OS X: Sprache & Text – die Einstellungen im Überblick

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Sprache & Text ist ein Bereich der Systemeinstellungen in OS X, der oft keine große Beachtung findet. Ist der Mac einmal konfiguriert, muss man die Einstellungen selten anpassen. Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich aber. Wir veranstalten einen kleinen Rundgang.

OS X: Sprache & Text – die Einstellungen im Überblick

System- und Software-Sprache ändern

Die Einstellungen zu Sprache & Text sind in vier Unterkategorien aufgeteilt: Sprachen, Text, Region und Eingabequellen. Im ersten Reiter Sprachen legt der Anwender fest, welche Sprache OS X und die installierte Software im Normalfall spricht.

Bei den meisten Lesern dürfte aus diesem Grund “Deutsch” der erste Eintrag in der Liste sein. In der Liste kommt es auf die Reihenfolge an: Wenn eine Software nicht auf Deutsch lokalisiert ist, greift der nächste Eintrag in der Liste – in unserem Beispiel ist das Englisch. Wer kein Englisch spricht, mit Französisch aber zurecht kommt, kann die Sprache von der dritten auf die zweite Position bewegen. Eine nicht-deutschsprachige Software erscheint in der Folge in französischer Sprache, wenn diese vorhanden ist. Über eine Schaltfläche unter der Liste kann man Sprachen entfernen und hinzufügen, indem ein Häkchen entweder entfernt oder setzt.

Änderungen greifen im Falle des Finders nach einem Neustart. Applikationen übernehmen die geänderten Einstellungen, sobald man sie selbst neu startet.

Wenn es darum geht, Listen im System darzustellen, hält sich OS X sogar an landestypische Regeln. In Deutschland beispielsweise kann man Listen à la Telefonbuch sortieren.

Text: Rechtschreibkorrektur und Text-Ersetzung

iOS-Anwender sind mit der Rechtschreibkorrektur vertraut: Wenn sie aktiviert ist, korrigiert das System Rechtschreibfehler bereits bei der Eingabe. Nach welcher Sprache OS X dabei vorgeht, legt man im Menü unter “Rechtschreibung” fest. Allerdings muss man sich dabei nicht festlegen: OS X ist intelligent genug, die jeweilige Sprache zu erkennen und Korrekturen bzw. Korrekturvorschläge daran auszurichten.

Was es mit der Wortgrenze auf sich hat, erklärt Apple auf seinen Support-Seiten:

Mit dieser Einstellung wird festgelegt, wie ein Wort hervorgehoben wird, wenn Sie es durch Doppelklicken auswählen. Für die meisten Benutzer ist „Standard“ die geeignete Einstellung. Wenn Sie jedoch Japanisch als Ihre Standardsprache verwenden (Ihre Standardsprache wird ganz oben in der Liste im Bereich „Sprachen“ angezeigt), empfiehlt es sich, „Japanisch“ auszuwählen. Die Einstellung „Englisch (Vereinigte Staaten, Posix)“ ist für Programmierer gedacht, die häufig zusammengesetzte Wörter wie „aKey:aValue“ verwenden, von denen bei einer Auswahl durch Doppelklicken jedoch nur ein Teil hervorgehoben werden soll.

Zwei Auswahlmöglichkeiten bestehen für so genannte Intelligente Anführungszeichen. Für die doppelte und einfache Variante kann der Anwender jeweils die bevorzugte Variante auswählen.

Sehr nützlich sind die Einstellungen in der Linken Fensterhälfte. Grundsätzlich kann der Anwender sich hier entscheiden, ob er die eingebaute Zeichen- und Textersetzung verwenden möchte. Die Antwort sollte im Zweifel “Ja!” lauten. Dahinter verbirgt sich nämlich eine äußerst nützliche Funktion von OS X. Anstatt im Menü für Sonderzeichen nach einem Symbol zu suchen, kann man hier eine Art Codewort festlegen. Tippt man dieses, ersetzt es das System durch ein Sonderzeichen oder sogar durch eine Phrase. Standardmäßig sind bereits einige Ersetzungen aktiviert, so zum Beispiel die Verwandlung von “(c)” in “©” oder “MarkeXYTM” zu “MarkeXY™”. Brüche, nützlich beispielsweise bei Rezepten, lassen sich ebenfalls aktivieren.

