Pixelmator – Fotobearbeitung fürs kleine Budget

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Es muss nicht immer gleich die Luxus-Yacht sein. Für viele Amateur-Fotografen, in deren Budget über 1.000 Euro für EBV-Programme nicht vorgesehen sind, bietet Pixelmator eine beachtenswerte Alternative in der Größenordnung „kleines aber solides Fischerboot“. Das Programm ist schnell, funktionsreich und glänzt durch ansprechendes Design.

Insbesondere dank der 64-bit-Architektur unter Mac OS X 10.6 macht sich die Stärke von Pixelmator bemerkbar. Die Software macht sich, sofern vorhanden, auch die GPU zunutze, was zu einem weiteren Geschwindigkeitszuwachs führt.
Dabei muss, wer bei den Anschaffungskosten spart, keinesfalls das Fehlen elementarer Funktionen befürchten. Von der Unterstützung zahlreicher Dateiformate, darunter PSD, TIFF, PDF und EPS, über die üblichen Retouche-Werkzeuge, Filter und Effekte bis hin zur Farbkorrektur findet der geneigte Anwender so gut wie alles, was das EBV-Herz begehrt.
Optisch erinnert die Pixelmator-Bedienoberfläche ein wenig an Adobe Photoshop ohne jedoch wie eine billige Kopie zu wirken. Die Werkzeugleisten und Panels halten sich dezent im Hintergrund und lassen genügend Platz für das, was zählt.
Wer sich beim Zeichnen eines Grafik-Tablets bedient, darf sich auf die Unterstützung der Druck-Sensoren freuen, die unterschiedlich starkes Aufdrücken in entsprechend variierende Linienstärke umwandeln. Wer dagegen lieber auf selbst geschossene Fotos zurückgreift, findet mithilfe der einfachen Integration von iPhoto und Aperture Bibliotheken schnell das gewünschte Bild.
Pixelmator verfügt über mehr als 130 Filter und Effekte, die sich dank einer Fülle von Drittanbietern umfangreich ergänzen lassen. Dabei kommt Quartz Composer ebenso zum Einsatz wie Core Image, so dass jeder, der sich dazu in der Lage fühlt, ganz einfach eigene Zusatz-Effekte erstellen kann.
Einzige Wermutstropfen sind das Fehlen nicht-zerstörerischer Bearbeitung, sowie einiger Werkzeuge, die einem die Arbeit ein wenig leichter machen könnten. Darunter zum Beispiel ein Rote-Augen-Tool oder die Abwedler/Nachbelichter-Gruppe. Zudem wird für die RAW-Konversion auf die Mac-eigene Technologie zurückgegriffen. Dies hat zur Folge, dass keine Steuerungsmöglichkeit für die Umwandlung zur Verfügung stehen.
Fazit
Pixelmator brauch sich keinesfalls hinter den weitaus teureren Profi-Tools aus dem Hause Adobe zu verstecken. Besonders die nett gestaltete Bedienoberfläche lädt zu kreativen Spielereien ein, ohne dabei aber elementare Funktionen vermissen zu lassen. Für eine umfangreichere RAW-Unterstützung sowie einen eigenen Datei Browser müsste man allerdings ein paar Euro mehr ausgeben. Das Programm benötigt Mac OS X 10.6 und kostet 59 US-Dollar.
Vorteile:

  • Vergleichsweise preisgünstig
  • Äußerst reaktionsschnell
  • Ansehnliche Bedienoberfläche

Nachteile:

  • Unzureichende RAW-Unterstützung
  • Einige nützliche Werkzeuge fehlen
  • Keine nicht-zerstörererische Bearbeitung
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