Jede neue Software geht leider auch immer mit dem einen oder anderen Problem einher. Wir informieren, warum einige Macs nicht mehr mit OS X 10.8 Mountain Lion unterstützt werden und was bei inkompatiblen Systemen zu tun ist.

OS X Mountain Lion: App Store warnt bei inkompatiblem System

Die Systemvoraussetzungen für Apples Betriebssysteme waren eigentlich immer recht eindeutig. Snow Leopard nur mit Intel CPU. Lion nur mit Core2Duo und besseren Prozessoren. Für Mountain Lion sieht es auf den ersten Blick etwas komplexer aus. Aber zum Glück kümmert sich der Mac App Store um die Details.

Die Übersichtsseite zu den technischen Spezifikationen von Apples neuester Raubkatze (aktuell nur in englischer Sprache verfügbar) listet die genauen Voraussetzungen für die Installation von OS X 10.8 auf. Während sich bisher die meisten zusätzlichen Kriterien aus einem „großen“ ergaben, scheint das jetzt anders zu sein.

Apple listet sogar die unterstützten Modelle aus den jeweiligen Produktgruppen auf, um es den Anwendern leichter zu machen. Für OS X Mountain Lion in Frage kommen:

  • iMac (Mitte 2007 oder neuer)
  • MacBook (Ende 2008 Aluminium-Modell, oder Anfang 2009 oder neuer)
  • MacBook Pro (Mitte/Ende 2007 oder neuer)
  • Xserve (Anfang 2009)
  • MacBook Air (Ende 2008 oder neuer)
  • Mac mini (Anfang 2009 oder neuer)
  • Mac Pro (Anfang 2008 oder neuer)
Darüber hinaus werden 2 Gigabyte Arbeitsspeicher, 8 Gigabyte Festplattenkapazität und OS X 10.6.8 verlangt.

Der ehemalige Apple-Store-Mitarbeiter Stephen Hackett beschreibt in seinem Blog 512Pixels.net, wie Käufer von Leopard, Snow Leopard und anderen Betriebssystemen auf physischen Datenträgern diese häufig umtauschen wollten, da ihr System nicht unterstützt wurde. Im App Store gibt es aber die Möglichkeit eines Umtausches oder Widerrufes nicht.

Glücklicherweise scheint es, so berichten Anwender, als würde der Mac App Store eine kurze Systemprüfung vornehmen und den User warnen, falls sein Computer nicht mit Mountain Lion kompatibel ist. So entfällt praktisch das Risiko eines versehentlichen oder fruchtlosen Downloads.

Die nächste Version des Betriebssystems für Macs wurde vom Hersteller auf der WWDC 2012 vorgestellt, soll ab Ende Juli verfügbar sein und 20 US-Dollar kosten.

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Mountain Lion: Warum werden einige Macs nicht mehr unterstützt?

Bereits kurz nach der Veröffentlichung der Mountain Lion Developer Preview berichteten wir, dass eine Reihe älterer Intel-Macs nicht mehr unterstützt wird. Neben den 64-Bit-Fähigkeiten der Prozessoren, sind aber unter anderem auch Treiber und Grafikkarten dafür ausschlaggebend, ob der eigene Mac mit OS X Mountain Lion kompatibel sein wird.

Die Kollegen von Ars Technica haben sich die Liste der Hardware genauer angesehen und versucht herauszufinden, warum einige Macs von der neuen Raubkatze nicht mehr unterstützt werden.

Der Schnitt von Snow Leopard auf Lion war noch vergleichsweise klar, es wurden nur noch Intel-Macs mit 64-Bit-CPU unterstützt. Besaß man einen 64-Bit-Mac mit einem Core 2 Duo bekam man grünes Licht für die Lion-Installation. Dies ist bei der aktuellen Mountain-Lion-Preview nicht der Fall.

Neben dem Wegfall einiger früher Macs mit Core-2-Duo-Prozessoren spielen anscheinend auch der Grafikchip und der vorhandene Videospeicher eine wichtige Rolle. Die Neuerungen an OpenGL und OpenCL, welche das überarbeitete Grafiksystem von Mountain Lion ausmachen, steigern anscheinend die Anforderungen an die Hardware.

MacBook, MacBook Air und Mac mini

Der Berglöwe ist damit aktuell auf MacBook, MacBook Air und Mac mini nicht lauffähig, wenn diese nur eine integrierte Grafik in Form von Intels GMA 950 oder X3100 vorweisen können. Aktuellere Modelle mit NVIDIA 9400M, 320M oder Intel HD3000 sind hingegen kompatibel.

iMac

Beim iMac sieht es ebenfalls noch vergleichsweise einfach aus: Frühe Modelle mit Core 2 Duo, die noch weißes Plastik tragen und eine separate GPU mit 128 Megabyte VRAM besaßen, sind raus. Spätere Aluminium-iMacs mit Grafikspeicher ab 256 Megabyte bekommen hingegen derzeit die Freigabe für die Mountain-Lion-Installation.

