10 Dinge, die wir in Mountain Lion vermissen

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OS X 10.8 Mountain Lion hatte einen guten Start: Drei Millionen Downloads in vier Tagen konnte Hersteller Apple verbuchen. Die Nutzer zeigen sich im Allgemeinen zufrieden. Wehmut findet sich mancherorts allerdings auch. Wir zeigen zehn Dinge, die wir mit Mountain Lion verlieren und zeigen Alternativen.

10 Dinge, die wir in Mountain Lion vermissen

RSS in Mail und Safari

Apples Browser verstand sich bislang prächtig mit RSS. Klickte man bislang in der Adressleiste auf das blau-weiße RSS-Symbol, öffnete sich ein RSS-Feed, den man mit einem Klick in der Mail-App dauerhaft abonnieren konnte. Davon ist keine Spur mehr. Der RSS-Eintrag in den Mail-Einstellungen ist ebenfalls verschwunden. Offenbar will Apple die Aufmerksamkeit auf eine Vielzahl an RSS-Readern im Mac App Store lenken. Beliebt sind derzeit Apps wie , oder . Wie man auch mit Bordmitteln RSS-Feeds in Safari 6 wieder einbinden kann, erfahren unsere Leser im Artikel RSS-Feeds in Safari 6 lesen: Automator-Tipp.

Spotlight Suche nur noch an zweiter Stelle

Wie dem Autor dürfte es einigen Anwender ergangen sein: Maus möglichst weit nach rechts und dabei nach oben bewegt, geklickt und – voilà – damit die Spotlight-Suche aufgerufen. Das funktionierte bislang auch im Halbschlaf. Nun jedoch ist mehr Präzision vonnöten, schließlich ist der Spotlight-Button einen Platz nach links gewandert. Dieses kosmetische Problem ist allerdings weniger schlimm, wenn man bedenkt, dass es ein simples Tastaturkürzel für die Spotlight-Suche gibt, nämlich Befehl (cmd) + Leertaste.

Akku-Zeitanzeige bei tragbaren Macs

MacBook-Nutzer wussten bislang immer, wie viel Zeit ihnen noch bleibt. Zumindest, was den Akku im Notebook betrifft. Neben der Batterieanzeige in der Systemleiste ließ sich die Zeit anzeigen, die das Gerät noch ohne eine Steckdose auskommt. In Mountain Lion ist diese Option gänzlich verschwunden. Terminal-Befehle, die unter Lion noch funktioniert haben, verweigern nun ihren Dienst. Im Batterie-Betrieb lässt sich die Zeit nun wenigstens im Kontextmenü, wenn man auf das Symbol klickt, einsehen. Wer die Anzeige wieder dauerhaft in der Systemleiste sehen will, muss auf Software von Drittherstellern ausweichen. iStat Menu 3 liefert neben der Zeitanzeige einige weitere Systeminformationen, kostet aber 16 US-Dollar. Kostenlos dagegen ist das Tool SlimBatteryMonitor. Es erfüllt seinen Zweck, lässt dem Anwender sogar die Wahl zwischen verschiedenen Anzeige-Optionen und ist extrem platzsparend.

Websharing – Goodbye, Hello!

Mit OS X 10.8 Mountain Lion fällt die so genannte Websharing-Funktion weg, aber nur auf den ersten Blick. Sie ließ sich bislang in den Systemeinstellungen aktivieren. Interessant war die Funktion für Anwender, die aus ihrem Mac einen Webserver machen wollten – beispielsweise zu Testzwecken eines Webdesigners. Die Entwickler von Clickontyler schaffen glücklicherweise Abhilfe: Sie haben ein kleines Tool geschrieben, das den Systemeinstellungen eine Einstellung hinzufügt. Damit lässt sich Apache betreiben wie zuvor, schreiben die Entwickler.  Mehr Informationen gibt es in unserem GIGA-Tipp Websharing reaktivieren.

Apps, die ihren Dienst verweigern

Zugegeben: “Ding” trifft es hier nicht ganz. Dennoch handelt es sich bei diesem Punkt um etwas, womit Mountain Lion dem Anwender Probleme bereitet. Einige Applikationen, die noch unter Lion prächtig funktioniert haben und noch auf der Festplatte schlummern, funktionieren seit dem Update nicht mehr. Eine inzwischen bereits über 30 Seiten lange Liste der Webseite roaringapps.comzeigt, welche Apps sich mit Mountain Lion verstehen und welche dagegen Probleme bereiten.

