Sandboxing: Entwickler haben bis zum 1. Juni Zeit

Florian Matthey
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OS X Mountain Lion bringt mehr iOS ins OS X – was nicht nur für Begeisterung sorgt. Gerade in Sachen Mac-Anwendungen besteht die Sorge, dass Apple das OS X ähnlich wie das iOS abschotten könnte. Jetzt hat Apple zumindest die “Sandboxing”-Deadline im Mac App Store erneut nach hinten verschoben.

Sandboxing: Entwickler haben bis zum 1. Juni Zeit

Schon als Apple Ende 2010 den Mac App Store vorstellte sorgte das bei vielen Mac-Benutzern für einen Schreck: Wird Apple das eigene Download-Portal eines Tages zum einzigen Software-Vertriebsweg machen, und werden Apps in ihrem Funktionsumfang nach Apples Vorstellungen beschränkt werden? Bis heute lässt sich Software auch außerhalb des Mac App Store installieren. Mit der “Gatekeeper”-Funktion des OS X Mountain Lion wird das aber nur möglich sein, wenn der Benutzer zunächst eine “Sperre” deaktiviert hat.

“Sandboxing” betrifft wiederum den eingeschränkten Funktionsumfang: Ähnlich wie im iOS sollen Apps innerhalb der Grenzen eines “Sandkasten” arbeiten, also nur einen bestimmten Umfang an Rechten benutzen. Vor allem Apps, die mit anderen Apps zusammenarbeiten oder auf das gesamte Dateisystem zugreifen können erfüllen diese Voraussetzungen nicht.

Mittelfristig soll “Sandboxing” im Mac App Store Pflicht werden, was zwar der Sicherheit zugute kommt, aber auch dazu führt, dass einige Apps in ihrer heutigen Form im Mac App Store nicht mehr erlaubt sein werden. Zumindest stehen einige Entwickler vor der großen Herausforderung, ihre Anwendungen anpassen zu müssen. Schon im November letzten Jahres hatte Apple den Entwicklern dafür mehr Zeit gegeben – bis zum 1. März diesen Jahres. Nun hat Apple die Deadline erneut verschoben: Die Entwickler haben nun bis zum 1. Juni Zeit.

So oder so werden sich Entwickler aber entschieden müssen, ob sie den Funktionsumfang ihrer Anwendungen beschränken oder sie eben außerhalb des Mac App Store vertreiben. Da Apple das Download-Portal zum zentralen Ort für Software machen möchte, könnte Letzteres aber für viele Entwickler eine unattraktive Lösung sein.

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