Bild.de auf dem iPad gesperrt

Marie van Renswoude-Giersch
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Mit dem iPad-Browser auf die Website von “Bild” surfen – das ist seit heute nicht mehr möglich. Stattdessen wird man auf die Seite bildgehtapp.bild.de weitergeleitet. Hier empfiehlt die “Bild” dem Leser die kostenpflichtige iPad-App.

Ein Facebook-Kommentar machte uns darauf aufmerksam:

Offensichtlich hat “Bild” die Website für den iPad-Browser gesperrt. Stattdessen wird man auf eine Seite geleitet, auf der dem Nutzer die iPad-App empfohlen wird.

Das Ganze gibt einem zu denken. Werden weitere Zeitungen und Magazine dem Beispiel von “Bild” folgen? Schließlich bietet die Berliner Morgenpost eine App-Version im Abonnement an, die teurer als das Online-Abonnement ist. Auch wenn das Abo der iPad-App mehr Inhalte bietet, nämlich zwei Ausgaben pro Tag, bleibt abzuwarten, ob sich die App durchsetzen wird. Könnte die bekanntlich hohe Zahlungsbereitschaft von iPad-Nutzern in Zukunft weiter ausgenutzt werden, indem sie auf teure Abonnements angewiesen sind?

Nutzt man eine alternative Surf-App wie iCab Mobile*, bei der sich die Browser-ID umstellen lässt, kann man die Sperre umgehen und weiterhin auf die Website der “Bild” surfen.

Update: Wie wir gerade erfahren haben, kann man als Surf-App auch den mit 79 Cent etwas günstigeren Atomic Web Browser* nutzen. Auch hier ist es möglich, in den Einstellungen die Browser-ID zu ändern und hier beispielsweise “Safari Desktop” anzugeben.

Für den iPhone-Browser ist die Seite übrigens noch nicht gesperrt.

Etwas kurios an der Angelegenheit: Ein Screenshot der “Bild”-App zeigt hier relativ viel nackte Haut. Das verwundert den Leser, sollten doch Inhalte wie Nacktdarstellungen nach Aufforderung von Apple zensiert werden.

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