 mehr. Das “X Window System”, das Unix-Software im Mac OS X zu einer grafischen Benutzeroberfläche verhilft, bietet Apple auch nicht mehr als optionale Installation an. Stattdessen sollen sich Benutzer das Open-Source-Projekt “separat” besorgen, wobei Apple die Entwicklung des Projekts selbst weiter unterstützt. Eine ähnliche Herangehensweise gab es zuvor bei Java.

Außerdem wird Apple die verbliebenen Carbon-Programmierschnittstellen weitgehend aus dem Betriebssystem entfernen. Carbon erleichterte einst die parallele Entwicklung von Software für Mac OS 9 und Mac OS X und somit auch die Portierung hin zu Apples Unix-Betriebssystem. Das Gegenstück ist die OS-X-native Programmierschnittstelle Cocoa, auf die Apple spätestens seit dem Wechsel hin zum 64-Bit-Zeitalter ausschließlich setzt: 64-Bit-Anwendungen lassen sich für das Mac-Betriebssystem nur mit Cocoa, nicht aber mit Carbon entwickeln, worüber sich beispielsweise Adobe einst ärgerte.

Mittlerweile sind die wichtigen Mac-Anwendungen Cocoa-Apps, wobei auch Apple selbst mit iTunes lange Zeit hinterherhinkte. Die Zeit ist jetzt also reif für einen Wechsel zu einem reinen 64-Bit-Betriebssystem. Eine Ausnahme bleibt allerdings auch heute noch Microsofts Programmpaket Office, das auch in der Version 2011 weitgehend aus Carbon-Anwendungen besteht.

Zum Inhaltsverzeichnis

Mountain Lion im Bewegtbild: AirPlay und kleine Übersicht der neuen Features

Apples OS X Mountain Lion bringt einige neue interessante Funktionen mit, die vor allem Apple-TV-Besitzer erfreuen dürften. Doch wie sieht die Spiegelung des Mac auf dem Fernseher überhaupt aus und was hat Apple sonst noch am Berglöwen verändert?

In einem kurzen Video zeigen die Kollegen von Insanely Great Mac, wie sich Apple die AirPlay-Unterstützung in der gestern veröffentlichten Developer Preview von OS X 10.8 Mountain Lion vorstellt.

Beschrieben werden unter anderem die unterschiedlichen Möglichkeiten, die in der Regel höhere Auflösung des Macs an die maximale Auflösung des Apple TV anzupassen:

Wer sich hingegen einen allgemeinen Überblick im Schnelldurchlauf über die wichtigsten Neuerungen verschaffen will, wird im zwei Minuten langen Video von Cult of Mac fündig:

Zum Inhaltsverzeichnis

OS X Mountain Lion: Wovon wir uns verabschieden müssen

Viele sehen die schrittweise Annäherung von OS X an iOS mit gemischten Gefühlen. Und so dürfte auch OS X Mountain Lion für einige Kontroversen sorgen: Das, was vom iOS neu kommt, ersetzt zum Teil Altbewährtes auf dem Mac. Kein Zufall dürfte es sein, dass das Wort “Mac” komplett aus dem Namen verschwindet.

Schon das aktuelle Betriebssystem nennt Apple vielerorts nicht mehr “Mac OS X”, sondern nur “OS X Lion”. In Mountain Lion geht das Unternehmen allerdings noch einen Schritt weiter: Wer im Apple-Menü “Über diesen Mac” auswählt, sieht auch dort nicht mehr den Namen “Mac OS X – Version 10.x”, sondern eben nur noch “OS X – Version 10.8″. OS X und iOS werden sich also auch im Namen immer ähnlicher.

Mac-Benutzer müssen sich aber nicht nur von dem Namensbestandteil verabschieden. Apple hat das vom iOS bekannte iMessage mit Messages jetzt auch zum Bestandteil des Mac-Betriebssystems gemacht. Offenbar meint das Unternehmen, das mit Messages und FaceTime nun kein Bedarf mehr für die bekannte Chat-Software iChat besteht: Diese fehlt in Mountain Lion, allerdings ist Messages auch mit AIM- und Jabber-Accounts kompatibel.

Einen Abschied wird es auch von den Apps iCal und Adressbuch geben: Die Anwendungen “Kontakte” und “Kalender”, also quasi die Mac-Versionen der bisherigen iOS-Apps, ersetzen die bisherigen OS-X-Bestandteile. Die Softwareaktualisierung des Betriebssystems wandert derweil komplett in den Mac App Store – dort sollen Benutzer in Zukunft selbst kleinere Neuerungen wie Druckertreiber herunterladen.

Zum Inhaltsverzeichnis

Mac OS X Mountain Lion: Gatekeeper und digitale Signaturen für Mac-Apps

Am Donnerstag schlich sich ein Berglöwe aus dem Gebüsch ans Licht der Öffentlichkeit. Apple stellte klammheimlich Informationen über Mac OS X 10.8, genannt Mountain Lion auf seine Internetseite. Unter den Neuerungen findet sich auch der „Gatekeeper“. Er wacht darüber, wo die Apps auf dem Mac herkommen.

Seit der Vorstellung des Mac App Store am 20. Oktober ging ein unruhiges Raunen durch die Reihen der Anwender, Beobachter und Entwickler. Manche fürchteten, Apple könnte seine Plattform „dicht machen“. Ähnlich wie auf dem iPhone wäre dann die Installation von Anwendungen, die nicht das Freigabeprozedere des eigenen App Store durchlaufen hätten, nur auf Umwegen möglich.

