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Bildbearbeitung unter 100 Euro: Pixelmator und GraphicConverter (Teil 2)

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Zwei Programme, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Der Filterkünstler Pixelmator  und das altbekannte und vielfach unterschätzte Konvertierungsprogramm GraphicConverter. Und doch vergleichen wir sie hier: Neben ihren Spezialfunktionen schaffen sie beide durchaus elementare Bildbearbeitungen.

Pixelmator

Der erste Eindruck von Pixelmator: intuitiv zu bedienen, flink und starke Filter. Die in der deutschen Version über Application Systems vertriebene  neue Version 1.6 liefert eine vollständige 64-Bit-Unterstützung. Das Programm zeigt eine schlichte schwarze Oberfläche und dunkelgraue, schwebende Paletten. Der Foto Browser zeigt alle Ereignisse und Alben aus iPhoto, Photo Booth, oder – wenn installiert – Picasa.

Der Importieren-Dialog gewährt einen schnellen Zugriff auf angeschlossene Digitalkameras, Scanner und andere Geräte wie iPad, iPod oder iPhone. Bilder aus anderen Ordnern gelangen über den Öffnen-Dialog auf die Arbeitsfläche; hier zeigt sich der Foto-Browser von Pixelmator weniger flexibel.

Werkzeuge

Pixelmator liefert eine Grundausstattung an Werkzeugen. Spezialisten, wie aus anderen Programmen bekannt, fehlen. So gibt es etwa zum Auswählen nur das Auswahlrechteck und die Ellipse, ein Lasso und einen Zauberstab. Eine intelligente Auswahl, wie sie etwa das Photoshop-Schnellauswahl-Werkzeug bietet, ist nicht vorgesehen. Auch fehlt das Auswahl-Menü, alle Funktionen, die die Auswahl betreffen, sind im Menü Bearbeiten angesiedelt. Hier findet der Anwender auch die Option Farbe wählen.

Zum Übertragen von Bildbereichen und für die Gesichts-Retusche gibt es nur einen Klonpinsel, wünschenswert wäre zumindest ein Reparaturpinsel. Zwei einfache Werkzeuge zum Schärfen und zum Weichzeichnen stehen zur Verfügung. Zwar gibt es ein Textwerkzeug, wählbar sind jedoch nur die gegebenen Schriftgrößen; bei 72 PT ist somit Schluß. Formwerkzeuge und eine Zeichenfeder fehlen. Die nötigsten Einstellungen bieten die Werkzeugoptionen. So kann beispielsweise beim Verlauf und der Füllung die Stärke und der Misch-Modus eingestellt werden.

Für die Pinselspitzen gibt es eine eigene Palette, hier zeigt sich das Programm etwas spendabler: Verschiedene Bibliotheken von Werkzeugspitzen stehen bereit, etwa Natur, Künstlerisch, Rauch oder Glitzer. Ebenso ist es möglich, ein Bild als Grundlage für einen neuen Pinsel zu nehmen. Per Doppelklick auf einen Pinsel öffnen sich dessen Einstellungen, die durchaus auch höheren Anforderungen Genüge leisten können. Leider fehlt hier jedoch die umfangreiche Unterstützung eines Grafiktabletts, lediglich die Option Richtung folgen ist gegeben.

Ebenen und Masken

Ebenen lassen sich in ihrer Deckkraft einstellen, ein- und ausblenden. Zudem ist ein Modus bei Mischung zu wählen. Für Text legt Pixelmator eine neue Ebene an. Die aktuelle Version des Programms kennt nun auch Ebenengruppen, was die Ebenen-Verwaltung deutlich erleichtert. Einer Ebene kann eine Maske hinzugefügt werden, zudem gibt es die Möglichkeit, weitere Masken auf einer extra Palette anzulegen. Wie Photoshop bietet Pixelmator einen Maskierungsmodus.

Bildbearbeitung

Alle wichtigen Filter zur Bildbearbeitung sammeln sich im Menü Bild. Neben einer Auto-Korrektur erinnert hier die Auswahl an Funktionen zur Farb- und Kontrast-Korrektur an die von Photoshop. Die einzelnen Optionen sind gut einstellbar und sind direkt im Bild zu sehen – hier zeigt sich Pixelmator deutlich flinker als Photoshop. Es fehlen jedoch die Einstellungsebenen oder eine Möglichkeit, die Ebene für Smart-Filter zu konvertieren  Alle getroffenen Korrekturen sind nicht wieder rückgangig zu machen, non-destruktive Bildbearbeitung erlaubt Pixelmator somit nicht.

Filter

Hier ist Pixelmator ganz in seinem Element: Zur Verfügung stehen die mittlerweile bekannten Core Image Filter zum Verzerren. Alle Filter-Auswirkungen sind direkt im Bild zu bestaunen, zudem macht das Einstellen einfach Spaß: Der Mittelpunkt der Verzerrung ist durch eine bewegliche Schnur mit dem Filterfenste verbunden und lässt sich bewegen.

Import/Export

Pixelmator exportiert die Bilder in die gängigen Formate, auch Photoshop wird unterstützt. Beim Import erkennt das Programm normale Ebenen. Gibt es jedoch Einstellungsebenen im Bild, werden alle Ebenen automatisch auf die Hintergrundebene reduziert. Die Wirkung der Einstellungsebenen bleibt jedoch erhalten. Ein Foto im Farbraum CMYK wird beim Öffnen ungefragt und ohne Warnung zu einem RGB-Bild.

Weitere Themen: GraphicConverter, Bildbearbeitung

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