Adobe-Vorschau: Mac liebt Photoshop liebt iPad

Sebastian Trepesch
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Adobe stellte auf der Photoshop World-Konferenz eine weitere Demo vor, die den Bildbearbeitungsklassiker Photoshop auf dem iPad zeigt. Wie electronista berichtet, unterstützt die App Ebenen und bringe “echte Photoshop-Bildbearbeitung” auf den Tablet Computer. Die Desktop-Variante aus der Creative Suite dürfte in der nächsten Version entsprechende Anknüpfpunkte für mobile Geräte bringen.

Adobe stellt mit Photoshop Express* eine kostenlose Anwendung für iPhone und iPad zur Verfügung, die grundlegende Funktionen der Bildentwicklung leistet, wie Beschnitt, Kontrast-, Schärfe- und Farbeinstellungen. Erst über den In-App-Kauf kann die geräteeigene Kamera sowie Rauschreduzierung dabei verwendet werden.

Eine neue Version stellte Adobe auf der Photoshop World Conference vor. Damit können Ebenen hinzugefügt und bearbeitet werden. Masken werden per Fingerwisch angelegt. Dem größeren Rechenaufwand kommt die deutlich höhere Leistung des iPad 2 im Vergleich zum Vorgängermodell zu Gute. Bildbearbeitung mit piRAWnha – einer App, die im Gegensatz zu Photoshop Express auch RAW-Formate bearbeiten kann – machte bislang unter anderem mangels Power des iPad 1 im Test keinen Spaß.

Der junggebliebene Großvater der iOS-Anwendung, Adobe Photoshop, soll sich laut heise.de in “naher Zukunft” mit Tablets verbinden können. Bereits im November hat der Softwareentwickler, wie macnews.de berichtete, einen Aufruf gestartet, Ideen für eine Anbindung des iPads an den Desktop-Photoshop bei Adobe einzureichen.

Das Unternehmen beschreitet damit einen Weg, den der Photoindustrie-Verband jüngst mit folgendem Begriff bezeichnete: “Connectivity”. Von besonderer gegenwärtiger Bedeutung, so fand der deutsche Verein in einer Mitgliederbefragung heraus, sei die Netzwerkfähigkeit von Kameras, Fotohandys/Smartphones und Fernsehern, die bei aktuellen Geräten immer mehr zum Standard wird.

Das geht natürlich über die abgestimmte Kommunikation hinaus bis auf die Ebene der Datenspeicherung in der Cloud. “Die Vernetzung von bildgebenden Techniken und der blitzschnelle, einfache Austausch der Bilder über Kontinente hinweg markiert den aktuellen Trend der Foto- und Imagingtechnik und ist gleichzeitig einer ihrer wichtigsten Motoren”, so der Photoindustrie-Verband. Ein neuer Programmbestandteil der Creative Suite 6, Adobe Maestro, soll inoffiziellen Berichten zufolge diese Cloud-Verbindung zwischen OS X- und iOS-Geräten herstellen. Für den Business-Bereich stellt Adobe bereits Cloud-Dienste zur Verfügung.

Für eine neue Photoshop-Version möchte Adobe zudem die alteingesessenen Werkzeuge überprüfen, die Objektivkorrektur ausbauen.

Einen Zeitplan oder gar Erscheinungstermin der neuen Anwendungen gab der Hersteller auf der Photoshop World nicht bekannt. Angeblich soll Adobe noch vor Veröffentlichung der CS 6 ein “halbes” Upgrade für Entwickler herausbringen.

Bild: App My Photoshop World

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