OS X Mountain Lion: Warum Siri fehlt

Florian Matthey
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OS X Mountain Lion bringt viele bekannte Bestandteile des iOS wie Messages, Mitteilungszentrale und AirPlay auf den Mac. Doch ein Feature fehlt: Siri. Warum eigentlich?

OS X Mountain Lion: Warum Siri fehlt

Christina Bonnington fragt sich in einem Beitrag für den CNN-Blog Wired, warum Apple nicht den beliebten Spracherkennungs-Assistenten zu einem Teil des iOS gemacht hat. Bonnington nennt mehrere Gründe und bezieht sich dabei auch auf die Einschätzung des Forrester-Analysten Frank Gillett.

Zum einen sei da das Problem des Mikrofons: Zwar sei ein solches in MacBooks und iMacs integriert, allerdings liefere dies nicht mit dem iPhone 4S vergleichbare Ergebnisse: Um Nebengeräusche herauszufiltern verfügt das Apple-Handy bekanntlich über ein zweites Mikrofon. Die Rauschunterdrückung übernimmt außerdem ein spezieller Chip. Zwar ließe sich eine zuverlässige Spracherkennung auch mit einem an den Mac angeschlossenen Mikrofon ermöglichen, eine solche Lösung sei aber nicht Apple-typisch.

Ferner fehle dem Mac ein eingebauter GPS-Chip, der die positionsabhängigen Siri-Dienste unmöglich mache (wobei diese bisher ohnehin nur in den USA funktionieren). Auch setze Siri eine ständige Internet-Verbindung voraus, die mit einem Mac ohne eingebauten UMTS-Chip nicht immer garantiert sei. Schließlich stelle sich auch die Frage, ob man Siri auf einem Mac überhaupt brauche: Wer ohnehin eine Tastatur vor sich hat, verspüre nicht so oft das Bedürfnis, eine SMS zu diktieren oder eine Suchanfrage zu sprechen, statt sie zu tippen.

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