Dateien verstecken in OS X: 7 Wege zum Ziel
Privatsphäre, Datenschutz, peinliche Fotos — es gibt eine Menge Gründe, einzelne Dateien vor den Augen Fremder verbergen zu wollen. Mindestens ebenso viele Möglichkeiten existieren, dies zu tun. Sieben davon stellen wir euch vor.
Beginnen wir mit recht offensichtlichen Methoden, die zwar sehr einfach, aber dafür auch sehr leicht auszuhebeln sind. Für den Schutz vor Blicken über die Schulter genügen sie aber allemal. Gegen Ende wird es dann ein wenig komplexer, aber auch sicherer.
1. Unauffällige Dateinamen
2. Versteckspiel in der Library
3. Systemordner vortäuschen
4. Noch Mal Terminal
5. Geister-Benutzer
6. FileVault
7. There's an app for that…
1. Unauffällige Dateinamen
Ja, es mag blöd klingen, aber unscheinbare Dateinamen können jedenfalls versehentliche Blicke auf sensible Dokumente verhindern. Statt „Geheimakte“ oder Ähnlichem wirkt „Energiesteuergesetz_2012“ geradezu abschreckend.
2. Versteckspiel in der Library
Als nächstes kann man sich den Umstand zunutze machen, dass OS X Mountain Lion den Ordner ~/Library standardmäßig nicht 
Um in den Ordner zu gelangen, nutzt ihr am besten im Finder-Menü Gehe Zu bei gehaltener ALT-Taste den Eintrag Library.
3. Systemordner vortäuschen
Zugegeben, mit geänderten Dateinamen und Library-Ordnern allein darf man sich noch nicht ganz wie in Fort Knox fühlen. Gehen wir also eine kleine Stufe höher. Standardmäßig werden in OS X solche Ordner, deren Name mit einem Punkt beginnt, nicht angezeigt. Dateien ließen sich darin also gut verstecken.
Leider ist es allerdings über den Finder nicht möglich, solche Ordner zu erstellen — versucht man es, wird eine Fehlermeldung angezeigt. Deshalb ist der Griff zum Terminal vonnöten, zu finden im Programm-Ordner unter Dienstprogramme.
Angenommen, ihr wollt auf dem Schreibtisch einen versteckten Ordner erstellen, tippt ihr erst dies ein:
cd desktop
Dann folgt:
mkdir .versteckt

Die zweite Variante besteht darin, alle sonst versteckten Systemordner anzuzeigen. Hierfür ist abermals der Terminal vonnöten. Dort gebt ihr folgendes ein:
defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles TRUE
gefolgt von:
killall Finder
So wird der Finder einmal neu gestartet und zeigt jetzt auch Systemdateien an, die zuvor unsichtbar waren — auch euren versteckten Ordner auf dem Schreibtisch. Rückgängig macht ihr diesen Schritt, indem ihr genau den gleichen Befehl wie oben noch einmal ausführt und „TRUE“ durch „FALSE“ ersetzt.
4. Noch Mal Terminal
Eine weitere Möglichkeit, einzelne Dateien oder ganze Ordner zu verstecken, ist folgender Terminal-Befehl:
chflags hidden

Rückgängig macht ihr den Vorgang, indem ihr den Befehl wie oben, allerdings mit „nohidden“ anstelle von „hidden“ ausführt.
5. Geister-Benutzer
Auch eine zweite Identität kann eine Menge Informationen verbergen. Für unsere Zwecke genügt es, ein weiteres, passwortgeschütztes Benutzerkonto auf dem Mac anzulegen. Dort kann man dann seine Dateien ablegen, ohne dass sie für jeden, der sich an den Rechner setzt, sofort sichtbar sind.
Dazu einfach in den Systemeinstellungen auf Benutzer & Gruppen klicken und einen neuen Benutzer erstellen.
6. FileVault
Eine der sichereren Methoden, seine Daten vor Fremdzugriff wirksam zu schützen, ist Apples eigene 
Die Leistungseinbußen bei der Verwendung von FileVault werden auf etwa 20-30 Prozent geschätzt, sofern der Mac mit einem Core-i-Prozessor von Intel ausgestattet ist. Ihr müsst also abwägen, ob euch das eine sichere Verschlüsselung wert ist.
7. There’s an app for that...
Natürlich gibt es auch hierfür Software. Programme von Drittanbietern, die Dateien und Ordner verstecken, verschlüsseln oder mit Passwortschutz versehen. Unter Vielen nennen wir hier nur zwei: Secret Folder (4,49 im Mac App Store) oder Hide Folders (kostenlos).
Welche Methode nutzt ihr, um eure Dateien zu verstecken?
(via Macworld, Bild: Concept of computer data encryption via Shutterstock)


