Parallels Desktop 12: Windows und Toolbox für macOS

Sebastian Trepesch
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Heute stellt Parallels eine neue Version der Virtualisierungslösung Parallels Desktop offiziell vor. Windows, Linux oder eine Beta von macOS laufen damit auf dem Mac zeitgleich zum Apple-System. Komplett neu ist die enthaltene Toolbox.

Parallels Desktop 12: Windows und Toolbox für macOS

Mit Parallels Desktop 12 führt der Entwickler fort, was mit Version 11 begonnen hat: Die nahtlose Funktion von Windows in OS X beziehungsweise macOS. Denn viele Nutzer interessiert weiterhin an erster Stelle Windows auf dem Mac – generell können aber auch andere Betriebssysteme beziehungsweise Betriebssystemversionen in der Virtualisierung zum Einsatz kommen.

Wer Windows in Parallels Desktop 12 nutzt, den werden keine Windows-Aktualisierungen zu ungünstigen Zeiten nerven – der Nutzer kann sie für die Nacht planen. Eine „Funktion“, die nicht einmal Windows direkt bietet und die sicher nicht einfach umzusetzen war. Außerdem kann man den Windows-Anwendungen spezielle Eigenschaften zuweisen, zum Beispiel das Starten immer im Vollbildmodus. Links in Dokumenten aus Office 365 können im Lieblingsbrowser auf dem Mac geöffnet werden – auch außerhalb von Windows. Outlook bietet sowohl Windows, als auch OS X Zugriff auf kürzlich verwendete Dokumente. Und die Kennwörter für Microsoft Edge und Internet Explorer können im Mac-Schlüsselbund verwaltet werden.

Herstellervideo: Leistungsverbesserungen in Parallels Desktop 12

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Performance-Verbesserungen in Parallels Desktop 12

Zu den weiteren Neuerungen zählen die vereinfachten Backups, bei der inkrementelle Änderungen einer virutellen Maschine gesichert werden. Ein Jahr Nutzung von Acronis True Image mit 500 Gigabyte Backup-Speicher in der Cloud ist inklusive. Als kleines Bonbon gibt es eine optimierte Unterstützung des PC-Games Overwatch.

Parallels Desktop 12 mit Toolbox

Erstmals ist eine „Toolbox“ in Parallels Desktop enthalten, die über die Menüleiste des Mac aufgerufen wird. Hiermit sollen gängige Aufgaben mit einfachen Tools auf den virtuellen Mac- und Windows-Maschinen ausgeführt werden können – ohne dass man in den diversen Systemeinstellungen wühlen muss. Als Funktionen nennt der Entwickler unter anderem:

  • Ablenkungsfreie Präsentationsmodi, die Desktop-Dateien ausblenden, „Nicht stören“ aktivieren und den Mac wach halten.
  • Archivierung und Verschlüsselung von Dateien.
  • Aufnehmen von Screenshots und Screencasts.
  • Zeitmanagement-Hilfen, darunter Alarm und Datumszähler.
  • Entpacken von ZIP-, RAR- und anderen Dateien.

Weitere Werkzeuge sollen quartalsweise folgen.

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Die Toolbox ist in den Abo-Versionen von Parallels Desktop 12 integriert, kann aber auch einzeln für 9,99 Euro pro Jahr gebucht werden.

Parallels Desktop 12: Aktuell nur Update verfügbar

Parallels bietet die neue Software zunächst nur für Bestandskunden und Abonnenten von Parallels Desktop an. Abonnenten ( inklusive iOS-/Android-Remote) laden sich ab heute die neue Version ohne Zusatzkosten. Käufer von Ausgabe 10 oder 11 bekommen die 12er-Version für 49,99 Euro. Ebensoviel kostet für sie der Umstieg auf die Abo-Version, gültig für ein Jahr.

Neukunden müssen sich bis 23. August gedulden, dann soll Parallels Desktop 12 allgemein zu einem Preis sein.

Die in der Virtualisierung verwendeten Betriebssyteme müssen – sofern nicht kostenlos – bei den jeweiligen erworben werden. Erstmals ist der Kauf von Windows direkt aus Parallels Desktop heraus möglich.

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