Vorgestellt: Parallels Desktop 6

Sven Kaulfuss

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Mit der neuen Version Parallels Desktop 6* verspricht sich der Hersteller der beliebten Virtualisierungssoftware einen gehörigen technologischen Vorsprung gegenüber den Konkurrenzprodukten wie beispielsweise VMware Fusion oder der kostenfreien Alternative Oracle (ehemals Sun) VirtualBox. Vor allem Geschwindigkeitsvorteile und über 80 weitere Komfort-Funktionen sollen den Anwender von den Vorzügen überzeugen. Wir fassen die wichtigsten Features zusammen und geben einen kurzen Überblick über Parallels neuesten Wurf.

Geschwindigkeitszuwächse und Performancevorteile
Parallels verspricht aktuell einen doppelt so schnellen Start einer installierten Windowsumgebung – das freut den ungeduldigen Mac-User der oftmals gezwungen ist, bereits vorhandene Windows Software weiter zu nutzen. Spieler konnten sich indes bisher für die Virtualisierungsumgebungen am Markt nicht erwärmen, überzeugte doch die 3D-Grafik nicht sonderlich – eine BootCamp-Installaton war quasi Pflicht. Laut Parallels gehört diese Notwendigkeit nun der Vergangenheit an, integrierte man doch eine um 40 Prozent schnellere 3D-Grafik-Unterstützung – Direct X 9.0c/9EX und Shader Model 3 inklusive. Gut zu Gesicht steht der neuen Version in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit echten 5.1-Sorround-Sound auszugeben. Freuen kann der Anwender sich auch über die native 64-Bit-Engine – Apple könnte sich diesbezüglich an Parallels ein Beispiel nehmen, wurde doch die jüngst vorgestellte Version 10 von iTunes immer noch mit 32 Bit realisiert. Für den reibungslosen Import von virtuellen Maschinen aus VMware, Virtual PC und Boot Camp-Partitionen wurde ebenso Parallels Desktop 6 optimiert. Auch der integrierte Transporter bekam in diesem Zusammenhang eine Geschwindigkeits-Kur.

Neue Komfortfunktionen: Spotlight und Co.
Die integrierte Live-Suche Spotlight wird täglich von Millionen von Mac-Usern genutzt – nur die virtuellen Maschinen von Parallels blieben außen vor. Mit Parallels Desktop 6 jedoch ist es nun auch möglich Windows-Programme schneller zu finden. Des Weiteren übernimmt der Nutzer zukünftig einfach die Jugendschutzeinstellungen aus Mac OS X für Windows-Programme, eine separate Konfiguration entfällt somit. Größtes Feature dürfte sicherlich die Unterstützung von Mac-Shortcuts unter Windows sein – lästiges Umdenken entfällt, für Switcher zwischen den Betriebssystemwelten sicherlich ein Segen.

Preise und Verfügbarkeit
Ab 14. September können Kunden zugreifen und die neueste Version als Box erwerben, die Preise und die Ausstattung der Pakete sind dabei weitestgehend gleich geblieben. So kostet ein Update 49 Euro. Die Vollversion schlägt mit 79 Euro zu Buche. Die erweiterte Desktop-6-Switch-to-Mac-Version* kann für 99 Euro erworben werden. Diese Spezielle Variante richtet sich vornehmlich an Umsteiger aus der Windows-Welt. Ein beiliegendes Schulungsvideo und ein spezielles USB-Datekabel helfen bei der Migration vom Windows-PC.

Im Macdeal kann man Parallels Desktop 6 schon jetzt für einen Preis von 64,90 Euro bestellen.

Update:

Wer sich erst vor kurzem Version 5 von Parallels zugelegt hat, braucht sich nicht zu ärgern. Wie Parallels uns mitteilt, gibt es eine Technologie Garantie. Das bedeutet, dass Anwender, die Parallels 5 nach dem 15. August erworben haben, die neue Version kostenlos erhalten.

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