Adobe Photoshop CS5: Das Profi-Tool

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Mit Adobe Photoshop setzt das Unternehmen aus San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien seit vielen Jahren Akzente im Bereich der digitalen Bildbearbeitung. Doch nicht nur Fotografen, auch Grafiker und Webdesigner wissen das umfangreiche Programm zu schätzen, dessen Funktionsumfang über die Jahre stetig wuchs und sich durch zahlreiche Plug-Ins ergänzen lässt.

Der Umgang mit Photoshop war nie ganz leicht und blieb den ambitionierten Amateuren vorbehalten, doch existieren aufgrund seiner immer größer werdenden Anhängerschaft eine Vielzahl von Online-Anleitungen und Lern-Videos, die es jedem ermöglichen, sich der komplizierten Welt von Effekten, Ebenen und Masken zu nähern. Allerdings richtet sich die Software, wie sich nicht nur am Preis erkennen lässt, eher an den professionellen Anwenderkreis.
Wie ein schweizer Taschenmesser ist es für fast alle denkbaren Zwecke einsetzbar, doch nur die Wenigsten werden den vollen Funktionsumfang wirklich nutzen. Für Fotografen bietet Adobe Photoshop native RAW-Unterstützung dank des Adobe Camera RAW Plug-Ins. Hinzu kommen über 100 Effekte und Filter, die durch das Angebot des Adobe Marketplace ergänzt werden. Hier finden sich, ebenso wie an vielen anderen Orten im Netz, tausende und abertausende von zusätzlichen Pinseln, Mustern und Plug-Ins.
Bestandteil der Standardausrüstung sind unter anderem Farb-Korrekturwerkzeuge wie der Abwedler oder die Nachbelichtung. Darüber hinaus wird der Anwender in die Lage versetzt, Helligkeit und Kontrast der einzelnen Farbkanäle separat zu manipulieren. Die ausgefeilten Auswahlwerkzeuge ermöglichen eine präzise Markierung einzelner Bildbereiche für die Anwendung von Effekten und Filtern.
Wer alten, vergilbten oder geknickten Fotos wieder neues Leben einhauchen möchte, kann zum Klon-Stempel oder dem Pflaster-Werkzeug greifen. Für Grafiker dürfte zwar in den meisten Fällen das ebenfalls zur Adobe Creative Suite gehörende Programm Illustrator die erste Anlaufstelle sein, doch auch mit Photoshop können Vektorgrafiken in Dateiformaten wie EPS und PDF bearbeitet werden.
Eine weiteres wichtiges Merkmal neuerer Photoshop-Versionen ist die Unterstützung von Grafik-Tablets. Damit lassen sich nicht nur sauberere Linien zeichnen, als dies mit einer Maus oder einem Touchpad je möglich wäre. Die Software bildet auch den Druck, den der Anwender auf den Stylus-Stift ausübt, als variierende Breite des gewählten Pinsels ab.
Jüngere Versionen brachten neben der Unterstützung für 3D-Objekte die 64-bit-Technologie unter Mac OS X. Seit Adobe Photoshop CS 5 wird mindestens Mac OS X 10.5.7 vorausgesetzt und nach einigen Startschwierigkeiten mit Snow Leopard und der Creative Suite CS4 gibt es inzwischen keine Probleme mehr. Das Programm kostet für Studenten und Angehörige von Lehrinstituten 236,81 Euro, der reguläre Preis für alle anderen Kunden liegt bei 1010,31 Euro.

Fazit
Für alle, die der vergleichsweise hohe Preis nicht abschreckt und die in der Lage sind, das Potential von Adobe Photoshop auszuschöpfen, gibt es eigentlich keine gangbare Alternative. Beispiellose Funktionsvielfalt und ein umfangreiches Angebot an Plug-Ins bestechen ebenso wie die ausgeprägte Kompatibilität mit anderen Applikationen, insbesondere aus der Adobe Creative Suite. Einmal mit dem Programm vertraut gemacht, kann so ziemlich jede grafische Herausforderung gemeistert werden.

Vorteile:

  • Sehr großer Funktionsumfang
  • Große Verbreitung in der Branche
  • Unterstützung des 64-bit-Modus unter Mac OS X 10.6

Nachteile:

  • Vergleichsweise hoher Preis
  • Raster-basiert

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