Safari 6: Erscheinungsbild nicht mehr anpassbar

Noch in Safari 5 konnte der Anwender in den Einstellungen der App festlegen, welche Schriftart und Schriftgröße Texte im Internet haben sollen. Diese Option fällt in Safari 6 unter OS X 10.8 Mountain Lion weg – übrigens auch unter Lion, wenn der Anwender Safari 6 installiert. Einzig eine Bedienungshilfe ist vorhanden: Auf Wunsch lässt sich vom Anwender festlegen, dass keine Schrift kleiner als eine festgelegte Größe verwendet werden soll. Es gibt allerdings Alternativen: Wer sich beispielsweise damit abgeben will und kann, dass jegliche Schriften in Safari zu Helvetica umgemünzt werden, kann die Extension HelveticaTheWorldinstallieren.  Mehr Auswahl bietet die Erweiterung Google Fonts in Safari.

iCloud: Gut, aber eingeschränkt nutzbar

In unserem ersten Test zu Mountain Lion haben wir es bereits erwähnt. So gut die iCloud im Zusammenspiel mit einzelnen Applikationen ist, so ungeeignet ist sie als Ersatz für Apples iDisk oder andere Cloud Dienste. Man denke an Dropbox. Sie haben ein einfaches Konzept: Der Nutzer hat einen Speicherplatz im Internet, auf den er mittels Zugangsdaten zugreifen kann. Apples iCloud ist vieles, nur kein wirklicher Dropbox-Konkurrent. Was fehlt, ist nämlich eine zentrale Verwaltung, also eine Art Finder-Fenster mit Blick in die Wolke. Es ist folglich nicht möglich, eine Datei “einfach mal so” in die Wolke zu schieben. Einen kleinen Einblick in die Wolke gewähren lediglich mit ihr kompatible Apps. Hier lassen sich Dateien zwar zur iCloud hinzufügen, aber nur wenn sie in Sachen Dateityp zum Programm passen. Bislang bietet auch die Übersicht über alle Dateien in den Systemeinstellungen keine Möglichkeit, Dateien hinzuzufügen. Als Alternative sei einmal mehr Dropbox genannt.

Safari 6: Aktivitätsanzeige verschwunden

Es kommt einmal der Punkt, da gehen die Alternativen aus: So ist das im Falle der verschwundenen Aktivitätsanzeige in Safari 6. In Foren mehren sich Stimmen der Anwender, die dieses schlichte Fenster zurückhaben möchten. Nicht nur konnten Anwender einsehen, welche Dateien eine Webseite lud, sondern diese in den meisten Fällen auch gezielt herunterladen. Bleibt nur zu hoffen, dass Apple hier auf seine Kunden hört und die Entscheidung noch einmal überdenkt. Bis dahin bleibt der Nutzerschaft nur übrig, einen anderen Browser zu nutzen, beispielsweise Firefox. Dort gibt es eine vergleichbare Funktion. Mit dem Kürzel Befehl (cmd) + I lassen sich die Seiteninformationen aufrufen. Spracherkennung ohne Intelligenz

Nach der Installation von OS X 10.8 Mountain Lion kann der Anwender mit seinem Mac sprechen, ihm Texte diktieren. In den Systemeinstellungen lässt sich die Funktion aktivieren. Aufrufen kann man sie dann beispielsweise durch zweifaches Betätigen der Befehlstaste. Was fehlt, ist der intelligente Sprachassistent Siri, der auf dem iPhone 4S und dem neuen iPad verfügbar ist. Grund dafür könnte unter anderem sein, dass die internen Mikrophone bei Macs zu schlecht sind, wenn es darum geht, Umgebungsgeräusche zu unterdrücken. Wann beziehungsweise ob Apple dem Mac ebenfalls Siri spendieren wird, ist unklar. Würden Ihr auf dem Mac Siri überhaupt nutzen wollen? Schreiben es uns in den Kommentaren!

Kein Safari 6 für Windows

Im Zuge der Veröffentlichung von OS X 10.8 Mountain Lion schickte Apple eine neue Safari-Version ins Rennen: Safari 6. Was derzeit für Verwunderung sorgt, ist die Tatsache, dass Apple jeglichen Hinweis auf eine Windows-Version des Browsers von seiner Webseite entfernt hat. Derzeint scheint es, als ob Apple den Browser auf der Microsoft-Plattform tatsächlich einstellen wird. “Was interessiert mich schon Windows?”, könnte man nun denken. Es dürfte allerdings tatsächlich Anwender geben, die wie der Autor froh waren, wenn sie auch auf einem Windows-Rechner mit vertrauter Apple-Software arbeiten konnten.

Fazit

Mountain Lion scheint gut anzukommen. Viele können vielleicht über die genannten Sachen hinwegsehen oder kommen ohnehin ohne sie aus. Allen anderen seien die aufgezeigten Alternativen ans Herz gelegt. Letztlich gilt wohl: Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,...Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde! (Hesse) Diese Aufstellung erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit! Schreibt uns gerne in den Kommentaren, welche Funktionen Ihr persönlich vermisst oder bislang noch sucht.

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