Über die Plus-Schaltfläche unter der Liste kann man eigene Ersetzungspaare festlegen. An die Sonderzeichen gelangt man bei der Eingabe über das Bearbeiten-Menü in der Systemleiste.

Will man eine mehrzeilige Ersetzung, zum Beispiel für eine E-Mail-Signatur oder einen Briefkopf schreiben, springt man mit der Tastenkombination alt + Enter in die nächste Zeile.

Region: Datum, Uhrzeit, Zahlen

Im Reiter Region sind Einstellungen rund um die landestypische Darstellung von Datumsangaben, Uhrzeiten und Zahlenmengen beheimatet. Letzterem sind auch Währungen und Maßeinheiten (Metrisch oder im US-System) zugeordnet. In deutscher Sprache stehen im Menü in der oberen Fensterhälfte sechs Regionen zur Auswahl, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz, aber auch Luxembourg, Liechtenstein und Belgien. Wer Datum und Co. beispielsweise einem englischsprachigen Standard entsprechend Darstellen möchte, setzt ein Häkchen bei “Alle Regionen anzeigen” und kann nun aus einer ungleich längeren Liste wählen.

Mithilfe der “Anpassen...“-Buttons kann man zusätzliche Feinjustierung betreiben. Der Datumsanzeige beispielsweise lässt sich so um die Nummer der Kalenderwoche erweitern. Dazu zieht man die entsprechende blaue “Pille”, das Datumselement, mit der Maus in die oberen Zeilen. Auch Text lässt sich hier zusätzlich eingeben, um ein eigenes Format zu erstellen. Ein Leerzeichen sollte man jedenfalls zwischen den Elementen positionieren.

Eingabequellen

Hinter dem aufgedruckten Tastatur-Layout eines Macs verstecken sich viele weitere Tasten-Belegungen, die man in den Einstellungen zu den Eingabequellen aktivieren kann. Sinnvoll ist es zunächst, ein Häkchen zu setzen bei Eingabequellen in der Menüleiste anzeigen.

In der Liste links nun lassen sich mithilfe von Häkchen Belegungen für die Hardware-Tastatur hinzufügen. Ein Anwender, der üblicherweise eine englische Tastatur  gewohnt ist, kommt so auch auf “deutscher” Hardware gut zurecht. Sobald man nun zwei Belegungen ausgewählt hat, erscheint in der Menüleiste eine Flagge. Nach einem Klick darauf kann man zwischen verschiedenen Tastaturbelegungen wechseln.

Die Tastatur- und Zeichenübersicht, der erste Eintrag in der Liste also, sollte man aktivieren, wenn man auf der Tastatur hin und wieder nach bestimmen Zeichen sucht. Auf beide Übersichten kann man in der Folge schnell in der Menüleiste zugreifen.

Hinter der Tastaturübersicht verbirgt sich eine Bildschirm-Tastatur, die das tatsächliche Layout eines Keyboards simuliert. Befehls-, Alt- und Shift-Taste sind wie alle anderen Keys voll funktionsfähig. So findet man auch auf ungewohntem Terrain bald die nötigen Tasten.

Eine Übersicht über alle Zeichen in OS X erhält der Anwender über den Menübefehl Zeichenübersicht einblenden. Das Fenster lässt sich aus vielen Programmen natürlich auch über das Bearbeiten-Menü und den Befehl “Sonderzeichen” öffnen. Mit einem Doppelklick oder per Klicken-und-Ziehen fügt man Pfeile, Klammern, Bildzeichen und andere Symbole in das geöffnete Dokument ein. Benötigt man eines davon häufiger, kann man es mit einem Klick zu einer Favoritenliste hinzufügen.

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