Bildbearbeitung online mit pixlr hat mehrere Vorteile: Man benötigt keine teure Software, kann die Fotos von jedem Rechner aus bearbeiten und findet immer wieder die gleiche Oberfläche vor. Die Vorgehensweise ist simpel: Ein Bild wird zur Bearbeitung auf die Seite geladen, dort bearbeitet und dann wieder auf dem Rechner oder in ein soziales Netzwerk wie Facebook oder Flickr geladen. Voraussetzung ist jedoch, dass Flash installiert ist – auf dem iPad läuft pixlr also nicht.
Der Editor ist über die Webseite von pixlr zu erreichen. Über den Link Open photo editor öffnet sich dann die Bearbeitungsfläche. Hier wird zunächst ein vorhandenes Bild geöffnet, oder ein neues Bild erstellt:
Wir haben ein relativ großes Bild (4000 x 3000 px) vom Computer geöffnet, was der Editor ohne merkliche Verzögerung dargestellt hat. Die Oberfläche zeigt sich wie die eines “normalen” Bildbearbeitungs-Programms. Am oberen Rand befindet sich eine Menü-Leiste, vier schwebende Paletten zeigen die Werkzeuge, den Navigator, die Ebenen und die Historie.
Die Werkzeuge
Pixlr zeigt eine sehr gut ausgestattete Werkzeugpalette. Neben der Rechteck-Auswahl gibt es ein Lasso und einen Zauberstab. Eine getroffene Auswahl kann über das Bearbeiten-Menü umgekehrt oder aufgehoben werden, sogar das Tastenkürzel Befehl + D zum Löschen der Auswahl funktioniert. Weitere Auswahl-Werkzeuge oder die Möglichkeit, Bildbereiche nach der Farbe zu wählen, fehlen jedoch.
Zum Zeichnen gibt es Stift und Pinsel, Einstellungen dazu liefert eine Optionsleiste unter den Menüs. In einem extra Pinsel-Editor lassen sich die gegebenen Pinselspitzen einstellen oder neue bauen. Ein Radiergummi und einFarbeimer runden das Mal-Set des Editors ab. Verläufe können linear oder kreisförmig mit einem eigenen Werkzeug gesetzt werden.
Zum Retuschieren gibt es einen Kopier-Stempel, der ähnlich wie das gleichnamige Werkzeug in Photoshop funktioniert. Zudem gibt es ein Werkzeug zum Farbe ersetzen sowie weitere Tools zum Weichzeichnen und Schärfen. Abwedler und Nachbelichter helfen beim gezielten Korrigieren der Helligkeit im Bild.
Zwar steht ein Reparatur-Pinsel bereit, damit bearbeitete Details zeigen jedoch nicht das gewünschte Ergebnis: Im Test hat das Werkzeug die auszubessernde Stelle lediglich durch eine grob gepixelte Fläche ersetzt.
Recht nette Effekte lassen sich mit dem Aufblasen- und dem Stauchen-Werkzeug erzielen, besonders in Kombination mit dem Wischfinger.



