Das Spiel mit der Wirklichkeit: Mysterien made in Photoshop

Nessie oder Ufos – schon immer gab es Phänomene, die wir uns nicht erklären können. Bilder dazu sollen deren Existenz belegen. Doch welches Foto ist nun tatsächlich echt und wo war Photoshop im Spiel?

Das Spiel mit der Wirklichkeit: Mysterien made in Photoshop

Können Bilder lügen?

Da gibt es doch den schönen Spruch: Bilder lügen nicht. In der Photoshop-Ära ist diese Aussage jedoch nur noch ein müdes Lächeln wert. Heute gibt es nicht nur das Stempel-Werkzeug, bereits Photoshop Elements beherrscht die Inhaltssensitive Füllung, die ja nun in Photoshop CS6 noch weiter ausgebaut werden soll (Dazu mehr über den Bereich Photoshop Download).

Das Bild als Beweis

Bilder werden vom menschlichen (und tierischen) Auge wesentlich schneller erfasst als Texte. Bilder unterstützen die Aussage des geschriebenen Wortes. So soll es zumindest sein. Zudem gelten sie als Beweis für das Gesehene, das in manchen Fällen so außergewöhnlich sein kann, dass Worte darüber allein unglaubwürdig sind.
Solche „optischen Beweise“ waren also schon immer dann angesagt, wenn es um den Beweis der Existenz einer mysteriösen Entdeckung ging.

 Von Ufos und Big Foot

Doch wann, und vor allem wie, fingen solche Bildmanipulationen an? Am Anfang standen sicherlich unbearbeitete Fotos, auf denen ein abgebildetes Objekt eine andere Deutung zulassen. So kann etwa eine scheibenförmige Wolke in der entsprechenden Beleuchtung als Ufo durchgehen, in dem Boot auf einem See, dessen Aufnahme verschwommen oder unscharf ist, kann durchaus auch ein Ungeheuer wie Nessy erkannt werden.

Ufos, Unidentifizierte Fliegende Objekte außerirdischer Zivilisationen, wollten die Menschen schon vor hunderten von Jahren gesehen haben. In das öffentliche Interesse rückten diese unerklärbaren Himmelsphänomene jedoch erst im Jahr 1947 durch Kenneth Arnold, der bei einem Flug über dem Mount Rainier, einem Vulkan südöstlich von Seattle, mehrere sichelförmige Flugobjekte gesehen hat. Bildmaterial dazu findet man auf der Webseite zyzyo.com, auf der verschiedene Begegnungen mit Ufos beschrieben werden. Ein Bild des Ufos, das Kenneth Arnold gesehen haben will, ist an neunter Stelle zu finden.

Mittlerweile findet man UFOs in vielen apokalyptischen Bildern, die nichts mehr mit dem originalen Fotomaterial zu tun haben. Bei diesem Bild war zum Beispiel eindeutig Photoshop im Spiel – oder ein 3D-Programm. Dieses unten abgebildete prächtige Ufo ist auf allnewsweb.com zu bestaunen:

Doch was ist beispielsweise mit dieser Wolke in Ufo-Form? War sie wirklich so am Himmel zu sehen, oder hat da das Stempel-Werkzeug in Photoshop ein wenig nachgeholfen? Gefunden haben wir das Bild auf telegraph.co.uk.

Neben den Außerirdischen und ihren transgalaktischen Fahrzeugen sind unerforschte Wesen schon immer von großem Interesse gewesen. So etwa Kollege Big Foot, eine übergroße Mischung aus Mensch und Affe aus Nordamerika. Gesichtet wurde der unbekannte Riese in den Rocky Mountains, den Appalachen oder in den Waldgebieten von Texas bereits Mitte des 19ten Jahrhunderts. Noch bis Ende des letzten Jahrhunderts wurde versucht, eine Existenz des Affenmenschen zu belegen, etwa von dem Anthropologen Grover Krantz. Doch erwiesen sich die meisten Aufnahmen als eindeutige Täuschung, zumal es sich auf den Bildern auch oft um einen aufrecht stehenden Bären handelte. Dennoch bleibt die Faszination dieses Wesens bestehen, wie das Bild links belegt, das John Robinson unter eslnotepad.blogspot.de gepostet hat.

Die Legende um Big Foot inspirierte zudem auch in den letzten Jahren noch Blogger: Im August 2010 hat Michael Quackenbush dieses Bild veröffentlicht. Ein gestelltes Foto, eine Fotomontage oder beides?

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