MacBook Pro

Die Angelegenheit wird komplizierter beim MacBook Pro. Das 13-Zoll-Modell mit NVIDIA 9400M ist startklar für OS X 10.8. Beim 15″ und 17″ MacBook Pro scheint der Schnitt derzeit beim Wechsel zu den Modellen mit Intels Santa-Rosa-Chips zu sein, diese wurden Mitte 2007 vorgestellt. Sie besaßen unter anderem einen schnelleren Front-Side Bus (FSB). Auch hier gibt es zwar ein Modell mit nur 128 Megabyte VRAM, den Vermutungen von Ars Technica zufolge könnte jedoch der höher getaktete FSB Grund dafür sein, dass die Modelle von Mountain Lion unterstützt werden.

Mac Pro

Der Mac Pro ist wieder ein spezieller Fall. Alle Modelle bieten eine 64-Bit-CPU, einen schnellen Front-Side Bus und Grafikkarten mit mindestens 256 Megabyte Video-RAM. Ersten Vermutungen zufolge könnte das 32-Bit-EFI daran schuld sein, dass die frühen Mac Pros nicht unterstützt werden. Dies ließe sich theoretisch durch ein entsprechendes Update nachbessern. Ein weiterer Grund könnten fehlende 64-Bit-Treiber für die verwendeten Grafikkarten, namentlich NVIDIAs GeForce 7300 beziehungsweise ATI/AMD Radeon X1900, sein. Auch hier könnten Updates Besserung versprechen – es ist aber möglich, dass Apple seine Ressourcen lieber anderweitig nutzen will.

Finale System-Voraussetzungen noch offen

Gegenüber Ars Technica sagte ein Apple-Sprecher, dass die System-Voraussetzungen für Mountain Lion derzeit noch nicht final sind. Es besteht also Hoffnung, dass auch ältere Macs noch unterstützt werden. Auf der anderen Seite kann es aber auch gut sein, dass Apple noch weitere Modelle von der Liste kompatibler Macs streicht. Eine klare Linie, warum welche Macs nicht mehr kompatibel mit Mountain Lion sind, ist derzeit jedenfalls noch nicht zu erkennen.

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Messages Beta: Retina-Grafiken gefunden, nach Beta nur noch für Mountain Lion?

Messages ist Apples iMessage-Implementation für die kommende OS-X-Version 10.8. Nun wurden in der Software erneut Grafiken entdeckt, die auf eine Retina- beziehungsweise HiDPI-Unterstützung von kommenden Macs hinweist. Darüber hinaus ist die Frage aufgekommen, ob Messages nach der Beta-Phase auch noch für Lion verfügbar sein wird.

Der Hinweis auf die HiDPI-Grafik, welche durch das bei Apple übliche “@2x”-Kürzel am Dateinamen zu erkennen ist, wurde von MacRumors entdeckt.

Diesmal ist es allerdings nicht der Dateiname selbst, sondern die Beschreibung des Bildes, welche in den Metadaten vorhanden ist. Das Kürzel findet sich in diversen Tiff-Dateien, die der Messages-Beta als Resourcen beiliegen.

Es wird vermutet, dass die Displays einer kommenden MacBook-Pro-Generation mit hochauflösenden 2.880 x 1.800 Pixeln ausgestattet werden. Aktuell sind unter anderem 1.440 x 900 Pixel beim 15″ MacBook Pro gängig. Apple hatte diese Vervierfachung der Pixel erstmals beim iPhone 4 mit dem Retina-Display angewandt. Schon in OS X Lion wurden des Öfteren Hinweise auf den HiDPI-Mode entdeckt.

Messages nach der Beta nicht mehr für Lion?

Ebenfalls in den Tiefen der Messages Beta haben die französischen Kollegen von Consomac eine für Lion-Nutzer möglicherweise traurige Zeichenkette entdeckt.

Wortwörtlich heißt es dort:

Thank you for participating in the Messages Beta program. With the inclusion of Messages in OS X Mountain Lion, the Messages Beta program has ended.

To continue using Messages, please visit the Mac App Store and purchase OS X Mountain Lion.

Mit anderen Worten: Sobald die Beta abgelaufen ist, wird es kein Messages mehr für andere OS-X-Versionen, mit Ausnahme von Mountain Lion, geben. Abhilfe schafft also nur noch das Upgrade auf das neue Betriebssystem. Da Messages aktuell aber nur eine Beta-Version ist, kann sich dies jedoch in den kommenden Wochen und Monaten sicherlich noch einmal ändern.

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