QuarkXPress 9 mit App Studio für iPad-Titel

Weiterhin die vertraute Benutzeroberfläche, weiterhin das gleiche Werkzeug, aber eine neue Medienwelt: QuarkXPress 9 setzt verstärkt auf den Zugang zu digitalem Design und Publishing. Mit einem „App Studio“ kann der Anwender seine Publikationen in einer App speziell für Apples iPad erstellen. Doch auch andere digitalen Formate unterstützt die Gestaltungssoftware. Die neue Software für Profi- und Gelegenheitsdesigner stellt Quark heute vor, erscheinen wird sie jedoch erst im April.

Entwarnung: Die Kreativen für Print-Produkte lässt Quark nicht im Stich. Doch bereits im letzten Jahr gab der Hersteller seine plattformunabhängige Strategie bekannt: „Digital Publishing 2.0“ soll es Verlegern ermöglichen, effizient und kostengünstig designbetonte interaktive Inhalte für beliebige Plattformen zu erstellen und das Publizieren zu automatisieren. QuarkXPress 9 will diese „Digital-Publishing-Revolution“, wie es die Softwareschmiede nennt, einleiten.

“Ich habe ein einziges Werkzeug, mit dem ich eine Reihe von Kanälen ausgeben kann“, fasst Matthias Günther, Senior Product Manager bei Quark, bei der Produktvorstellung zusammen. Die Ausgabe eines PDFs ist genauso möglich wie eines E-Books, das auch die Möglichkeiten des digitalen Formats nutzt. Für ePub steht – wenngleich hier nur wenige Designelemente möglich sind –  in QuarkXPress 9 beispielsweise ein Textumbruchsmodus bereit. Standardisierte eBooks für iPad, Sony Reader, NOOK und Amazons Kindle können damit exportiert werden. Am besten zugänglich und vielseitig sei jedoch Blio eReader, für den die Software interaktive Inhalte erstellen kann. Auch wenn er aktuell nur für Windows verfügbar sei, glaubt Matthias Günther an eine große Zukunft des Formats.

Speziell für Apples iPad kann QuarkXPress 9 Inhalte erstellen. Gleich vorab: Das App Studio hat der Hersteller nicht rechtzeitig fertig programmieren können. Die Käufer von QuarkXPress 9 sollen es drei Monate später nachgereicht bekommen.

Mit dem Modul kann der Designer eine App für Apples Tablet Computer selbst erstellen, in der einzelne Ausgaben von Titeln veröffentlicht werden können. In der Vorversion war das noch nicht möglich. Das Umwandeln der erstellten Inhalte in das iPad-fähige Format läuft zukünftig nicht mehr über den Softwarehersteller, sondern direkt in QuarkXPress 9 ab. Die Gebühr für die Konfiguration in Höhe von 370 Euro entfällt damit.
Die Kosten pro Ausgabe lässt sich Quark aber weiterhin bezahlen: Eine Veröffentlichung kostet voraussichtlich 259 Euro, die Staffelpreise werden wahrscheinlich denen des iPad Publishing Service für QuarkXPress 8.5 gleichen. Lohnen können sich Publikationen somit nur bei einer höheren Auflage: Die Anschaffung der Software kostet 1349 Euro (Upgrade 399 Euro), die 50 Titel beispielsweise bei einem Wochenmagazin für ein Jahr kosten weitere 9.259 Euro. Hinzu kommen noch der Apple Developer Account (99 Dollar pro Jahr an Apple) und Hosting-Kosten.

Die Kunden können Inhalte direkt aus der Anwendung heraus kaufen (In-App-Purchase). Dabei können mehrere Titel in einer App geführt werden oder ein Titel in mehreren Apps (siehe Grafik). Interessante Optionen für Verlage.

Die Erstellung der Inhalte hat Quark möglicht simpel gehalten. „Sie müssen keinen Xcode anfassen, wenn Sie nicht wollen“, hebt Günther hervor. Basis kann zum Beispiel ein vorhandenes PDF bilden. Fotos können durch Videos ersetzt, Diaschauen mit Apple-typischen Design integriert, und Webinhalte verknüpft werden. Eine Ansicht für Hoch- und Querformat ist möglich. Die Ausgaben können in einem iPad-Simulator oder auf einem iPad getestet werden.

Zahlreiche Verbesserungen in QuarkXPress 9 wollen Designern den Arbeitsalltag erleichtern, bezeichnet als „Design-driven Automation“: Bedingte Stile erkennen den Wechsel eines Stils, zum Beispiel anhand eines Zeilenumbruchs oder Tabs. Aufzeichnungen und Nummerierungen verhalten sich wie ähnlich wie in Microsoft Word, Rahmen und Gruppen bewegen sich automatisch mit dem Text. Mit Shape Maker können Vektorformen, mit ImageGrid Bildergalerien erstellt werden.

Die Software benötigt für den Mac mindestens OS X 10.5.8 (Leopard), Intel Prozessor und möglichst zwei Gigabyte Arbeitsspeicher. Kunden, die QuarkXPress 8 zwischen dem 01. Januar 2011 und dem 30. April kaufen oder gekauft haben, erhalten das Upgrade auf Version 9 kostenlos. Version 8 ist bei Amazon aktuell für 1.455,95 Euro

* erhältlich, eine Studentenversion von QuarkXPress 8 für 115,61 Euro
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