Mountain Lion: Warum werden einige Macs nicht mehr unterstützt?

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Bereits kurz nach der Veröffentlichung der Mountain Lion Developer Preview berichteten wir, dass eine Reihe älterer Intel-Macs nicht mehr unterstützt wird. Neben den 64-Bit-Fähigkeiten der Prozessoren, sind aber unter anderem auch Treiber und Grafikkarten dafür ausschlaggebend, ob der eigene Mac mit OS X Mountain Lion kompatibel sein wird.

Mountain Lion: Warum werden einige Macs nicht mehr unterstützt?

Die Kollegen von Ars Technica haben sich die Liste der Hardware genauer angesehen und versucht herauszufinden, warum einige Macs von der neuen Raubkatze nicht mehr unterstützt werden.

Der Schnitt von Snow Leopard auf Lion war noch vergleichsweise klar, es wurden nur noch Intel-Macs mit 64-Bit-CPU unterstützt. Besaß man einen 64-Bit-Mac mit einem Core 2 Duo bekam man grünes Licht für die Lion-Installation. Dies ist bei der aktuellen Mountain-Lion-Preview nicht der Fall.

Neben dem Wegfall einiger früher Macs mit Core-2-Duo-Prozessoren spielen anscheinend auch der Grafikchip und der vorhandene Videospeicher eine wichtige Rolle. Die Neuerungen an OpenGL und OpenCL, welche das überarbeitete Grafiksystem von Mountain Lion ausmachen, steigern anscheinend die Anforderungen an die Hardware.

MacBook, MacBook Air und Mac mini

Der Berglöwe ist damit aktuell auf MacBook, MacBook Air und Mac mini nicht lauffähig, wenn diese nur eine integrierte Grafik in Form von Intels GMA 950 oder X3100 vorweisen können. Aktuellere Modelle mit NVIDIA 9400M, 320M oder Intel HD3000 sind hingegen kompatibel.

iMac

Beim iMac sieht es ebenfalls noch vergleichsweise einfach aus: Frühe Modelle mit Core 2 Duo, die noch weißes Plastik tragen und eine separate GPU mit 128 Megabyte VRAM besaßen, sind raus. Spätere Aluminium-iMacs mit Grafikspeicher ab 256 Megabyte bekommen hingegen derzeit die Freigabe für die Mountain-Lion-Installation.

MacBook Pro

Die Angelegenheit wird komplizierter beim MacBook Pro. Das 13-Zoll-Modell mit NVIDIA 9400M ist startklar für OS X 10.8. Beim 15″ und 17″ MacBook Pro scheint der Schnitt derzeit beim Wechsel zu den Modellen mit Intels Santa-Rosa-Chips zu sein, diese wurden Mitte 2007 vorgestellt. Sie besaßen unter anderem einen schnelleren Front-Side Bus (FSB). Auch hier gibt es zwar ein Modell mit nur 128 Megabyte VRAM, den Vermutungen von Ars Technica zufolge könnte jedoch der höher getaktete FSB Grund dafür sein, dass die Modelle von Mountain Lion unterstützt werden.

Mac Pro

Der Mac Pro ist wieder ein spezieller Fall. Alle Modelle bieten eine 64-Bit-CPU, einen schnellen Front-Side Bus und Grafikkarten mit mindestens 256 Megabyte Video-RAM. Ersten Vermutungen zufolge könnte das 32-Bit-EFI daran schuld sein, dass die frühen Mac Pros nicht unterstützt werden. Dies ließe sich theoretisch durch ein entsprechendes Update nachbessern. Ein weiterer Grund könnten fehlende 64-Bit-Treiber für die verwendeten Grafikkarten, namentlich NVIDIAs GeForce 7300 beziehungsweise ATI/AMD Radeon X1900, sein. Auch hier könnten Updates Besserung versprechen – es ist aber möglich, dass Apple seine Ressourcen lieber anderweitig nutzen will.

Finale System-Voraussetzungen noch offen

Gegenüber Ars Technica sagte ein Apple-Sprecher, dass die System-Voraussetzungen für Mountain Lion derzeit noch nicht final sind. Es besteht also Hoffnung, dass auch ältere Macs noch unterstützt werden. Auf der anderen Seite kann es aber auch gut sein, dass Apple noch weitere Modelle von der Liste kompatibler Macs streicht. Eine klare Linie, warum welche Macs nicht mehr kompatibel mit Mountain Lion sind, ist derzeit jedenfalls noch nicht zu erkennen.

Probleme

Weitere Themen: MacBook Air, Mac mini (2012), iMac 2012, MacBook Pro, Macbook, mac-pro, Apple


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