Doch die weitaus sinnvollere Lösung, so argumentierte Ende letzten Jahres zumindest der Entwickler Wil Shipley, wäre die Einführung digitaler Zertifikate für Entwickler außerhalb des App Store. Diese würden die jeweiligen Apps als „vertrauenswürdig“ identifizieren.

So arbeitet auch der Gatekeeper in OS X 10.8. Für den Endbenutzer handelt es sich hierbei lediglich um ein paar zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten. In den Systemeinstellungen kann eine von drei Varianten gewählt werden. Entweder Apps dürfen nur aus dem Mac App Store, von überall her oder eben nur von „identifizierten Entwicklern“ installiert werden.

Wer möchte, kann also den eigenen Mac (oder den für die Familie, Kinder oder Angestellte) so konfigurieren, dass die Installation solcher Programme, die nicht aus dem Mac App Store stammen, nicht zugelassen wird.

Registrierte Mac-Entwickler können eine solche „Developer ID“ bei Apple beantragen und sicher stellen, dass das Vertrauen der Anwender in ihre Software gestärkt wird. Offenbar sind die Zertifikate kostenlos (abgesehen von den 79 Euro Gebühr pro Jahr für das Entwickler-Konto) und können via Xcode (mindestens 4.3) direkt heruntergeladen werden. Zusätzliche Voraussetzungen oder eine gesonderte Prüfung derjenigen Apps, für die Zertifikate ausgegeben werden, scheint es nicht zu geben.

So beschränkt sich die Kontrolle Apples über zertifizierte Apps auf ein nachträgliche Deaktivierung der Zertifikate, sollten die Programme negativ auffallen. Der Hersteller verspricht mit dem Gatekeeper also nicht „Du wirst nie wieder Malware herunterladen“, sondern vielmehr: „Sollte sich ein zertifiziertes Programm als Malware entpuppen, können wir es deaktiveren“ — also nachträglich den „Kill-Switch“ betätigen und das Zertifikat zurückziehen.

Wie OS-X-Entwickler uns mitteilten, gibt es schon jetzt eine Möglichkeit, den Gatekeeper zu testen. Hierzu wird lediglich die jüngste öffentliche Version von Mac OS X benötigt, nämlich 10.7.3. Im Terminal gibt man hier folgendes ein:

sudo spctl –enable

Hierauf folgt eine Abfrage des Administrator-Passworts. Über das Kommando

spctl –status

kann sichergestellt werden, dass der Gatekeeper auch läuft. In diesem Fall lautet die Ausgabe:

assessments enabled

Nun schickt man sich eine beliebige (entweder signierte oder unsignierte) Anwendung via Apple Mail um sie in Quarantäne zu schieben oder lädt sie auf einen Server und ruft sie via Safari ab. Versucht man sie zu öffnen, sollte der Gatekeeper entsprechend reagieren und sie entweder „hineinlassen“ oder blockieren. DMG-Dateien werden nicht direkt beim Mounten blockiert, sondern erst beim Öffnen des darin enthaltenen Programms.

Für viele Anwender bietet der Gatekeeper sicherlich ein großes Plus an Sicherheit. Gleichzeitig ist er ein weiterer Schritt hin zu einer Abschottung des Systems. Zwar besteht nach wie vor die Möglichkeit, OS X für Anwendungen ohne Zertifikat offen zu halten. Ganz so „schlimm“ wie in iOS ist es also nicht.

Doch einerseits wird durch die Zertifizierung ein starker Anreiz geschaffen, sich Apples Kontrolle zu unterwerfen. Andererseits scheint es, als wäre die Option „Nur Apps aus dem App Store oder von zertifizierten Entwicklern“ in den Systemeinstellungen standardmäßig ausgewählt.

Zum Inhaltsverzeichnis

OS X Mountain Lion: iMessage für den Desktop

iMessage für Mac
Mit der heute völlig überraschend vorgestellten neuen OS X Version 10.8, Codename Mountain Lion (Berglöwe), bringt Apple zahlreiche iOS-Features (zurück) auf den Mac.

Neben Erinnerungen- und Notizen-App, Twitter- und Game Center-Integration sowie AirPlay-Mirroring gehört auch das iMessage-Pendant für den Mac namens “Messages” ab diesem Sommer zum Standardfunktionsumfang.

Messages ersetzt das in die Jahre gekommene iChat und ermöglicht das kostenlose und unlimitierte Versenden und Empfangen von Kurznachrichten und MMS über das Internet an andere Nutzer von iOS 5, OS X Lion bzw. OS X Mountain Lion. Darüber hinaus jedoch bleibt die von iChat bekannte Kontaktliste erhalten, auch kann man weiterhin über das AIM-Netzwerk mit “Messages” chatten.

Über den neuen Share-Sheets-Button integriert sich Messages auch in zahlreiche OS X Mountain Lion Applikationen. So sollen beispielsweise Internet-Adressen, Notizen, Fotos, Videos, Kontakte und vieles Mehr über Messages geteilt werden können.

Schon im September letzten Jahres tauchten die ersten Hinweise auf, wonach Apple das von iOS 5 bekannte iMessage auch in OS X integrieren möchte. Die nun offensichtlich abgeschlossene Integration zeigt erneut Apples Bestrebung, sich und die User Stück für Stück von den Mobilfunkbetreibern “zu befreien”.

Zum Inhaltsverzeichnis
Anzeige
GIGA Marktplatz