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Plex: Mehr Unterhaltung auf großen Bildschirmen

Thomas Konrad

Teaser
Regelmäßig stellen macnews.de-Redakteure ihre persönliche Lieblingssoftware vor. Diesmal entscheidet sich Thomas Konrad für die kostenlose Mediacenter-Software Plex: Sie macht den Mac zum Entertainment-Profi und eignet sich besonders für Wohnzimmer, in denen ein Mac am Fernseher hängt. Plex greift sowohl auf lokale Dateien und DVDs als auch auf zahlreiche Online-Dienste zu: YouTube Flickr, zahlreiche TV-Stationen sowie Serien stehen dem Anwender auch hierzulande zur Verfügung. Der Anwender steuert die Software entwender mit der Tastatur oder einer Remote-Fernbedienung, insbesondere dann, wenn er seinen Mac an den Fernseher anschließt.

Plex greift ähnlich wie Apples Frontrow auf die iTunes Mediathek zu, erstellt also keine Kopien in einem neuen Verzeichnis. Das erleichtert den Einsatz auch denjenigen, die Plex lediglich einmal testen wollen. Da man jegliche Ordner, in denen Videos vorhanden sind, auch mit Plex verknüpfen kann, ersetzt die Software auch den QuickTime-Player. Videos stellt Plex auch in hochskalierter Auflösung im Vollbildmodus flüssig dar.

Über das übersichtlich und elegant gestaltete Hauptmenü lässt sich auf die verschiedenen Medien zugreifen: Bilder, Musik, Videos, den DVD-Player und beliebige Mac-Programme und den App Store zum Laden von Dritthersteller-Plug-ins.

Hauptmenü

Dateien einlesen

Bevor man loslegt, sollte man seine eigenen Filme und TV-Serien ausreichend benennen. Zeigt man Plex den Ordner, in dem die Dateien liegen, holt sich die Software alle weiteren Informationen aus Internet-Datenbanken und präsentiert die Filme mit Bildmaterial.
Und so geht’s: Im Menüpunkt Videos und Musik findet sich im unteren Teil der Auswahlmenüs der Punkt Quelle hinzufügen. Hier lassen sich Verzeichnisse und suchen (siehe Bild). Neben Filmen kann man auch andere Video-Dateien hinzufügen.

Hat man einen Spielfilm hinzugefügt, navigiert man danach zum Befehlt Inhalt festlegen. Es besteht die Option, zusätzliche Grafiken für das Menü und Beschreibungstexte aus verschiedenen Online-Datenbanken zu laden, so auch aus der Internet Movie Database, kurz “IMDB”. Nachdem der Vorgang abgeschlossen ist, erscheint der Film im Bereich Filme inklusive Beschreibung und Hintergrund-Grafik.

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Inhalte festlegen

Now-Playing-Screen in Plex
Im Musik-Bereich ähnelt Plex Frontrow, an die Bedienung kann man sich schnell gewöhnen. Auch die Anzeige des laufenden Titels erinnert an Apples Lösung. Im Bereich der Bilder lässt sich neben der iPhoto auch eine Aperture Bibliothek mit allen Verzeichnissen und RAW-Bildern betrachten, auch als Slideshow. Am rechten, oberen Rand befindet sich ein kleines Einstellungs-Menü, in dem man die Darstellung anpassen kann: Eine Bilderwand, eine Liste und ein CoverFlow-Modus sind mögliche Optionen.

Wem die eigenen Medien nicht genügen, dem bietet Plex eine große Auswahl an Plug-ins, die auf diverese Internet-Dienste zugreifen. Viele Dienste wie Hulu und Netflix funktionieren in Deutschland nicht, doch auch hierzulande gibt es eine große Auswahl: Arte+7, MTV, die Tagesschau, RTL Now, Flickr und Youtube, um nur wenige zu nennen. In einem Test konnten wir auch die US-amerikanische Late-Night-Show “The Colbert-Report” aufrufen. Probieren geht hier in manchen Fällen wohl über Studieren. Die Bildqualität ist nur zum Teil für größere Bildschirme geeignet.

The Colbert Report

Im Hauptmenü gelangt man über den Punkt App Store zu den Plug-ins und kann durch die verschiedenen Kategorien navigieren. Installiert man ein Plug-in, so packt es Plex automatisch in die passende Kategorie. Der Online-Bilderdienst Flickr wandert so zu den Bildern, Youtube zu den Videos. Jederzeit kann man mit der “C”-Taste oder per Knopfdruck auf die “Menü”-Taste der Apple Remote ein Kontext-Menü aufrufen, um etwa eine Serie zu den Favoriten hinzuzufügen.

Plugins Musik

Im ersten Moment irritierend ist der Menüpunkt Programme: Hinter ihm verbirgt sich ein Programmstarter, der Anwender kann hier selbst Mac OS X-Programme ablegen.

In den Einstellungen findet man Konfigurationsmöglichkeiten für Netzwerke, das Erscheinungsbild und die Medieninhalte.

Fazit

Plex hat das Potential, eine Reihe von Programmen zu ersetzen, insbesondere auf großen Bildschirmen. Das Programm stellt vorhandene Medieninhalte vereint dar und versieht sie nach Möglichkeit mit Zusatzinformationen. Das übersichtliche Erscheinungsbild eigent sich gut für die Verwendung an einem Fernseher, Plex lässt sich per Apple Remote gut bedienen. Allein das Hinzufügen der Videos – sofern Plex sie nicht automatisch erkennt - ist zu Beginn etwas umständlich und könnte intuitiver sein. Screencasts, die einem auf die Sprünge helfen, gibt es auf der Hersteller-Webseite oder in Plex selbst. Man findet sie dort unter Hilfe.

1,7 Megabyte Download – mindestens Mac OS X 10.5, 1,6 GHz Intel Core 2 Duo-Prozessor, 1 Gigabyte RAM – kostenlos

Externe Links
Plex Media Center for OS X

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