Nutzertracking – Google umging die Cookie-Sperre von Safari

Im Gegensatz zu vielen anderen Browsern blockiert der Browser aus dem Hause Apple standardmäßig alle Cookies von Dritten, um Firmen daran zu hindern die von einem Nutzer besuchten Webseiten zurückzuverfolgen. Anscheinend haben aber Google und ein paar weitere Werbefirmen diese Sperre ausgetrickst.

Nutzertracking – Google umging die Cookie-Sperre von Safari

Eigentlich sollten diese Datenschutzeinstellungen die User genau vor dem sogenannten Nutzer-Tracking schützen. Wie das Wall Street Journal berichtet, haben Google und einige Werbefirmen einen Weg gefunden, die Sperre zu umgehen und das Surfverhalten der User zu protokolieren. Wurde ein Cookie erst einmal gesetzt, können Firmen den Weg eines Nutzers über mehrere Webseiten mit verfolgen. Im Fall von Safari haben die Firmen eine Ausnahmeregelung des Browsers ausgenutzt, die Cookies von Dritten zulässt, wenn der Nutzer mit einer Werbeeinblendung interagiert. Damit die Firmen nun ihre Cookies setzen konnten, hat man mit einem unsichtbaren Formular dem Safari Browser eine entsprechende Interaktion vorgetäuscht.

Auf Anfrage des Wall Street Journals wies Google die Darstellung der Zeitung zurück und teilte mit, man habe lediglich eine Funktion in Safari genutzt, um den Nutzern zusätzliche Funktionen anbieten zu können. Die dafür angelegten Cookies wären deshalb auch nur für 12 bis 24 Stunden aktiv. Dennoch hat Google, nachdem die Zeitung nachgefragt hatte, diese Tracking-Praxis abgestellt. So wie es aussieht, soll der Code in dem +1-Button gesteckt haben, der auch in einige Anzeigen integriert wird. Der Journalist Ashkan Soltani vom WSJ hat den Code analysiert und ihn auf 22 der 100 beliebtesten Webseiten entdeckt. Den Code entdeckt und öffentlich gemacht hatte der US-Wissenschaftler Jonathan Mayer. Apple hat bereits entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um diese Vorgehensweise zu unterbinden.

Weitere Themen: browser, Google

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